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12. März 2009
Europäischer Preis für Kulturwege Schweiz
Alpenkonvention zeichnet Tourismusprogramm aus
Gestern Mittwoch, 11. März, wurde Kulturwege Schweiz zum Sieger des «Wettbewerbs nachhaltiges und innovatives Tourismusprojekt 2008 der Alpenkonvention» gewählt. Die Auszeichnung fand im Rahmen der zehnten Alpenkonferenz in Evian (F) statt. Die Schweizer Delegation wurde angeführt von Bundesrat Moritz Leuenberger. Der französische Vorsitz der Alpenkonvention würdigte Kulturwege Schweiz als hervorragendes Good-Practice-Beispiel für nachhaltigen Tourismus im Alpenraum und zählt das Projekt «zu den dynamischsten, innovativsten und proaktivsten Ansätzen» in diesem Bereich.
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Das ausgezeichnete Tourismusprogramm Kulturwege Schweiz ist ein Projekt von ViaStoria – Zentrum für Verkehrsgeschichte. Eine Vertretung von ViaStoria nahm die Auszeichnung vom französischen Staatssekretär für Raumplanung entgegen. «Wir freuen uns sehr über den Preis und erhoffen uns von ihm, dass Kulturwege Schweiz in Europa positiv zur Kenntnis genommen wird», sagt Hanspeter Schneider, Geschäftsführer von ViaStoria. Auch der Zeitpunkt der Auszeichnung sei ideal. Für das laufende Jahr sei geplant, die Zusammenarbeit mit den internationalen Organisationen, im Speziellen mit dem Europarat in Strassburg, zu intensivieren. Mit Kulturwege Schweiz wurden noch fünf weitere Projekte anderer Alpenländer ausgezeichnet.
Integratives Tourismusprogramm
Kulturwege Schweiz ist ein integratives Tourismusprogramm, das Kulturgüterschutz, Regionalpolitik, regionale Produkte der Landwirtschaft und Forschung mit sanftem Tourismus verknüpft. Grundlage von Kulturwege Schweiz bildet ein Netz von zwölf nationalen Via-Routen und zahlreichen ergänzenden ViaRegio-Routen auf historischen Wegen. Darunter sind beispielsweise die ViaValtellina, die ViaGottardo und die ViaStockalper. Diese Routen verbinden Attraktionen der Kultur- und Naturlandschaft sowie Angebote regionaler Spezialitäten im ganzen Land. Die Kulturwege lassen sich auf eigene Faust erkunden. Besonders unbeschwerte Reiseerlebnisse bieten individuell buchbare Erlebnispackages.
Wettbewerb soll sensibilisieren
Der französische Vorsitz der Alpenkonvention ist bestrebt, über den Wettbewerb ein Maximum an Erfahrungen und Good-Practice-Beispielen zu veröffentlichen, um die kollektive Dynamik im gesamten Alpenraum zu fördern. Vornehmliches Ziel des Wettbewerbs ist es, zu sensibilisieren.
Bei der Auswahl der Siegerprojekte wurde Wert gelegt auf die Reproduzierbarkeit der touristischen Projekte sowie deren Innovations- und Forschungsgehalt. Diese Kriterien erfüllt Kulturwege Schweiz vollumfänglich: Wo immer vorhanden, können historische Verkehrswege mit dem Know-how von ViaStoria touristisch genutzt werden. Mit dem weltweit einzigartigen Inventar historischer Verkehrswege der Schweiz (IVS) ist die Ausgangslage für Kulturwege in der Schweiz ideal und das Innovationspotenzial gross. Zudem profitiert Kulturwege Schweiz von Inputs aus der Verkehrsgeschichte-Forschung von ViaStoria.
ViaStoria: ein Spin-off der Universität Bern
ViaStoria – Zentrum für Verkehrsgeschichte ist die Fachorganisation hinter dem Tourismusprogramm Kulturwege Schweiz. Sie ist seit 2008 ein Spin-off-Betrieb der Universität Bern. Historische Verkehrswege zu schützen, zu erforschen und deren sinnvolle Nutzung zu fördern sind die drei Kerntätigkeiten von ViaStoria.
Weitere Informationen unter www.kulturwege-schweiz.ch und www.viastoria.ch.