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„Schwimmtraining“ für Softwareentwickler

Studierende der HTWG entwerfen Anwendungen fürs Smartphone

Prof. Dr. Thomas Birkhölzer, Studiendekan der Fakultät Elektrotechnik und Informationstechnik der HTWG erläutert Georg Künz (von links nach rechts), Softwareentwickler, und Christoph Platzer, Produktmanager der Firma Tridonic in Dornbirn, die von den HTWG-Studierenden entwickelte App.„Anwendungsorientierte“ Lehre im wahrsten Sinn des Wortes: Studierende der HTWG entwickeln Semester für Semester Software, die sich in der Praxis bewähren muss. Anwendungen für Smartphones, Spiele und Simulationsprogramme sind bereits in der Softwareausbildung entstanden. Die Fakultät Elektrotechnik und Informationstechnik nimmt für die Projekte auch externe Aufträge an.

Lassen sich Farbtemperatur oder Lichtstärke mit einem Smartphone messen? Wer sein Mobiltelefon mit der Applikation der HTWG-Studenten ausstattet, kann dies tun, indem er mit der Kamera des Handys eine Lichtquelle oder eine weiße Fläche aufnimmt. „Trilight“ heißt die Anwendung, die die Studierenden im Sommersemester 2012 entwickelt haben. Auftraggeber des Studienprojekts war die österreichische Firma Tridonic. Im Semester davor haben Studierende der Bachelorstudiengänge Elektro- und Informationstechnik im vierten Semester sowie Wirtschaftsingenieurwesen Elektro- und Informationstechnik im siebten Semester eine „App“ entwickelt, die die Orientierung auf dem HTWG-Campus erleichtert und Fragen beantwortet wie: Wo finde ich einen barrierefreien Zugang? Wo steht der nächste Getränkeautomat? Wo finde ich das Büro von Prof. Dr. Thomas Birkhölzer? Gerade diese Frage sollten die Studierenden beantworten können, denn Prof. Birkhölzer betreut die „EI-Productions“.

Seit einigen Jahren lässt er im Rahmen der Vorlesung „Informatik 2“ 40 bis 60 Studierende ein Projekt bearbeiten. „Softwareentwicklung ist ähnlich wie Schwimmen: Man lernt es weder durch reines Zuhören noch vermitteln Trockenübungen den eigentlichen Spaß“, sagt Prof. Birkhölzer, Prodekan an der Fakultät Elektrotechnik und Informationstechnik. Deswegen stehen konkrete, möglichst realitätsnahe Aufgaben und Projekte im Mittelpunkt der Softwareausbildung der Fakultät. „Für die Studierenden ist es oft eine neue Erfahrung, dass sie etwas anfangen, wofür es noch keine Lösung gibt. Der Professor hat sie auch nicht. Wir erarbeiten sie erst zusammen“, erläutert Prof. Birkhölzer.

Motivation für die Studierenden ist nicht nur das Abschlussfest zum Ende eines Projektes, sondern der Stolz auf ein selbst erarbeitetes, funktionierendes Programm. „„Für uns war es eine spannende Herausforderung, eine Idee, wie die Messung der Farbtemperatur durch die Handykamera, umzusetzen“, erzählte Julian Burr, Student im 4. Semester bei der Präsentation von Trilight. Stolz zeigte er, welche Spielereien zur Wirkung von Farben die App zusätzlich noch erlaubt – übrigens nicht nur auf dem Smartphone, sondern auch auf einemTablet-PC. „Mit diesem Projekt konnten wir die Studierenden an die speziellen Erfordernisse der Lichtindustrie heranführen. Ich bin beeindruckt, dass sie in so kurzer Zeit aufwändige Anwendungen über Standardfunktionen hinaus entwickelt haben“, sagte Georg Künz, Softwareentwickler bei Tridonic in Dornbirn.

Auf der Homepage der „EI-Productions“ lässt sich die App für Android-Smartphones kostenlos herunterladen. Dort findet sich auch ein Überblick über die Projekte, die Birkhölzer in den zurück liegenden Semestern mit seinen Studierenden durchgeführt hat. Mit dabei unter anderem die Entwicklung eines Programms, das Flugbewegungen visualisiert. Mittels Empfang der von allen Flugzeigen gesendeten ADS-B-Signale können über eine Landkarte kontinuierlich Informationen über Position und Flugroute abgelesen werden. Das Gesamtsystem von Empfänger über Signalverarbeitung bis hin zur Visualisierung im Web wurde in einer Kooperation mit dem IFN Ingenieurbürofür Nachrichtentechnik aus Konstanz und Prof. Dr. Wolfgang Skupin von der HTWG erstellt.

So sind bereits eine Vielzahl von Projekten als integrierter und verpflichtender Bestandteil der Lehrveranstaltung bearbeitet worden. Prof. Dr. Birkhölzer nimmt gerne Ideen oder einen Auftrag für zukünftige Softwareprojekte an, die experimentell oder prototypisch im Rahmen einer Lehrveranstaltung oder eines Projekts realisiert werden könnten.

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