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12. Mai 2010
Sicherung Deponie Le Letten
Abschluss der letzten Untersuchungen
Die GI DRB hat sämtliche Untersuchungen zur nachhaltigen Sicherung der Deponie Le Letten abgeschlossen. Diese erfolgten im Rahmen eines Zusatzvertrages zur Vereinbarung vom 23. Februar 2005, der am 22. Oktober 2009 mit dem französischen Staat unterzeichnet worden ist. Der Zusatzvertrag regelt das Verhältnis zwischen dem Staat und der GI DRB im Abschluss der Konzeptionsphase und in der Realisierungsphase der Arbeiten. Die GI DRB kann somit ab Mitte Mai, im Rahmen ihres freiwilligen Vorgehens, die nachhaltigen Sicherungsarbeiten am Standort Le Letten aufnehmen. Dabei werden die auf dem Gelände liegenden Abfälle mitsamt den damit vermischten Materialien ausgehoben und in entsprechend zugelassenen Anlagen entsorgt. Der Préfet wird eine Verfügung (Arrêté préfectoral) erlassen, welche präventive Schutzmassnahmen und Überwachungen vorschreibt. Dadurch werden die Risiken und potentiellen Auswirkungen der Arbeiten kontrolliert. Die Massnahmen zur nachhaltigen Sicherung werden der Öffentlichkeit anlässlich von Informationsveranstaltungen am 11. Mai 2010 in Mulhouse und in Schönenbuch präsentiert. Informationen zu den Arbeiten sind auf der neuen Website der GI DRB verfügbar.
Die GI DRB konnte planmässig alle Untersuchungen für das Konzept der nachhaltigen Sanierung des Standortes Le Letten abschliessen. Diese erfolgt im Rahmen eines freiwilligen Engagements, wie es bei der Sitzung der Commission d’Information et de Concertation am 3. Juli 2008 bekannt gegeben und bei der weiteren Sitzung am 7. Juli 2009 noch einmal bekräftigt worden war. Durch die zuletzt im April 2010 vorgenommenen Untersuchungen lassen sich nun genauere Angaben zu Art und Dicke der Deckschicht über der gesamten Deponie machen.
Die Planungen zur nachhaltigen Sanierung werden am 11. Mai 2010 im Rahmen einer Sitzung der Commission d’Information et de Concertation, die vom Sous-Préfet von Mulhouse organisiert worden ist, präsentiert. Gleichentags findet für die Einwohnerinnen und Einwohner von Hagenthalle-Bas und Schönenbuch eine öffentliche Informationsveranstaltung in Schönenbuch statt. Die Einladungen für beide Veranstaltungen sind durch die zuständigen Behörden verschickt worden.
Die wichtigsten Schutz- und Überwachungsmassnahmen, die während der Arbeiten auf dem Gelände ergriffen werden, sind wie folgt:
- Die Abfälle werden unter einer temporären Baustellenabdeckung ausgehoben, wodurch das ausgegrabene Material vor Witterungseinflüssen geschützt und die Abluft abgesaugt und behandelt werden kann.
- Oberhalb der Aushubstelle wird das Grundwasser abgepumpt, um den Zufluss an Grundwasser in den Aushubbereich zu verringern. Im Abstrombereich der Ausgrabungen wird das Grundwasser ebenfalls abgepumpt.
- Das Grundwasser wird während der Dauer der Arbeiten gezielt überwacht.
- Die entstehende Abluft sowie das Abwasser werden gereinigt und überwacht.
- Die ausgehobenen Abfälle werden in hermetisch verschlossenen Containern abtransportiert, bevor sie in staatlich zugelassenen Anlagen entsorgt werden.
- Alle vor Ort arbeitenden Personen erhalten eine individuelle Schutzausrüstung, die sie vor dem direkten Kontakt mit Abfällen und dem Einatmen von Dämpfen schützt.
Mit den anstehenden Arbeiten, die rund ein Jahr dauern werden, hat die GI DRB das Generalunternehmen HIM GmbH beauftragt, das auf diesem Gebiet über internationale Erfahrungen verfügt. Die HIM GmbH arbeitet unter der Leitung des Projektplaners und unter Aufsicht der von der GI DRB beauftragten Unternehmen.
Der Préfet des Département Haut-Rhin wird vor dem Start der Baumassnahmen eine Verfügung erlassen. Diese Verfügung wird die Schutz- und Überwachungsmassnahmen vorgeben, durch welche die Risiken und deren potentiellen Auswirkungen kontrolliert werden.
Der über die Deponie führende Waldweg wird während der Sanierungsarbeiten für die Einwohnerinnen und Einwohner gesperrt. Sämtliche Transporte erfolgen über die eigens asphaltierte Zufahrtsstrasse auf französischem Gebiet.
Der Deponieabfall wird anschliessend zusammen mit dem ausgehobenen kontaminierten Erdreich nach Deutschland gebracht, wo er in Beseitigungsanlagen durch Verbrennung oder thermische Behandlung entsorgt wird.
Das gesäuberte Gelände wird mit Material aus der Deckschicht und mit von ausserhalb kommendem Material aufgefüllt, um Landschaftskonturen herzustellen, die sich optisch wieder den angrenzenden Parzellen anpassen. Zusätzlich wird es zur Wiederherstellung der ursprünglichen Geländebeschaffenheit aufgeforstet.
Alle Informationen für die nachhaltige Sicherung des Standortes Le Letten können auf der neuen Internetseite der GI DRB eingesehen werden: www.gidrb.ch. Interessierte können sich auch den Newsletter abonnieren, der sie über alle Phasen der bevorstehenden Sicherungsmassnahmen auf dem Laufenden hält.
Die Deponie Le Letten befindet sich in der elsässischen Gemeinde Hagenthal-le-Bas (F), etwa 300m von der Schweizer Grenze entfernt, in der Nähe von Schönenbuch im Kanton Basel- Landschaft (CH). In den 1950er- und 1960er-Jahren wurden dort Aushub und Bauschutt sowie Handwerks-, Industrie- und Chemie-Abfälle abgelagert. Die historischen Untersuchungen zeigen, dass der Anteil der Abfälle aus der chemischen und pharmazeutischen Industrie Basels rund 10% des Gesamtvolumens von etwa 35'000 Kubikmeter beträgt.
Die GI DRB plant, die Deponie Le Letten nachhaltig zu sanieren, indem alle Schadstoffe, das heisst alle Abfälle mitsamt den damit vermischten Materialien, ausgehoben und entsorgt werden. Das freiwillige Vorgehen der GI DRB ist Teil einer mit dem französischen Staat geschlossenen Vereinbarung. Alle Arbeiten gehen ausschliesslich zu Lasten der Trägerfirmen der GI DRB. Darüber hinaus wird der Préfet eine Verfügung erlassen, die die Auswirkungen der Arbeiten kontrolliert.
Mehr Informationen unter: www.gidrb.ch