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Sarah Hagmann besucht das Weingut Schöpflin in Binzen
WEINGUT SCHÖPFLIN - D Burkhardt, S Hagmann, T Schöpflin
  • 29. Dezember 2025

Sarah Hagmann besucht das Weingut Schöpflin in Binzen

Von Erika Mitterhuber, Administration

Kürzlich besuchte die Landtagsabgeordnete der Grünen, Sarah Hagmann, das Ecovin-Weingut Schöpflin in Binzen. Im Gespräch mit den beiden jungen Winzern Dina Burkhardt und Timo Schöpflin tauschte sie sich über die aktuellen Herausforderungen im Weinbau aus.

Dina Burkhardt und Timo Schöpflin widersetzen sich einem Trend: Aus Liebe zur Weinbaukultur begannen sie im Jahr 2017 mit dem Weinbau. Sie übernahmen zunächst einige Reihen von einem ökologisch zertifizierten Winzer, um ihren eigenen Wein zu produzieren. Über die Jahre konnten sie weitere Flächen von älteren Winzer:innen erwerben, die ihre Flächen reduziert bzw. ganz aufgegeben haben. Werden solche Rebflächen nicht weiterbewirtschaftet, verwildern sie nicht selten, was die Vermehrung der amerikanischen Rebzikade und in der Folge weitere Rebkrankheiten beschleunigen kann. So wurde in diesem Jahr erstmals die von der Rebzikade übertragene bakterielle Krankheit „Goldgelbe Vergilbung“ auch hier in Südbaden festgestellt. Trotzdem bewirtschaften die beiden Winzer:innen inzwischen mit viel Leidenschaft und Energie eine Fläche von insgesamt zwei Hektar in Binzen und Ötlingen. Ihnen ist es wichtig, dass der Weinbau und die die Landschaft prägende Kultur im Markgräflerland erhalten bleiben.

Die beiden Winzer:innen und die Abgeordnete waren sich einig, dass der Klimaschutz gesamtgesellschaftlich wieder stärker in den Fokus rücken müsse. Denn die Folgen des Klimawandels sind in der Landwirtschaft bereits jetzt stark spürbar. Wenn Witterungen immer extremer werden, bedeutet dies ganz klar auch wirtschaftliche Verluste für den Weinbau. So war beispielsweise 2021 aus Winzersicht ein viel zu nasses Jahr. Dies erschwert insbesondere im ökologischen Weinbau den Schutz der Pflanzen vor Pilzkrankheiten.

Sarah Hagmann: „Der Weinbau ist ein wichtiger Wirtschaftszweig in Baden-Württemberg. Hier entsteht durch harte Arbeit echte wirtschaftliche Leistung. Beim Weinbau zeigt sich deshalb einmal mehr: Es gibt kein Entweder-oder zwischen Klimaschutz und wirtschaftlicher Leistung. Wir brauchen Klimaschutz für viele Wirtschaftszweige in Baden-Württemberg. Gerade im Weinbau gibt es viele Herausforderungen. Aber ich bin mir sicher, dass sich das Weinbauland Baden-Württemberg neu erfinden kann. Hierfür ist jedoch eine klare Unterstützung in Form guter Rahmenbedingungen erforderlich, beispielsweise die weitere Entwicklung pilzresistenter Rebsorten und die Weiterentwicklung der Genossenschaftsmodelle.“

Aus Sicht von Dina Burkhardt und Timo Schöpflin wäre es ein wichtiges Element für gute Rahmenbedingungen, wenn im Ökoweinbau bald wieder Kalium-Phosphonate als Schutzmittel eingesetzt werden dürften. Dies wird in der EU derzeit intensiv diskutiert, zuletzt im Juli 2025, als ein Expertenbericht unter anderem zu diesem Mittel veröffentlicht wurde. Eine abschließende Entscheidung über den deutschen Antrag vom November 2024 auf Zulassung ist von der EU-Kommission noch nicht getroffen worden. Den Antrag hatte der damalige Landwirtschaftsminister im Bund, Cem Özdemir, klar unterstützt. Denn diese Alternative kann dem Öko-Weinbau dabei helfen, den Einsatz von Kupfer zu reduzieren.

Weitere Informationen:


Ressort: Hochrhein

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