
- 15. Oktober 2026
Biotopverbundachsen im Fokus der diesjährigen Hochrheinkonferenz
An der Hochrheinkonferenz in Rheinfelden (Baden) tauschten sich Vertreterinnen und Vertreter aus Deutschland und der Schweiz über die grenzüberschreitende Zusammenarbeit am Hochrhein aus. Im Mittelpunkt standen Biotopverbundachsen und die Frage, wie Infrastrukturprojekte und der Schutz von Lebensräumen noch besser miteinander verbunden werden können.
Im Rathaus Rheinfelden (Baden) fand am 15. Oktober 2026 die diesjährige Hochrheinkonferenz statt. Ziel war der Austausch über aktuelle Projekte und Herausforderungen der grenzüberschreitenden Zusammenarbeit. Die Konferenz wurde organisiert vom Raumkonzept Hochrhein, dem grenzüberschreitenden Netzwerk aus Gemeinden, Städten und regionalen Organisationen entlang des Hochrheins.
Biotopverbundachsen im Fokus der diesjährigen Hochrheinkonferenz
Den Schwerpunkt der diesjährigen Hochrheinkonferenz bildete das Thema Biotopverbundachsen. Nach einer Einführung in das Thema präsentierten Fachpersonen aus Deutschland und der Schweiz konkrete Beispiele zur Biotopvernetzung im Umfeld von Strassen-, Bahn- und Infrastrukturprojekten. So präsentierte ein Vertreter der DB InfraGO die Biotopvernetzungsmassnahmen an der Hochrheinbahn. Daraufhin stellten das Bundesamt für Strassen (ASTRA) und der Kanton Aargau das gemeinsame Projekt zur Grünbrücke in Zeiningen vor. Im nächsten Teil erläuterte eine Vertreterin der Deutschen Einheit Fernstrassenplanungs- und Bau GmbH (DEGES) das Vernetzungskonzept zum geplanten Verlauf der vierstreifigen Hochrheinautobahn A98. Zum Abschluss dieses Blocks präsentierte das Bundesamt für Verkehr (BAV) das neu erarbeitete Rahmenkonzept «Durchlässige Bahntrassen für die Fauna» und stellte dieses in den Kontext des Hochrheins.
Im letzten Teil der Veranstaltung wurde ein Thesenpapier zur grenzüberschreitenden Biotopvernetzung präsentiert, welches in einem Workshop von Fachpersonen gemeinsam erarbeitet wurde. Es zeigt die wichtigsten Handlungsfelder im Hochrhein auf und beschreibt mögliche Lösungsansätze und Vorgehensweisen. In der anschliessenden Saaldiskussion wurden Herausforderungen und Chancen einer besseren Vernetzung von Lebensräumen entlang des Hochrheins diskutiert. Ziel dieses Blocks war es, die Beteiligten beiderseits der Grenze miteinander ins Gespräch zu bringen, einen gemeinsamen Überblick zu schaffen und die grenzüberschreitenden Handlungsfelder für die zukünftige Zusammenarbeit zu bearbeiten.
Raumkonzept Hochrhein: Gemeinsame Entwicklung einer grenzüberschreitenden Region
Der Verein Agglo Basel und 24 Städte und Gemeinden auf beiden Seiten des Hochrheins haben gemeinsam das Raumkonzept Hochrhein entwickelt. Es verfolgt das Ziel, die grenzüberschreitende Zusammenarbeit von Städten und Gemeinden anzuregen, die Region als attraktiven Lebensraum weiterzuentwickeln und ermöglicht das Denken in grösseren Räumen. Im Zentrum steht die Frage, wie sich die Region langfristig entwickeln soll. Die Hochrheinkonferenz setzt einen Aspekt daraus um. Mehr Informationen zum Raumkonzept Hochrhein sowie die Präsentation der Hochrheinkonferenz sind auf der Website zu finden: www.raumkonzept-hochrhein.org. Die Hochrheinkonferenz dient als Plattform für den Austausch zu grenzüberschreitenden Herausforderungen und Projekten entlang des Hochrheins. Sie wird jährlich durchgeführt. Die nächste Hochrheinkonferenz findet am 20.10.2027 in Rheinfelden (Schweiz) statt.






