Berlin / Mainz / Gorleben - Castortransportbehälter sind laut Herstellerangaben und durchgeführten Belastungstests nur für eine Aufprallgeschwindigkeit von weniger als 48 Stundenkilometer ausgelegt. Trotzdem fährt der Zug mit dem hoch radioaktiven Atommüll wesentlich schneller. Jetzt soll der Castor-Zug auch noch mit kaputter Radachse rollen. Weil dies alles unverantwortlich ist, hat sich der BUNDESVERBAND CHRISTLICHE DEMOKRATEN GEGEN ATOMKRAFT (CDAK), CDU/CSU - Mitglieder für die Überwindung der Kernenergie soeben mit folgendem Schreiben an Bundesverkehrsminister Dr. Peter Ramsauer (CSU) gewandt, das wir als Dokumentation für die Öffentlichkeit freigeben:
... im Wortlaut:
Bitte sofort vorlegen! Eilt sehr!
Bitte sofort vorlegen! Eilt sehr!
Ministerbüro ?
Bundesminister für Verkehr
Herrn Dr. Peter Ramsauer
Invalidenstraße 44
10115 Berlin
per Telefax 030/18300-1920
7. November 2010
Betreff: Castor-Transport/ Anomalien bei Radachsen
Sehr geehrter Herr Minister,
Trifft es zu, daß
- Greenpeace bei der Sichtung der Thermographiebilder- und Videos des aktuellen Castor-Transports Anomalien in der Wärmeverteilung an den Rädern festgestellt hat?
- in der radiometrischen Bildauswertung eine erhöhte Temperatur an einer Achse zwischen den Castor-Waggons sechs und sieben festgestellt wurde?
- die Deutsche Bahn und die Einsatzleitung der Polizei von Greenpeace umgehend darüber informiert wurden?
Wurde das Problem ernst genommen und umgehend untersucht?
Wurde der Atommüll-Zug so schnell wie möglich gestoppt, um alle Fahrgestelle und Achsen zu überprüfen?
Woran lag es, daß sich das Rad erwärmte?
In welcher Höhe wurden die jeweiligen Castor-Behälter von wem bei welcher Gesellschaft versichert?
Ihre unverzügliche schriftliche Antwort erwarten wir vorab per E-Mail.
Mit freundlichen Grüßen
Ulla Veith, Vorstandssekretariat
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