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26. November 2011
Basel stellt seine Energiepolitik der Internationalen Energieagentur vor
Zusammen mit dem Bundesamt für Energie hat die Internationale Energieagentur dem Kanton Basel-Stadt einen Besuch abgestattet. Das ist nicht zufällig – die Energiepolitik des Kantons ist über die Grenzen hinweg bekannt.
Die Internationale Energieagentur IEA kam am letzten Dienstag nach Basel, um die Hintergründe der Basler Energiepolitik zu erfahren. Zusammen mit dem Bundesamt für Energie liess sich eine international zusammengesetzte IEA-Delegation über die Energiepolitik des Kantons Basel-Stadt informieren.
Die Energiepolitik des Kantons Basel-Stadt stützt sich auf die folgenden vier Pfeiler ab:
- Die gesetzlichen Anforderungen an die Dämmung von Gebäuden und die Haustechnik (sie gelten als die strengsten in der Schweiz).
- Die Förderabgabe: Seit 1984 kennt der Kanton Basel-Stadt die Förderabgabe. Dank dieser stehen dem Kanton jährlich rund 10-12 Millionen Franken zur Verfügung, um Gebäudesanierungen und erneuerbare Energieträger zu fördern.
- Mit der Lenkungsabgabe wurde in den 90er Jahren eine Reduktion der Strompreise kompensiert, um die Verschwendung von Strom zu verhindern. Der Ertrag dieser Abgabe fliesst als Bonus vollumfänglich an die Basler Betriebe und Haushalte zurück.
- Die Solarstrombörse verpflichtet die Industriellen Werke Basel (IWB), jedes Jahr 2000 kWp Solarstrom zu kostendeckenden Preisen in ihr Netz einzuspeisen. Die Basler müssen also die langen Wartezeiten der nationalen kostendeckenden Einspeisevergütung (KEV) nicht abwarten.
Die IEA-Delegation zeigte sich sehr interessiert an diesen Pfeilern der Basler Energiepolitik. Weiteres Interesse fand auch die Basler Verkehrspolitik und die Wünsche Basels an den Bund (Einführung von Lenkungs- und Förderabgabe auf fossilen Brenn- und Treibstoffen).