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11. Januar 2010
Verdächtige Sternsinger „enttarnt“
Konfirmandinnen sammelten für „Brot für die Welt“
Eine Bewohnerin von Egringen hatte Anfang Januar ihren Pfarrer alarmiert, weil bei ihr zwei Mal für die Aktion „Sternsinger“ gesammelt worden war. Die erste Sammlung, die Ende Dezember durch drei jugendliche Mädchen durchgeführt worden war, kam ihr verdächtig vor. Die Mädchen hatten auf die Frage in welches Land das Geld gespendet wird keine Antwort gewusst, konnten den für die Sternsinger üblichen „Segensspruch“ nicht und hatten auch keine Kreide dabei, um ihr Zeichen an der Haustüre zu hinterlassen. Als Anfang Januar eine zweite Gruppe Sternsinger bei ihr sammeln wollte, verständigte sie den Pfarrer. Es entstand der Verdacht des betrügerischen Sammelns, da die „echten“ Sternsinger erst nach dem Jahreswechsel im Einsatz sind.
Der Polizeiposten Markgräflerland in Kandern ging der Sache nach und konnte nun Licht ins Dunkel bringen. Dabei stellte sich heraus, dass es Ende Dezember tatsächlich eine Sammlung gegeben hatte. Diese war allerdings rechtens, denn sie wurde von Konfirmandinnen der evangelischen Kirche durchgeführt, die für die Aktion „Brot für die Welt“ unterwegs waren. Der Polizei sind die Namen der Mädchen bekannt und diese haben den Erlös ihrer Sammelaktion auch ordnungsgemäß abgeliefert. Nach Sachlage liegt keine Straftat vor, sondern der Verdacht entstand wohl aus Unkenntnis der parallel laufenden Sammelaktionen.