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22. Juli 2009
Zivilcourage in Herten – aufmerksame Bürger zeigen Tierquälerei an
Das brutale Verhalten eines Mannes erweckte am Dienstagabend gegen 19 Uhr die Aufmerksamkeit mehrerer Bürger, die sich in Herten im Bereich des Hertener Lochs aufhielten. Dort beobachteten sie einen Schäfer, der ein Lämmlein am Genick gepackt haben soll und es anschließend mehrere Meter hoch in die Luft geworfen habe. Das Tier sei anschließend hart zu Boden gefallen und war offensichtlich so benommen, dass es sich zunächst nicht regte. Erst als das Muttertier sich um das Lämmlein kümmerte, zeigte es wieder Regung.
Derselbe Mann soll seinen Hund, der augenscheinlich total ermattet gewesen sein, an einen Pfahl gebunden haben. Er habe sich anschließend um das stark geschwächte Tier nicht gekümmert, sondern sei fort gegangen. Kurze Zeit später war der Mann mit einem Fahrzeug erschienen, hinter dem er einen Anhänger herzog. Die Zwischenzeit sei genutzt worden und man habe versucht, dem erschöpften Hund Wasser zu reichen. Das Tier war jedoch so erschöpft, dass es das dargebotene Wasser nicht mehr saufen konnte. Der mit dem Fahrzeug zurückgekehrte Mann habe nun den Hund losgebunden und ihn einfach auf den Anhänger geworfen. Anschließend sei er davon gefahren. Die couragierten Bürger ließen den Vorfall nicht auf sich beruhen, sondern alarmierten die Polizei. Diese hat nun die Ermittlungen gegen den rücksichtlosen Zeitgenossen aufgenommen.