
- 01. September 2026
Sarah Hagmann lernt Angebote für Jugendliche in Lörrach kennen
Im Rahmen ihrer Sommertour besuchte die grüne Landtagsabgeordnete Sarah Hagmann den Jugendraum Tumringen. Dort tauschte sie sich mit Katja Thiele, Rebecca Boutouraa und Martin Rupp von der Dieter-Kaltenbach-Stiftung aus. Die Stiftung ist einer der Hauptträger für die Mobile und Offene Jugendarbeit in der Stadt Lörrach. Im Gespräch wurde die hohe Relevanz dieser Angebote für mehr Jugendgerechtigkeit und Chancengleichheit in der Stadt deutlich.
In den drei Stadtteilen Hauingen, Brombach und Tumringen stehen Jugendlichen im Alter von zehn bis 27 Jahren drei Jugendräume offen. Diese Offene Jugendarbeit soll es Jugendlichen ermöglichen, ihre Freizeit so zu gestalten, wie sie es möchten, und ein Ort sein, an dem sie mit ihrem Sein, ihren Herausforderungen und Ideen willkommen sind. Die Mitarbeiter:innen der Dieter-Kaltenbach-Stiftung sind während der Öffnungszeiten der Räume ansprechbar und machen auch einige Angebote. Sie sehen ihre Aufgabe jedoch eher darin, die Jugendlichen zu begleiten, ohne die Gestaltung des Raumes zu beeinflussen.
Neben der Offenen Jugendarbeit in den drei Jugendräumen bildet die Mobile Jugendarbeit einen zweiten eigenständigen Arbeitsbereich. Sie sucht Jugendliche dort auf, wo sie ihren Alltag verbringen – im öffentlichen Raum, an Schulen und anderen Treffpunkten – und baut dort niedrigschwellig und freiwillig Beziehungen auf. So erreichen sie Jugendliche, die institutionelle Angebote nicht nutzen und eröffnen maximal niedrigschwellig bestehende Hilfsangebote.
Durch diese beiden Formen der Jugendarbeit sollen die Jugendlichen ihre eigenen Ressourcen entwickeln können. Bei Problemen sollen sie auch einen Ansprechpartner:in finden und möglicherweise Hürden zu weiteren Hilfsangeboten überwinden können. Sie arbeiten mit Jugendlichen sowohl in Einzelfällen als auch in Gruppen. Darüber hinaus unterstützen und begleiten sie die Arbeit des Lörracher Jugendrats.
Viele grundlegende Themen junger Menschen sind geblieben – Freundschaften, Beziehungen oder der Übergang ins Berufsleben. Gleichzeitig beobachten die Fachkräfte, dass psychische Belastungen, Unsicherheiten und komplexe Problemlagen deutlich zugenommen haben. Dies wurde besonders nach der Corona-Pandemie deutlich. Es brauchte etwas Zeit, bis die Jugendlichen wieder Angebote der Jugendarbeit außerhalb des digitalen und privaten Raums annahmen. Umso wichtiger war es, dass bei den mobilen Angeboten und in den Jugendräumen Raum entstand, um über psychische Belastungen zu sprechen. Treffpunkte wie Jugendräume können kleine Entlastungsmöglichkeiten schaffen und die Resilienz der Jugendlichen stärken. Dennoch ist es dringend notwendig, dass es im neuen Zentrum für seelische Gesundheit ausreichend Plätze für Jugendliche gibt.
Sarah Hagmann MdL: „Jugendarbeit ist einer der größten Demokratie- und Präventionsmotoren, die wir haben. Jeder Euro, der in die Jugendarbeit investiert wird, spart langfristig Kosten in den Bereichen Bildung, Soziales, Gesundheit und Sicherheit. Dies zeigt sich hier im Jugendraum in Tumringen beispielhaft.“








