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02. Juli 2010
Durst bei Hitze - Ältere Menschen trinken häufig zu wenig
Johanniter geben Tipps für ausreichende Flüssigkeitsaufnahme im Sommer
Freiburg - Angesichts der herrschenden Hitze machen die Johanniter auf die damit verbundenen Gefahren gerade für ältere Menschen aufmerksam. "Jetzt ist es noch wichtiger als sonst, dass Senioren genügend trinken", sagt Eva Marquardt, Leiterin des Johanniter-Pflegedienstes in Freiburg. "Denn im Alter steigt die Anfälligkeit für Störungen im Flüssigkeitshaushalt. Ein Grund ist unter anderem das sinkende Durstgefühl, oft wird das Trinken einfach vergessen."
Wasser ist das Lebenselixier unseres Körpers. Normalerweise besteht der menschliche Körper zu etwa 50 bis 60 Prozent aus Wasser. Insbesondere Senioren sollten ihre tägliche Getränkemenge im Auge behalten, um gravierende Folgen unzureichender Flüssigkeitszufuhr zu vermeiden. Die Symptome reichen hierbei von Kopfschmerzen und Schwächegefühl bis hin zu Muskelkrämpfen, Bewusstseinsstörungen und Veränderungen der Herzfrequenz. Auch bestehender Bluthochdruck wird durch Flüssigkeitsmangel gefährlich verstärkt. Fehlendes Wasser muss daher konsequent ersetzt werden, damit ein Mangel gar nicht erst entsteht.
"Zu empfehlen sind Mineralwasser, Früchte- und Kräutertees, zur Abwechslung auch Saftschorlen mit hohem Wasseranteil", so Marquardt. Und gegen geringe Mengen Kaffee und Schwarztee ist durchaus nichts einzuwenden. Wer vielseitig und abwechslungsreich trinkt, erreicht mühelos die empfohlene Menge von mindestens zwei Litern pro Tag.
Jenseits des 60. Lebensjahres sinkt der Anteil des Wassers im Körper um ca. 5 Prozent. Gleichzeitig ist das Durstgefühl verringert. Ältere Menschen vergessen das Trinken daher häufig und bemerken einen Flüssigkeitsmangel oft nicht.
Ein Tipp: Getränke für den Tag schon morgens in Reich- und Sichtweite stellen, damit sie nicht so schnell vergessen werden. Außerdem ist es empfehlenswert, zu jeder Mahlzeit, auch zu den Zwischenmahlzeiten, zu trinken.
"Wenn an heißen Tagen der Appetit fehlt, schmeckt vielleicht eine Gemüsesuppe oder Brühe. Damit werden dem Körper gleichzeitig notwendige Mineralstoffe wiedergegeben", rät Marquardt. Ein weiterer Tipp: Alle, die sich mit dem Trinken schwer tun, können zusätzlich über wasserreiche Obst- und Gemüsesorten wie Melonen, Gurken oder Erdbeeren zur Erhöhung der Flüssigkeitsmenge beitragen.
Bei Menschen, die sich nicht mehr selbstständig versorgen können, müssen Betreuer oder Pflegekräfte die wichtige Aufgabe übernehmen, regelmäßig Trinken anbieten und dabei behilflich zu sein.