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  • 06. Januar 2011

Aus reiner Freude studieren

Von Victor-Klemperer-Akademie
Kunstgeschichte für Menschen ab 50 bietet die Freiburger Victor-Klemperer-Akademie. Das Trimester italienischen Renaissance beginnt am 12.01.2011.

Wie ein Krimi sei die Beschäftigung mit Kunstwerken, hört man die Studierenden der Klemperer-Akademie sagen. Kunstgeschichte ist für sie der Versuch, den Geheimnissen des Lebens auf die Spur zu kommen, denen sich Künstlerinnen und Künstler jeweils in ihrer Zeit annäherten. Dies ist für den Kunstwissenschaftler Dr. Christof Diedrichs, der vor fast drei Jahren die in Freiburg ansässige Akademie gründete, der Reiz der Beschäftigung mit Kunstwerken und künstlerischen Menschen. Weil das Anschauen und Verstehen wie Detektivarbeit sein kann, profitieren davon Interessierte, die auch vor dem Hintergrund eigener Lebensfragen kulturelle wie geschichtliche Zusammenhänge besser verstehen wollen. Neben dem Studium der Europäischen Kunstgeschichte vom Mittelalter bis zur Gegenwart gehört auch die gemeinsame ‚Entdeckung‘ der regionalen Kunstgeschichte Südwestdeutschlands zum Programm der Akademie.

Der Dozent als Wissensvermittler Moderator und Berater bringt Lernaktivitäten in Gang, so dass eine Form der gemeinsamen Arbeit entsteht, die von gemeinsamem, partnerschaftlichen Tun geprägt ist. Die Teilnehmer sind aufgefordert, Interessene und Vorkenntnisse einzubringen. Ihre Schritte auf dem Weg zu eigenen Forschungsprojekten werden vom Dozenten aktiv begleitet. Der Namenspatron der Akademie, Prof. Dr. Victor Klemperer (181-1960), wurde durch sein 1947 erschienenes Werk „LTI – Notizbuch eines Philologen“ bekannt. Klemperer durchschaute die Nazis anhand ihrer Sprache und wurde von ihnen mehrfach ins Gefängnis gesteckt, sah sich aber selbst nicht als Held. Seine heimlich und unter Lebensgefahr geführten Tagebücher zeigen, welche Bedeutung wissenschaftliches Denken haben kann, gewähren sie doch einen ungewöhnlich tiefen Einblick in den Alltag dieser Zeit. Auch der Akademiegründer Dr. Diedrichs hat den Drang zum kritischen Hinterfragen. Fachlich ist er stolz darauf, nach langer Forschungstätigkeit nicht mehr ‚nur‘ Kunst-, sondern darüber hinaus Kulturhistoriker zu sein und die didaktische und fachliche Qualität seiner Angebote auf eine Zielgruppe lebenserfahrener Menschen ausgerichtet zu haben, die sich nach Berufs- und Familienzeit intensiv eigenen Interessen im Bereich der Kultur zuwenden wollen. Zu Beginn des Frühjahrstrimesters 2011 können wieder Studierende aufgenommen werden. Thema wird die Kunst der Renaissance in Italien sein, was sich sehr gut zum Einstieg in ein Studium der abendländischen Kunstgeschichte eignet.

Information und Anmeldung:  www.klemperer-akademie.de
Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein., Tel. 07634-503 139

Ressort: Uncategorised