Postbank Jugend-Digitalstudie 2026: Social-Media-Sucht
Jugendliche erkennen Risiken und ziehen Konsequenzen
Jugendliche verbringen durchschnittlich 64,6 Stunden pro Woche im Internet, einen Großteil davon in sozialen Netzwerken. Nahezu alle der bekanntesten zehn Social-Media-Kanäle verzeichnen im Vergleich zum Vorjahr höhere Nutzungswerte. Zugleich setzen sich viele Jugendliche kritisch mit den Risiken auseinander: Acht von zehn der 16- bis 18-Jährigen kennen in ihrem persönlichen Umfeld Menschen, die aus ihrer Sicht süchtig nach sozialen Medien sind. Viele ziehen daraus konkrete Konsequenzen und verlassen Kanäle mit Hass, Aggression oder Unwahrheiten. Das zeigt die repräsentative Postbank Jugend-Digitalstudie 2026, für die im Juli 1.000 Jugendliche im Alter von 16 bis 18 Jahren befragt wurden.
Viele Jugendliche reagieren auf problematische Inhalte in sozialen Netzwerken: Mehr als die Hälfte von ihnen hat bereits einen abonnierten Kanal verlassen, weil dort zu viel Aggression, Hass oder Unwahrheiten verbreitet wurden. 37 Prozent deaktivierten aus diesen Gründen sogar ihr eigenes Profil auf einer Social-Media-Plattform. Fast jeder Zweite kennt zudem jemanden, der bereits über soziale Medien gemobbt wurde. "Jugendliche bewegen sich selbstverständlich in sozialen Netzwerken, reflektieren deren Risiken aber durchaus kritisch. Dass viele Kanäle verlassen oder sogar ihre Profile deaktivieren, zeigt ein wachsendes Bewusstsein für die Gefahren digitaler Plattformen", sagt David Dommel, Leiter digitales Performance-Marketing der Postbank. "Diese Medienkompetenz ist sehr wichtig, weil Apps längst nicht mehr nur Kommunikationsräume, sondern zunehmend auch Verkaufsplattformen sind, auf denen Kaufimpulse unmittelbar zu Ausgaben führen."