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Bad Säckingen ist Vorbild im Rezeptbuch für attraktive Innenstädte
Victoria Arens, Innenstadtberaterin bei der IHK Hochrhein-Bodensee, ordnete Bad Säckingen für die Online-Ausgabe des Rezeptbuchs für attraktive Innenstädte ein. Mit dem Rezeptbuch teilt der Baden-Württembergische Industrie- und Handelskammertag Erkenntnisse aus fünf Jahren Innenstadtberatung in 123 Kommunen | Titelbild Rezeptbuch: KI-generiert
  • 20. Februar 2026

Bad Säckingen ist Vorbild im Rezeptbuch für attraktive Innenstädte

Von Dr. Bettina Fettich-Biernath | IHK Hochrhein-Bodensee

Bad Säckingen überzeugt in der Kategorie „Altstadt à la Carte“

Eine weitläufige Fußgängerzone, eine große Gastronomie-Auswahl und „Parkkarten“ für 30 Minuten seitens der Händlergemeinschaft: Das sind drei von mehreren Zutaten, die Bad Säckingen zu einer Beispielstadt für attraktive Innenstädte machen. Das entsprechende Rezeptbuch des Baden-Württembergischen Industrie- und Handelskammertags (BWIHK) bietet Handlungsanleitungen zum „Nachkochen“ für Kommunen, Wirtschaftsförderungen und lokale ehrenamtliche Akteure, vor allem in Städten bis zu 50.000 Einwohnern. Zu finden sind Rezepte wie „Touristen-Tapas“, „Landküche zum Mitnehmen“ oder „Altstadt à la Carte“, wofür Bad Säckingen in der Online-Ausgabe als eine der Beispielstädte ausgewählt wurde.

„Ziel der IHK-Innenstadtberatung ist es, in den Kommunen zu identifizieren, was den Besuchern gut ‚schmeckt‘ und was noch schmackhafter zubereitet werden müsste, um zum (erneuten) Besuch einzuladen“, erklärt Victoria Arens, Innenstadtberaterin der IHK Hochrhein-Bodensee. „Gemeinsam mit den ‚Köchen vor Ort‘ überlegen wir dann Maßnahmen, um die Innenstadt attraktiver zu gestalten – es wird ein passgenaues Rezept entwickelt.“

Rezept einer charmanten Altstadt

Das Rezept von Bad Säckingen fasst der Baden-Württembergische Industrie- und Handelskammertag mit „Altstadt à la Carte“ zusammen. Die Innenstadt erwies sich sogar als Benchmark: Besucherinnen und Besucher bewerteten sie sehr positiv, auch wenn man die Ergebnisse der Befragungen in 123 Kommunen in Baden-Württemberg vergleicht. Touristen zeigten sich noch begeisterter als Einheimische. „Für die positive Wahrnehmung ist das Altstadtflair mit der überdachten Holzbrücke eine gute Grundzutat. Ausschlaggebend ist aber, dass Bad Säckingen dieses Potenzial auf vielen Ebenen nutzt und immer wieder ‚abschmeckt‘“, sagt Victoria Arens, die das Projekt Innenstadtberatung in Bad Säckingen im Jahr 2024 durchgeführt hat. So wird die Stadtgeschichte bei regelmäßigen öffentlichen oder digitalen Führungen erzählt und Kinder lernen die Geschichte mit dem Maskottchen Kater Hiddigeigei bei einer Stadtrallye kennen.

Besucher heißt Bad Säckingen mit Blumenschmuck im Zentrum willkommen, Wasserspiele umrahmen die Kulisse, der Wochenmarkt gibt Anlass zum Besuch und in den Sommermonaten 2025 unterhielten erstmals Kleinkünstler regelmäßig die Gäste. „Diese erfolgreiche Zubereitung der ‚Zutaten‘, führt dazu, dass Besucher sich in Bad Säckingen sehr wohlfühlen, gerne bummeln, shoppen und das kulinarische Angebot genießen. So funktioniert eine lebhafte und attraktive Innenstadt“, sagt Victoria Arens.

Bürgermeister Alexander Guhl betont: „Es ist die bunte Mischung aus Geschichte, gelebter Tradition, modernem Geist und vielfältigem Leben, die unser Bad Säckingen so einzigartig und lebenswert macht. Wenn unsere Menschen sich hier mit Herz und Seele zuhause fühlen, wird diese Wärme spürbar – nicht nur für uns, sondern für jeden Besucher und jeden Gast, der unsere Stadt betritt. So entsteht lebendige Stadtgeschichte, die verbindet und begeistert.“

Lebendige Innenstadt: kein Selbstläufer

Grundlage des „Rezeptbuchs für eine attraktive Innenstadt“, das seit Herbst 2025 online zugänglich ist, sind fünf Jahre Innenstadtberatung in 123 Kommunen sowie 14.000 Interviews mit Passanten. Gefördert wird das Projekt der Innenstadtberatung vom Ministerium für Wirtschaft, Arbeit und Tourismus in Stuttgart. Im Gebiet der Industrie- und Handelskammer Hochrhein-Bodensee haben bisher neun Kommunen am Projekt teilgenommen, 2026 kommen weitere sechs Kommunen hinzu.

„Einkaufen bleibt das wichtigste Besuchsmotiv, Gastronomie und Wochenmärkte sind starke Magnete“, sagt IHK-Innenstadtberaterin Victoria Arens. „Attraktivitätskiller sind dagegen schlechte Erreichbarkeit und fehlendes Ambiente. Wenn das Ambiente nicht als gut empfunden wird, hat das einen großen Effekt auf die Gesamtattraktivität.“

Zu den Beispielstädten des Rezeptbuchs heißt es online: „Abgucken ausdrücklich erwünscht!“ Über folgenden Link kann man durch die ausgewählten Beispielstädte flanieren: https://www.bw.ihk.de/rezeptbuch 


Ressort: Waldshut

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