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21. Februar 2014
Lonza räumt mehr Quecksilberemissionen ein
Lonza revidiert ihre Zahlen zu den Quecksilberemissionen heute zum ersten Mal nach oben. Sie hat mehr des Schwermetalls in den Grossgrundkanal geleitet als sie bisher angab: Neu nennt sie einen Gesamtverbrauch an Quecksilber von 350 Tonnen zwischen 1930 und 1973. Davon will sie nicht mehr nur 28 Tonnen sondern neu geschätzte 50 Tonnen ins Wasser des Kanals geleitet haben. Der Rest soll auf dem Werkgelände oder in Deponien liegen, wiederaufbereitet worden oder in die Luft gelangt sein.
Die Ärztinnen und Ärzte für Umweltschutz (AefU) begrüssen, dass Lonza über die Bücher geht und ihre Resultate offen legt. Sie zweifeln aber verschiedene Annahmen von Lonza an, wie die AefU gestern gegenüber der Firma in einem direkten und offenen Gespräch dargelegt haben. Deshalb halten wir an der Grössenordnung der Quecksilberemissionen von rund 200 Tonnen durch Lonza in den Kanal fest.
Wir warten gespannt darauf, was die weiteren Abklärungen des Konzerns ans Tageslicht bringen werden.
Lonza soll zudem:
- alle Unterlagen über die Acetaldehyd-, Chlorgas- und Vinychlorid-Produktion mit Quecksilber, offen legen, ebenso die Berichte über die historischen und technischen Untersuchungen.
- die Kosten für die Sanierung bzw. Reinigung der verseuchten Böden, des Grossgrundkanals sowie der Rhone übernehmen.
- systematische Untersuchungen der Quecksilberbelastung der Bevölkerung (epidemiologische Studien) sowie der Umwelt durch unabhängige Institutionen finanzieren.





