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22. Mai 2026
Auszeichnung für digitale Demokratie-Innovation
„Wahlkompass“ der Erzdiözese gewinnt Deutschen Preis für Onlinekommunikation
Freiburg (pef). Großer Erfolg für die digitale politische Bildung in der Erzdiözese Freiburg: Das Projekt „Wahlkompass“ ist gestern Abend (21.5.) in Berlin mit dem renommierten Deutschen Preis für Onlinekommunikation (DPOK) 2026 ausgezeichnet worden. In der Kategorie „AI-Insights & Automation“ setzte sich das innovative Tool gegen namhafte Konkurrenz durch.
Der DPOK wird jährlich von der Fachzeitschrift KOM (ehemals „pressesprecher“) verliehen und gilt als der wichtigste Gradmesser für digitale Exzellenz und wegweisende Online-Kampagnen im deutschsprachigen Raum. Die Jury des DPOK besteht aus Kommunikationsfachleuten, die unterschiedlichste Erfahrungen einbringen. Sie kommen aus der Unternehmenskommunikation und PR, aus Wissenschaft und Medien, aus Konzernen, KMU, Verbänden und NGOs.
KI als neutraler Navigator im Informationsdschungel
Die Erzdiözese Freiburg hatte den „Wahlkompass“ zur Bundestagswahl 2025 entwickelt, um Bürgerinnen und Bürgern in Zeiten zunehmender Informationsüberflutung und Polarisierung eine fundierte, objektive Orientierung zu bieten. Das Onlinetool analysierte die Wahlprogramme aller Parteien sowie alle relevanten Dokumente der Katholischen Soziallehre und machte sie für die Nutzerinnen und Nutzer durch KI-Unterstützung direkt vergleichbar. Das Angebot wurde auch weit über das Gebiet der Erzdiözese Freiburg hinaus wahrgenommen.
„Dieser Award ist eine großartige Bestätigung für unsere Arbeit“, freut sich Hannah Biller vom Referat "Kirche in Gesellschaft und Politik" im Erzbischöflichen Seelsorgeamt Freiburg. „Wir wollten zeigen, dass KI mehr kann als nur Texte generieren. Sie kann Barrieren abbauen, die komplexe politische Landschaft transparent machen und echten gesellschaftlichen Mehrwert stiften.“ „Der Gewinn des DPOK zeigt, dass wir den Nerv der Zeit getroffen haben und die Kommunikation der Zukunft agil, digital und gemeinwohlorientiert gedacht werden muss.“, ergänzt der Leiter der Hauptabteilung Pastoral Ordinariatsrat Thorsten Gompper.
Für den Leiter der Kommunikation in der Erzdiözese, Dr. Michael Hertl, beweist der Erfolg ein weiteres Mal, dass digitale Tools und KI große Chancen bieten, die Botschaft des Evangeliums auch in der heutigen Gesellschaft wahrnehmbar zu machen: „Die große Resonanz auf das Projekt und der Gewinn des Awards ermutigen uns dazu, diesen Weg weiter zu verfolgen.“
Foto (privat / Carolin Scheidel): Dr. Carolin Scheidel und Philipp Brutscher beim Empfang des Preises





