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DIHK-Präsident Eric Schweitzer: "Ich gehe davon aus, dass die Bundesregierung den Familienunternehmen in Deutschland unmittelbar nach dem Urteil des Bundesverfassungsgerichts ein klares Signal gibt. Es muss auch in Zukunft möglich sein, Unternehmen ohne zusätzliche Erbschaftsteuerbelastungen auf die nächste Generation zu übertragen. Das hat die Politik im Koalitionsvertrag so vereinbart. Außerdem erhalten wir so unsere mittelständische Wirtschaft, um die uns die ganze Welt beneidet.
Fällt die Verschonung des Betriebsvermögens weg, bringt das pro Jahr rund 500.000 Arbeitsplätze in Deutschland in Gefahr. Denn bei geltenden Steuersätzen verdreifacht sich im Erbfall die Steuerlast auf insgesamt ca. 15 Milliarden Euro. Das Geld fehlt dann den Unternehmen für wichtige Investitionen. Wettbewerbsfähigkeit und Existenz vieler Unternehmen wären gefährdet.
Darüber hinaus sind erhebliche Dominoeffekte zu befürchten: Einnahmen aus der Lohn- bzw. Einkommensteuer sowie bei der Sozialversicherung und aufgrund eines geringeren Konsums auch bei der Umsatzsteuer würden sinken. Bei einem Verlust von 500.000 Arbeitsplätzen sind das ca. 10 Mrd. Euro weniger für die öffentlichen Kassen. "