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Erst denken, dann heizen

Heizung drosseln und querlüften spart im Winter Geld

Hausbewohner heizen oft zu stark und lüften falsch. Zukunft Altbau erklärt, wie man es richtig macht.
In vielen deutschen Haushalten wird im Winter zu stark geheizt. Das kann teuer werden. Verbraucher sollten deshalb einige Regeln beachten, rät Claudia Rist vom Landesprogramm Zukunft Altbau. Im Wohnbereich liege die Temperatur tagsüber vernünftigerweise bei rund 20 Grad Celsius, in wenig frequentierten Zimmern bei 16 bis 18 Grad. Ein Thermostat könne die Regelung übernehmen. Sinnvoll sei auch, nachts die Temperatur um etwa fünf Grad abzusenken. Das Lüften mit gekippten Fenstern verschwende zu viel Energie, täglich mehrfach wenige Minuten Querlüften durch offene Fenster mit Durchzug sei effizienter. Die Türen sollten geschlossen sein und gegebenenfalls abgedichtet werden. Effizientes heizen und lüften kann in einem Haushalt mit 90 Quadratmeter Wohnfläche bis zu 250 Euro Heizkostenersparnis pro Jahr bringen, so Claudia Rist. Wohlig warm sei es dann in den vier Wänden immer noch.

Ganztägig 25 Grad Raumtemperatur, gekippte Fenster, verdeckte Heizkörper – diese Zustände sind in deutschen Haushalten keine Seltenheit. Unnötig hohe Heizostenrechnungen sind die Folge, auch die Klimabelastung steigt; und das alles ohne einen nennenswerten Zuwachs an Wohnkomfort zu bekommen.

Beratung bei Zukunft Altbau gebührenfrei unter 08000 12 33 33.

Die richtige Temperatur ist entscheidend
Eine kleine Änderung im Heizverhalten erzielt bereits eine große Wirkung: Allein die Senkung der Temperatur um drei Grad spart rund 18 Prozent Heizkosten. „Im Wohnzimmer sind 23 Grad meist zu hoch, 20 Grad sind komfortabel genug“, erklärt Rist. „Im Flur reichen 16 Grad, im Schlafzimmer auch.“ Bad und Küche benötigten etwas mehr, wobei der Herd und die Kühlschrankabwärme in der Küche schon einen guten Teil der Heizwärme lieferten.

Bei Dunkelheit sollten die Bewohner die Rollläden schließen. Schon eine halbe Stunde vor dem ins Bett gehen kann an der Heizungsregelung eine Nachtabsenkung auf etwa 15 Grad eingestellt werden, so Rist. Die Heizkostenersparnis in der Nacht summiert sich dann auf bis zu 25 Prozent. Unter 15 Grad sollte die Temperatur aber nirgends fallen, das befördere Kondensbildung und Schimmel.

Thermostatventile lohnen sich
Wer sich nur auf sein Gefühl verlässt, der heizt leicht zu viel oder zu wenig. „Um das zu verhindern, bietet sich der Einbau eines elektrischen Thermostatventils an“, empfiehlt Dieter Bindel vom baden-württembergischen Landesverband der Gebäudeenergieberater, Ingenieure, Handwerker (GIH). „Ohne dass man etwas tun muss, gehören dann zu kalte oder zu warme Räume der Vergangenheit an.“ Mit dem Temperaturregler legt man fest, wie hoch die Raumtemperatur zu welcher Uhrzeit sein soll. Eine einfache Alternative ist der Kauf eines Thermometers, das in der Wohnung platziert wird.

Heizkörper frei halten
Sind die Heizkörper nicht verstellt oder verhängt, breitet sich die vom Heizkörper aufsteigende Wärme am besten aus. Ansonsten drohe ein Hitzestau, warnt Dieter Bindel. Das könne bis zu 20 Prozent mehr Energie kosten. Auch die Entlüftung der Heizkörper ist wichtig. Damit kann die Heizungsflüssigkeit besser zirkulieren.

Effektiver lüften
„Täglich zweimal drei Minuten lang alle Fenster öffnen und einen Durchzug herstellen. Das ist das Beste, was man machen kann“, erklärt der Experte Bindel. So werde die gesamte verbrauchte Raumluft inklusive Feuchtigkeit durch frische Außenluft ausgetauscht. Wände, Fußböden und Decken kühlen dann nicht aus – bei dauerhaft gekippten Fenstern ist das möglich.

Noch mehr sparen
Wer die Heizkosten noch deutlicher reduzieren möchte, dem empfiehlt sich eine energetische Modernisierung. Dazu gehören unter anderem die Überprüfung der Heizungspumpe, der hydraulische Abgleich der Heizung und die Optimierung der Heizungsanlage. Ein qualifizierter Gebäudeenergieberater sollte zusätzlich prüfen, ob eine vollständige Erneuerung der Heizungsanlage oder die Dämmung von Teilen der Gebäudehülle sinnvoll ist, so Claudia Rist von Zukunft Altbau.

Seit Juli 2012 gibt es für die Beratung bis zu 500 Euro Zuschuss vom Staat. Eine anschließende Baubegleitung wird seit Januar 2012 sogar mit bis zu 4.000 Euro gefördert.

Zukunft Altbau informiert Wohnungs- und Hauseigentümer neutral über den Nutzen energieeffizienter Altbaumodernisierung und über Fördermöglichkeiten. Das Programm des Ministeriums für Umwelt, Klima und Energiewirtschaft Baden-Württemberg hat seinen Sitz in Stuttgart und wird von der Klimaschutz- und Energieagentur Baden-Württemberg (KEA) umgesetzt.

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