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18. März 2009
Ist Ekel erlernt oder angeboren?
Internationale Studie zum Thema „Ekel“ schon Januar 2004 / (aus scinexx, das Wissensmagazin)
Der biologischen Funktion des Ekels sind Forscher der London School of Hygiene and Tropical Medicine auf den Grund gegangen. Ihre Schlussfolgerung aus einer umfangreichen Studie: Da gesundheitsgefährdende Objekte weltweit und in allen Kulturen eher unter die Kategorie ekelerregend subsumiert werden als harmlose, ist der Ekel vor bestimmten Dingen wahrscheinlich nicht erlernt, wie lange angenommen, sondern angeboren.
Ekel könnte auf diese Weise die Funktion besitzen, Menschen vor Krankheiten zu schützen. Für die Studie wurden weltweit mehr als 40.000 Menschen rund um den Globus über die Empfindung "Was ist eigentlich ekelhaft?" befragt.
Die Studie zeigte, dass z.B. Kot global gesehen als extrem ekelerregend eingestuft wird. "Gerade in jenen Dingen stecken Gefahren für die Gesundheit", erklärt Studienleiterin Valerie Curtis. Das lege nahe, dass es eine biologische und angeborene Programmierung gibt, die sozusagen den Kontakt mit diesen Dingen vermeidet, führt Curtis aus. Wissenschaftler waren bisher davon ausgegangen, dass der Mensch erst lernt, sich vor gewissen Dingen zu ekeln.
"Wir haben eine Prädisposition Kot ekelhaft zu finden. Umgekehrt kann man einem Kind nicht Ekel vor Orangen oder Bonbons beibringen", erklärt Valerie Curtis, die davon ausgeht, dass diese Prädisposition des Ekels genetisch verankert ist, aber im Laufe des Lebens durch Erfahrung gesteigert wird. Aus der Studie ging auch hervor, dass Frauen eine höhere Sensitivität für Abscheu und Ekel haben. Das habe möglicherweise mit der Aufgabe des Aufziehens der Kinder zu tun.
Den Aussagen der Forscherin widerspricht der Psychologe Clark McCauley von der Bryn Mawr Universität in Pennsylvania. "Dass Ekel einen evolutionären Hintergrund hat, ist offensichtlich. Das schützt uns davor, verdorbenes Fleisch zu essen. Aber Abneigung gegen verschiedene Dinge sind wesentlich von der Kultur beeinflusst", so der Experte.
Die Untersuchung von Curtis wurde mithilfe einer BBC-Website durchgeführt. Die Teilnehmer mussten verschiedene Fotos nach dem "Ekligkeitsgrad" beurteilen. Offensichtlich gibt es auch bei Tieren eine gewisse Empfindung, die dem menschlichen Ekel entspricht.
Anmerkung Ihrer STINKIWINKI-Redaktion:
Egal ob angeboren oder angelernt, wir wissen nicht erst seit dieser Studie, dass uns allen vor Hundekot ekelt, den Hundeliebhaber genauso wie den „Nicht-Hundeliebhaber“. Mit STINKIWINKI müssen Sie nicht mit Ihrer Hand und Ihren Fingern „aufräumen“, sondern das kleine faltbare Pappschäufelchen hilft Ihnen, Ihren Würge- und Brechreiz zu unterdrücke und so die Bürgersteige vor zusätzlicher Verschmutzung zu verschonen. Machen Sie mit und machen Sie das Stinki Ihres Stinkers einfach weg. Und wenn es mal schwer fallen sollte, dann denken Sie daran, was Loriot gesagt hat: „Ein Leben ohne Hund (Mops) ist möglich, aber sinnlos!“ In diesem Sinne, geben Sie Ihrem Leben einen – neuen – Sinn! Kaufen Sie sich einen Hund oder holen Sie sich Ihren besten Freund aus dem Tierheim!!!