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Radkonzeption des Landkreises Waldshut

Umfangreiches Projekt für Freizeitradler und Radtouristen fertig gestellt

Am 10. Juli stellte Landrat Tilman Bollacher der Öffentlichkeit das neueste touristische Großprojekt des Landkreises Waldshut vor. In Anwesenheit des Präsidenten des badenwürttembergischen Landesamts für Geoinformation und Landentwicklung wurden Vertretern der Gemeinden neben dem neu ausgeschilderten 880 Kilometer langen Radwegenetz und einer aktualisierten Radwanderkarte weitere Komponenten der neuen Radkonzeption präsentiert.

An vielen Wegkreuzungen und entlang der Radfernwege sind jetzt die neuen Radwege-Schilder aus Aluminium mit grün beschrifteten Fern- und Nahzielen sowie Entfernungsangaben zu sehen, die den Radlern zuverlässig den Weg weisen. „Für den Kreistag gab es gute Gründe, mit großem finanziellen Aufwand ein attraktives Radangebot im Landkreis Waldshut zu schaffen,“ berichtete Landrat Bollacher bei der Vorstellung der Radkonzeption. Der Wanderund Radtourismus habe für den Tourismus in den letzten Jahren enorm an Bedeutung gewonnen. Auch der Bereich Tourenradverkehr habe innerhalb kürzester Zeit sichtbar und spürbar stetig zugenommen. Das sei auch mit den entsprechenden hochwertigen Angeboten, wie dem Südschwarzwald Radweg, dem Panoramaradweg Schwarzwald oder der Hochrheinroute und deren offensiver Vermarktung zu begründen.

Im neuen Radwegenetz des Landkreises sind 440 Kilometer als Radrundtouren integriert und mit jeweils einem eigenen Zeichen beschildert. 15 attraktive Radrundtouren aller Schwierigkeitsgrade geben Anregungen für die Tourenplanung. Klaus Nieke vom Landratsamt Waldshut rechnet damit, dass im Zuge des verstärkten E-Bike-Verleihs das Interesse an beschilderten Radtouren auch im Schwarzwald wächst. "Für E-Bikefahrer sind die Geländeanstiege nicht mehr problematisch, und sie können so die wunderbare Landschaft wie beim Radfahren in den Tallagen genießen", wirbt Nieke für eine ideelle Unterstützung der Radwegekonzeption auch bei den Gemeinden und Unterkunftsgebern. Der Tourismusfachmann empfiehlt den Gemeinden und Vermietern zudem die Erarbeitung individueller E-Bike- Tourenvorschläge unter Einbeziehung der ausgewiesenen Radrundrouten und der schon seit längerem erfolgreich bestehenden Radbus-Angebote am Hochrhein.

Aktuell und ganz neu auf dem Markt ist die dazugehörige Radwanderkarte, die von Hansjörg Schönherr, Präsident des Landesamts für Geoinformation und Landentwicklung Baden- Württemberg, als Herausgeber vorgestellt wurde. Die Karte ist ab sofort beim Landratsamt Waldshut erhältlich und demnächst auch bei den Tourist-Infos und Kurverwaltungen der Gemeinden. Darin sind sämtliche Radstrecken ersichtlich, und zu jeder Radrundtour gibt es einen Steckbrief auf der Kartenrückseite. Im Internet kann das komplette Radwegenetz und das neue Rundtourenangebot mit vielen weiteren Informationen unter der Adresse www.radroutenplaner-bw.de abgerufen werden.

Damit Radfahrer auch unterwegs auf die touristischen Angebote der Gemeinden aufmerksam werden, hat der Landkreis Waldshut in Kooperation mit dem Naturpark Südschwarzwald und den Gemeinden 35 touristische Infotafeln entwickelt, die in diesen Tagen hauptsächlich an den großen Fernradwegen aufgestellt werden. Dieses Pilotprojekt soll anderen Gemeinden und Landkreisen des Naturparks als Vorlage dienen.

Der für die Projektrealisierung benötigte Materialeinsatz war beeindruckend: Etwa 950 neue Schilderpfosten wurden zusätzlich zu alten, noch brauchbaren Pfosten der früheren Radwege- Beschilderung aufgestellt. Rund 1250 Pfeil- und Tabellenwegweiser, die auch Hinweise auf Geländeverhältnisse oder Bahnhöfe geben, wurden angebracht. Hinzu kommen etwa 2750 Zwischenwegweiser, die nur mit einem grünen Richtungspfeil gekennzeichnet sind. Wo ein Radweg abseits eines gelben Ortseingangsschildes in die Gemeinden geführt wird, informiert ein spezielles Ortseingangsschild die Fahrer. Abgerundet wurde der Materialeinsatz mit rund 1000 Routenplaketten für die 15 Radrundtouren sowie für die vier Fernradwege und zwei Schweizradwege, die teilweise über deutsches Gebiet führen.

Das vom Kölner Planungsbüro VIA in Kooperation mit dem Landkreis und den Gemeinden konzipierte Radwegenetz ist in einem ausführlichen Kataster dokumentiert, das allen Bürgermeisterämtern und dem Landratsamt vorliegt. Das Radwegenetz wird zukünftig von einem ehrenamtlichen Helfer im Zweijahresturnus zur Kontrolle vollständig abgefahren, und fehlende Schilder werden ersetzt. Die Kosten für die Gesamtkonzeption lagen bei knapp 400.000 Euro. Das Land Baden-Württemberg und der Naturpark Südschwarzwald haben die Beschilderung und die Infotafeln finanziell gefördert.

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