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13. Juli 2010
Der Traum von einem besseren Leben
“Sin Nombre” im Mittwochskino des Gloria-Theaters
Das Regiedebüt „Sin Nombre“ des Amerikaners Cary Joji Fukunaga liefert eine ebenso intensive wie beklemmende Reise in die bizarre Gangrealität Lateinamerikas. Eine überzeugende Mischung aus Gangdrama, Lovestory und Roadmovie. Fesselnd, faszinierend und erschreckend zugleich sind die Einblicke, die in diese Lebenswelten weitab unserer Normalität gewährt werden und zugleich vorhersehbar schreitet die Handlung ab einem bestimmten Zeitpunkt voran.
Das 18-jährige Gangmitglied El Caspar verliebt sich in die junge Sayra, die sich mit ihrem Vater und ihrem Onkel als blinde Passagiere in einem Zug in die Staaten durchschlagen will. El Caspar löst sich gewaltsam von seiner Gang, um mit Sayra ein neues Leben zu beginnen. Doch seine ehemaligen Kameraden sind ihm dicht auf den Fersen - mit Mordlust in den Augen und Pistolen im Hosenbund…