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Chatbots sind das Heute, KI-Agenten das Morgen
  • 09. März 2026

Chatbots sind das Heute, KI-Agenten das Morgen

Von Thu Huong Tran | dot.Secure

- Aktuelle Studie zeigt Wandel im B2B

Jena/Köln – Chatbots sind längst im Arbeitsalltag von Mitarbeitenden im Bereich Vertrieb und Beschaffung angekommen. Das zukünftige Potenzial für KI-Unterstützung durch autonome Agenten wird als enorm hoch eingeschätzt. Das sind zentrale Erkenntnisse aus der neu veröffentlichten Studie »Agentic Readiness im B2B Commerce« von dotSource und dem ECC Köln. 

Status quo: KI-Chatbots sind keine Zukunftsmusik mehr 

Die Studie zeigt: Chatbots unterstützen bereits heute viele Prozesse in Beschaffung und Vertrieb. Auf Einkäuferseite kommen KI-Chatbots insbesondere für Kostenanalyse und -optimierung (46 Prozent), bei Angebotsanfragen und Angebotsbewertungen (46 Prozent) sowie in der Lagerverwaltung (37 Prozent) zum Einsatz. Der Vertrieb nutzt sie vor allem für Kommunikation und Angebotserstellung (41 Prozent), zur Nachbereitung und Dokumentation (42 Prozent) sowie für Recherchen und Terminvereinbarung (36 Prozent). 

»Unsere Studie zeigt deutlich: KI-Chatbots und KI-Agenten in B2B-Unternehmen sind längst kein Zukunftsthema mehr. Es empfiehlt sich, in Unternehmen klare Anwendungsfelder zu definieren, damit sie zielgerichtet eingesetzt werden können. Zugleich sollten Unternehmen Pilotprojekte mit klaren KPIs aufsetzen und KI strategisch im Unternehmen verankern – nur so entsteht messbarer Mehrwert und nachhaltiger Wettbewerbsvorteil«, so Dr. Kai Hudetz, Geschäftsführer IFH KÖLN.

Blick nach vorn: KI-Agenten werden als Standard erwartet 

Die Befragten rechnen fest damit, dass KI-Agenten die nächste Ausbaustufe dieser Entwicklung bilden werden: Knapp zwei Drittel der Beschaffenden (64 Prozent) gehen davon aus, dass KI-Agenten sich als Standard in der B2B-Beschaffung etablieren, im Vertrieb erwarten dies 54 Prozent. Bereits jetzt hat das Thema in vielen Unternehmen hohe Priorität auf Management-Ebene, bestätigen 57 Prozent der Befragten im Einkauf und 52 Prozent im Vertrieb. Entsprechend hoch ist die Erwartung an den geschäftlichen Mehrwert: Rund 80 Prozent sehen in KI-Agenten große Chancen zur Steigerung der Prozesseffizienz, 78 Prozent erwarten Vorteile bei Kosteneffizienz und Profitabilität. 

»Human in the Loop« bleibt zentral: Autonom, aber nicht ohne Kontrolle 

In autonomen Agent-zu-Agent-Interaktionen sehen die Befragten ein deutliches Potenzial für die B2B-Zukunft, besonders für standardisierbare Prozesse wie etwa Ersatzteilbestellungen. Gleichzeitig wollen die Mitarbeitenden diese Innovation nicht völlig sich selbst überlassen: 81 Prozent der Befragten im Procurement und 83 Prozent im Vertrieb wünschen sich ausdrücklich die Möglichkeit, bei Entscheidungen von KI-Agenten eingreifen zu können. Agentic Commerce wird damit klar als »Human in the Loop«-Szenario verstanden: Während autonome KI-Agenten Prozesse automatisieren, bleiben Menschen als wichtige Kontroll- und Korrekturinstanz eingebunden.

Zu wenig digital: Viele Unternehmen sind (noch) nicht »agentic ready« 

Allerdings verdeutlicht die Befragung auch, dass viele Unternehmen für den Einsatz von KI-Agenten noch nicht ausreichend vorbereitet sind: Besonders im Vertrieb sehen 88 Prozent der Studienteilnehmenden Verbesserungsbedarf bei der nahtlosen Verknüpfung von ERP- und CRM-Systemen; die Standardisierung von Produktdaten und Preisen nennen 83 Prozent als wichtige Baustelle – und 82 Prozent sogar die Datenqualität insgesamt.

»Die Erwartungshaltung von Beschaffenden sowie von vertrieblicher Seite an KI-Agenten ist groß. Beide Seiten sehen Effizienz- und Kostenvorteile. Um dieses Potenzial von KI-Systemen vollständig zu erschließen, gilt es insbesondere, den Automatisierungsgrad weiter zu erhöhen. Dazu zählen vor allem eine konsequente Verbesserung der Datenbasis sowie eine engere Integration bestehender Systeme. Parallel dazu entwickeln sich aktuell wichtige Rahmenbedingungen in den Bereichen Compliance und Governance, die den Einsatz von KI-Agenten künftig noch sicherer und effizienter gestalten werden«, erklärt Christian Otto Grötsch, Gründer und Vorsitzender des Verwaltungsrats der Digitalagentur dotSource SE.

Stillstand ist keine Option: Was Unternehmen jetzt tun sollten 

Aus den Erkenntnissen der Studie ergeben sich klare Prioritäten: Unternehmen sollten zunächst ihre Datenqualität verbessern, ihre bestehenden Systeme stärker integrieren und Workflows konsequent digitalisieren. Ergänzend empfehlen die Herausgeber der Studie als Fazit, gezielt KI-Kompetenzen im Unternehmen aufzubauen und KI-Agenten in klar definierten Use Cases mit messbaren KPIs zu testen – stets mit dem »Human in the Loop«, um menschliche Kontrolle gezielt einzubinden.  

Die Studie »Agentic Readiness im B2B Commerce« kann ab sofort hier kostenfrei heruntergeladen werden. 

Über dotSource 

Seit 2006 ist dotSource branchenübergreifender Spezialist für digitale Transformation. Von der ersten Idee bis zum messbaren Erfolg. Für KI und jedes andere Strategie- und Technologieprojekt. Dafür sorgen 500 Digitalexpertinnen und -experten mit einem tiefen Marktverständnis und jahrelanger Erfahrung. Sie begleiten Unternehmen wie Alnatura, hessnatur, KWS, Messe Düsseldorf, Rossmann, Würth oder Netto Digital mit skalierbaren KI-getriebenen Lösungen in Marketing, Vertrieb und Services. Nutzerzentriert, datengestützt und beratungsstark. Von KI-Strategie, Branding, Konzeption UX-Design und Realisierung über Conversion-Optimierung und dem Betrieb in der Cloud bis zu Business Intelligence.

Mehr unter: dotSource KI-Agentur 

Über das ECC KÖLN 

Seit 1999 ist das ECC KÖLN als Tochtermarke des renommierten IFH KÖLN (Institut für Handelsforschung) eine treibende Kraft im E-Commerce. Unser Ziel ist es, Händlern, Herstellern und Lösungsanbietern eine einzigartige und exklusive Wissens-, Beratungs- und Networking-Plattform zu bieten, um sie fit für die Zukunft des Handels zu machen. Mit unserem Netzwerk ECC CLUB haben wir eine inspirierende und stark vernetzte Community aus allen Handelsbranchen geschaffen. Unsere Strategieprofis rund um ECC NEXT begleiten Unternehmen strategisch in die digitale Zukunft. Mehr unter: ECC Köln


Ressort: Hochrhein

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