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co2online warnt vor Fehlanreizen im Gebäudemodernisierungsgesetz
Energieausweis-co2online ©Marc Beckmann, co2online
  • 25. Februar 2026

co2online warnt vor Fehlanreizen im Gebäudemodernisierungsgesetz

Von co2online gemeinnützige GmbH

Grüngasquoten führen Haushalte langfristig in eine Kostenfalle

Berlin, 25. Februar 2026. Das derzeit diskutierte Gebäudemodernisierungsgesetz droht, Fehlanreize zu setzen: Eine verpflichtende Grüngasquote im Wärmemarkt lässt den weiteren Einsatz und sogar den Neueinbau von Gasheizungen wirtschaftlich attraktiver erscheinen. Genau das würde jedoch Haushalte in eine langfristige Kostenfalle führen.

Langfristige Kostenrisiken für Verbraucher

Für Haushalte ist der Einbau einer neuen Gasheizung eine langfristige Investition. Zukünftige Entwicklungen, wie steigende CO₂-Preise, wachsende Netzentgelte sowie höhere Preise für „grüne Gase“, können die Betriebskosten deutlich erhöhen. Diese Risiken lassen sich heute nicht vollständig abschätzen, wodurch die Gefahr von Fehlinvestitionen steigt.

Kapitalbindung statt Modernisierung

Kapital, das in Gasheizungen, Gasnetzen und Gaslieferungen gebunden ist, steht nicht für notwendige Modernisierung und Instandhaltung am Gebäude zur Verfügung. Besonders betroffen wären Mieter und einkommensschwache Haushalte, denn steigende Gaspreise führen nicht automatisch zu passenden Modernisierungsinvestitionen oder spürbaren Einsparungen.

Warum jetzt langfristig planen sinnvoll ist

Heizsysteme auf Basis erneuerbarer Energien, allen voran Wärmepumpen, sind im Schnitt bereits heute günstiger im Betrieb als fossile Heizungen. Langfristig rechnen sich erneuerbare Systeme wegen deutlich geringerer laufender Kosten.

Markttrends unterstützen diese Entwicklung: Im letzten Jahr wurden bereits rund 300.000 Wärmepumpen installiert, das Handwerk bildet sich fort und die Heizungsindustrie verlagert ihre Produktion auf effiziente Wärmepumpen „Made in Germany“.

Praxisangebot: unabhängige Prüfung und Beratung

Verbraucher können kostenfrei prüfen, welche Modernisierungsmaßnahmen und Heizsysteme für ihr Gebäude wirtschaftlich sinnvoll sind, zum Beispiel mit dem ModernisierungsCheck von co2online (www.co2online.de/modernisierungscheck). Unabhängige Tools, neutrale Beratung und fachliche Begleitung helfen, Fehlinvestitionen zu vermeiden und die beste langfristige Lösung zu finden.

„Das neue Gesetz darf nicht dazu führen, dass Haushalte in eine teure, veraltete Technologie investieren“, sagt Tanja Loitz. „Die Bundesregierung muss darauf achten, dass rechtliche Regelungen keine Fehlanreize setzen. Verbraucher brauchen jetzt Orientierung, und keine falsche Sicherheit.“

Über co2online

Die gemeinnützige Beratungsgesellschaft co2online (www.co2online.de) steht für Klimaschutz, der wirkt. Mehr als 50 Energie- und Kommunikationsexperten machen sich seit 2003 mit Kampagnen, Energierechnern und PraxisChecks stark dafür, den Strom- und Heizenergieverbrauch in privaten Haushalten auf ein Minimum zu senken. Die Handlungsimpulse, die diese Aktionen auslösen, tragen messbar zur CO2-Minderung bei. Im Fokus stehen Strom und Heizenergie in Gebäuden, Modernisierung, Bau sowie Hilfe im Umgang mit Fördermitteln. Unterstützt wird co2online unter anderem vom Bundesumweltministerium, dem Umweltbundesamt sowie von Medien, Wissenschaft und Wirtschaft.


Ressort: Energie und Umwelt

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