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03. Dezember 2010
Wehrmännerentlassung 2010 und „Grieni Fasnacht“ im Kleinbasel
Regierungsrat Hanspeter Gass hat am Freitagabend im Festsaal der Messe Schweiz 278 Angehörige der Armee aus dem Wehrdienst entlassen. Der Einladung zum letzten Antreten mit „Abgeben“ folgte ein Grossteil der eingeladenen Soldaten und Unteroffiziere mit den Jahrgängen 1976 bis 1980. Dem offiziellen Teil des Anlasses schloss sich das traditionelle Schüblig-Essen mit Programm an, bevor es dann auf die Gasse zur „Grünen Fasnacht“ durchs Kleinbasel ging.
Einen kurzen offiziellen und einen langen gemütlichen Abend gab es für jene Angehörigen der Armee, die im laufenden Jahr ihre Dienstpflicht erfüllt haben und deshalb am Freitagabend zur Wehrmännerentlassung 2010 gekommen waren. Traditionellerweise wurde ein Schüblig zum Essen gereicht, um die Wehrmänner noch einmal an die kulinarischen Höhenflüge ihrer Dienstzeit erinnern. Militärdirektor Hanspeter Gass konnte an der Entlassungsfeier eine ganze Reihe Gäste begrüssen, die mit ihrer Anwesenheit den abtretenden Wehrmännern ihre Anerkennung ausdrückten, unter ihnen Vertreterinnern und Vertreter des Nationalrates, des Grossen Rates und der Bürgergemeinde wie auch hochrangige Vertreter der Armee und die Gemeindepräsidenten von Bettingen und Riehen. Erstmal eingeladen waren zudem die Meister der Zünfte und Gesellschaften, deren Mitglieder im Mittelalter die Wehrbereitschaft erstellten.
Regierungsrat Hanspeter Gass sprach den Armeeangehörigen seinen Dank für die geleisteten Dienste aus und freute sich darüber, dass so viele seiner Einladung zum letzten „Iistooh“ gefolgt waren. Er wisse aus eigener Erfahrung, dass man mit gemischten Gefühlen zu diesem Abend antrete. Einerseits sei da die verständliche Freude, aus dem obligatorischen Militärdienst entlassen zu werden, anderseits aber auch das Bewusstsein, dass wieder ein Lebensabschnitt zu Ende geht, der hoffentlich vor allem positive Erinnerungen und Erlebnisse hinterlasse. Hanspeter Gass erinnerte daran, dass es vor allem die subsidiären Einsätze seien, die heute bei der Armee im Vordergrund stünden: „Diese subsidiären Einsätze zu Gunsten der Bevölkerung brauchen wir, vor allem, wenn die Mittel von Bund, Kantonen und Gemeinden nicht mehr ausreichen“. Gerade deshalb mache er sich als Sicherheitsdirektor eines Kantons, als Vorstand der Militärdirektorenkonferenz, aber auch als Bürger des Landes, Sorgen um die Zukunft unserer Armee. Unabhängig von allen Reorganisationsprojekten sei es wichtig, dass die Armee wieder wisse, wohin die Reise gehe und nicht zum politischen Spielball werde: „Als Sicherheitsdirektor eines Kantons bin ich daran interessiert, dass unsere Armee gut aufgestellt, gut ausgebildet und gut ausgerüstet ist. Aus eigener Erfahrung weiss ich nur zu gut, dass zwar alle Sicherheit wollen, diese aber nicht zum Nulltarif zu haben ist!“, so Regierungsrat Hanspeter Gass.
Dem offiziellen Teil der Wehrmännerentlassung und dem Schübligessen folgte die ebenso traditionelle „Grieni Fasnacht“, ein letzter Umzug der Wehrmänner im „griene Gwändli“ und mit den geladenen Gästen durch Kleinbasel, wo - auch das will die Tradition - Regierungsrat Gass Freinacht in allen Lokalen ausgerufen hatte, sofern sich dort Militärpersonen aufhielten.