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  • 04. März 2010

Baden-Württemberg und Schweiz wollen Kooperation im Gesundheitsbereich weiter ausbauen und pflegen

Von Tiger Gironimo
Gesundheitsministerin Dr. Monika Stolz empfängt Schweizer Amtskollegen Dr. Carlo Conti vom Kanton Basel-Stadt

„Baden-Württemberg und die Schweiz verbindet eine lange Tradition freundschaftlicher Kooperation über die Grenzen hinweg, die wir enger ausbauen und pflegen wollen“, sagte Gesundheitsministerin Dr. Monika Stolz bei der Begrüßung ihres Schweizer Amtskollegen Dr. Carlo Conti vom Kanton Basel-Stadt. Der Grenzraum Basel-Lörrach sei wirtschaftlich und kulturell ein Vorbild für grenzüberschreitende Zusammenarbeit in Europa. „Gerade der Gesundheitsbereich bietet sich für eine noch engere Verflechtung an“, so die Ministerin weiter.


Als Beispiel nannte die Ministerin das grenzüberschreitende Pilotprojekt Basel-Lörrach, das erst im Dezember 2009 für weitere fünf Jahre verlängert wurde. Ziel des Projekts ist es, die Gesundheitsversorgung zwischen Deutschland und der Schweiz zu erweitern. Patienten auf beiden Seiten der Grenze können bei den am Pilotprojekt beteiligten Kliniken stationäre Behandlungen und Rehabilitation im Nachbarland in Anspruch nehmen. Das Pilotprojekt ist damit das Laboratorium einer Grenzöffnung im Gesundheitswesen. „Wir wollen, dass unsere Bürgerinnen und Bürger von ihrem Recht auf Freizügigkeit auch im Gesundheitswesen Gebrauch machen können.. Dabei soll keine Einbahnstraße entstehen.. Wir streben an, dass für die Patienten in der Region Lörrach – Basel eine wohnortnahe Versorgung über die Grenzen hinweg zu einer Selbstverständlichkeit wird“, sagte Monika Stolz.

Gemeinsam mit Conti informierte sich die Ministerin im Robert-Bosch-Krankenhaus in Stuttgart über das Telemedizinprojekt „Partnership for the heart“. In den Telemedizinischen Zentren des Robert-Bosch-Krankenhauses und der Charité Berlin werden rund 710 Patienten mit chronischer Herzinsuffizienz daheim, in ihrer gewohnten Umgebung, mit Hilfe von Datenübertragung über Mobilfunk oder über einen Internetanschluss überwacht. „Vor allem für die Versorgungsqualität im ländlichen Raum ist dieses Projekt besonders bedeutend“, erklärte die Ministerin.

Der Besuch aus der Schweiz informierte sich insbesondere über die Erfahrungen mit Fallpauschalen und über die aktuelle gesundheitspolitische Diskussion im Zusammenhang mit dem Gesundheitsfonds. Weitere Themen sind die „Gesundheitsstrategie Baden-Württemberg“ und die Konzeption der Suchthilfenetzwerke, die die Versorgung von Suchtkranken in ihrer ganzen Komplexität erfassen und verbessern soll.


Ressort: Uncategorised