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22. April 2008
Das Habsburger Gedenkjahr
Im Habsburger Gedenkjahr 2008 werden die erste urkundliche Erwähnung der Habsburg vor 900 Jahren (1108) und die Ermordung von König Albrecht I. vor 700 Jahren (1308) gewürdigt.
Im Frühsommer 2006 erkundigte sich der Gemeinderat Habsburg nach dem „Alter“ des Schlosses Habsburg. Das Staatsarchiv des Kantons Aargau bestätigte die erste urkundliche Erwähnung des Stammsitzes des später mächtigsten europäischen Adelsgeschlechtes im Jahr 1108. Zudem rückte ein zweites geschichtsträchtiges Datum ins Blickfeld: Die Bluttat Johannes von Schwaben an König Albrecht I., 1308, die zur Errichtung der habsburgischen Gedächtnisstätte Königsfelden führte.
Der Regierungsrat unterstützte den Vorschlag aus Habsburg für eine Würdigung der beiden historischen Ereignisse. Denn die Habsburger hinterliessen im Aargau ein reiches Kulturerbe mit Schlössern und Klöstern, Urkunden und Stiftungen, Stadtrechten und mittelalterlichen Stadtkernen. Darin steckt auch touristisches Potenzial. Das Habsburger Gedenkjahr 2008 bietet Gelegenheit, diese Kulturgüter ins Licht zu rücken, das Geschichtsbewusstsein zu fördern und die aargauische Identität zu stärken.
Ein 18-köpfiger Beirat entwarf Ideen für Gedenkjahr- Anlässe. Mehrere Aargauer Habsburger Orte nahmen die Vorschläge auf. Das Generalprogramm umfasst mittlerweile rund 70 Veranstaltungen: Vorträge, Führungen, Ausstellungen, Buchvernissage, Konzerte, Workshops für Schüler, Stadt- und Jugendfeste, mittelalterliche Märkte, Königsfelder Festspiel, eine internationale Tagung zum Thema „Habsburger Herrschaft vor Ort – weltweit (1300-1600)“ und die offizielle Feier zum Habsburger Gedenkjahr. Der Trägerverein Habsburger Gedenkjahr koordiniert und unterstützt die Aktivitäten durch Mitglieder- und Sponsorenbeiträge. Weitere Angaben www.habsburg.ch