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20. März 2010
Großbrand in Grenzach-Wyhlen
Am Freitagabend, gegen 20.30 Uhr, brach in der Werkshalle einer Firma für Strahl- und Beschichtungstechnik im Degussaweg im Ortsteil Wyhlen ein Brand aus. In der Folge brannte das gesamte Firmengebäude aus. Dem umsichtigen, gezielten und schnellen Eingreifen der Feuerwehr Grenzach-Wyhlen mit Unterstützung der Werksfeuerwehren der ortsansässigen Chemieunternehmen sowie der Berufsfeuerwehr Basel, die unter anderem mit dem Feuerlöschboot vor Ort kam, ist es zu verdanken, dass das Feuer nicht auf eine angrenzende Firma mit einem dort lagernden größeren Potenzial feuer- und umweltgefährdender Stoffe übergriff.
Insgesamt waren 143 Feuerwehrhelfer im Einsatz. Der Brand war gegen 23.15 Uhr im Wesentlichen gelöscht. Das Deutsche Rote Kreuz war mit 25 Helfern vor Ort und betreute die zum Zeitpunkt des Brandausbruchs in der Werkshalle befindlichen 7 Beschäftigten. Nach derzeitigem Erkenntnisstand wurde niemand verletzt. Lediglich ein Arbeiter wurde vorsorglich zur ärztlichen Untersuchung ins Kreiskrankenhaus Lörrach gebracht. Die bisherigen Ermittlungen zur Brandursache deuten auf einen technischen Defekt im Bereich einer Lüftungs- und Absauganlage hin. Nach ersten Schätzungen entstand bei dem Brand ein Sachschaden im Bereich von circa 3 Mio. Euro. Das ausgebrannte gesamte Werksgebäude wird als einsturzgefährdet beurteilt.
In der Firma lagerten ca. 50 kg Farbe, die ebenfalls verbrannte. Durch den ABC-Trupp der Feuerwehr wurden Luftschadstoffmessungen am Brandort und an verschiedenen Messstellen innerhalb der Gemeinde Grenzach-Wyhlen durchgeführt. Hierbei konnten in keinem Fall messbare Schadstoffkonzentrationen festgestellt werden. Das Löschwasser wurde über die örtliche Kanalisation der Abwasserbehandlungsanlage zugeführt. Lediglich ein sehr geringer Teil des mit Löschschau befrachteten Löschwassers gelangte über einen Oberflächenentwässerungskanal in den Rhein. Bürgermeister Lutz und der Leiter des Amtes für öffentliche Ordnung, Herr Käuflin waren während des gesamten‚Einsatzes vor Ort, ebenso die zuständige Fachbehörde des Landratsamtes Lörrach. Die fortlaufende laufende Unterrichtung auch der Schweizer Behörden erfolgte sowohl über die anwesende Berufsfeuerwehr Basel, wie auch über die Einsatzzentrale der Polizeidirektion Lörrach.