
- 01. Oktober 2026
Wie Niederbayerns Thermen beim gesunden Älterwerden helfe
Bewegung, Regeneration, weniger Stress: Vieles von dem, was heute als Longevity-Trend gilt, gehört in den fünf Gesundheitsthermen seit Langem zur Praxis.
Regensburg - Möglichst lange leben - und dabei möglichst lange gesund, beweglich und selbstständig bleiben: "Longevity" ist zu einem der großen Gesundheitstrends geworden. Dabei ist vieles von dem, was sich hinter dem englischen Schlagwort verbirgt, keineswegs neu. Bewegung, Regeneration, guter Schlaf, weniger Stress und ein bewusster Lebensstil gelten seit Langem als wichtige Bausteine gesunden Alterns. In den fünf niederbayerischen Gesundheitsthermen gehören viele davon seit Jahrzehnten zur Praxis.
Dabei geht es bei Longevity längst nicht nur darum, dem Leben möglichst viele Jahre hinzuzufügen. In den Mittelpunkt rückt die "Healthspan" - die gesunde Lebensspanne: Wie gelingt es, auch im höheren Alter körperlich und psychisch fit und möglichst selbstständig zu bleiben?
Dr. med. Roger Eisen beschäftigt sich mit dieser Frage schon länger, als der Begriff Longevity populär ist. Bereits 1999 baute der heutige leitende Arzt im MY MAYR MED Resort in Bad Birnbach eines der ersten Anti-Aging-Institute Deutschlands auf. "Entscheidend für gesundes Altern ist das Zusammenspiel verschiedener Einflussfaktoren und die individuelle Situation des Menschen", sagt Eisen.
Mit der Popularität des Begriffs wächst auch die Zahl der Angebote, die damit werben. Der Bayerische Heilbäder-Verband hat deshalb Kriterien entwickelt, um Longevity fachlich einzuordnen. Ein neuer Name allein reicht nicht: Gesundheitliches Ziel, nachvollziehbare Methode und fachliche Qualifikation müssen zusammenpassen. Wichtig ist zudem, dass sich Impulse in den Alltag übertragen lassen.
Genau hier setzen die fünf Gesundheitsthermen im Bayerischen Thermenland an. Statt eines einheitlichen Longevity-Programms bringt jede ihre über Jahre gewachsene Kompetenz ein.
In Bad Füssing steht Beweglichkeit im Mittelpunkt: Die Europa Therme konzentriert sich auf den Bewegungsapparat und verbindet beim Angebot "Sanfte Bewegung" Thermalbaden mit Schwefel-Gas-Bad und Vital-Rückenmassage. Bad Griesbach richtet mit "Neue Energie" und einer Kombination aus Thermalbaden, Aktivmassage und Gymnastik den Blick auf Herz und Kreislauf.
Bad Birnbach setzt den Schwerpunkt auf Stressprävention und verbindet bei "Tiefe Ruhe" Heilbaden mit Anti-Stress-Massage und bewusster Entspannung. Bad Gögging kann mit Thermalmineralwasser, Naturmoor und Schwefel gleich drei ortsgebundene Heilmittel einbringen. Das Angebot "Moor Balance" verbindet den Thermenbesuch unter anderem mit einem Moorpeeling. Bad Abbach wiederum richtet den Blick auf Stressprävention, Muskulatur und Psyche - und damit auf körperliche ebenso wie mentale Regeneration.
"Gesundheit entsteht nicht allein durch eine Anwendung. Entscheidend sind auch die Menschen, die unsere Gäste begleiten, zuhören und mit ihrer fachlichen Erfahrung Orientierung geben", sagt Franz Altmannsperger, Geschäftsführer der Gesundheitsthermen.
Denn gesundes Älterwerden entscheidet sich nicht während einiger Stunden im Thermalwasser. Ein Aufenthalt kann aber erfahrbar machen, was im Alltag oft abstrakt bleibt: wie sich gezielte Bewegung anfühlt, was bewusste Regeneration bewirken kann und wie es gelingt, Stress gezielt zu reduzieren.
Darin liegt auch die Verbindung zwischen dem neuen Longevity-Trend und der langen Gesundheitstradition der niederbayerischen Heilbäder: Das Altern können sie nicht aufhalten. Aber sie können Impulse geben, um möglichst viele Lebensjahre gesund, beweglich und selbstbestimmt zu verbringen.
Mehr Informationen: diegesundheitsthermen.de







