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3400 am Europäischen Tag des Denkmals in Basel

Bei schönstem Wetter kamen 3400 Besucherinnen und Besucher in die St. Albanvorstadt und das St. Albantal, um hier an den Führungen und Konzerten der Kantonalen Denkmalpflege Basel-Stadt teilzunehmen. Hans-Peter Wessels eröffnete den Tag in der St. Albankirche, die derzeit restauriert wird. Er wies darauf hin, wie wichtig es ist, dass sich die Denkmalpflege für den Erhalt wertvoller Baudenkmäler einsetzt. Noch vor 40 Jahren war der Totalneubau des malerischen Gewerbe- und Industriequartiers im St. Albantal geplant gewesen. Dank dem Widerstand in der Bevölkerung und dem Einsatz der Denkmalpflege konnte das Quartier sanft weitergebaut und wertvolle Baudenkmäler erhalten und restauriert werden. Heute ist die St. Albanvorstadt mit dem St. Albantal eines der attraktivsten Wohngebiete der Stadt.

Die Führungen in den Baudenkmälern gaben Gelegenheit wertvolle Kunstschätze zu entdecken, die sonst nicht zugänglich sind: So konnte das gotische Zimmer im Haus zum Schöneck besichtigt werden, das sich der kunstsinnige Industrielle Felix Sarasin in den 1840er Jahren einrichten liess. Die Statuen, Glasgemälde und Aquarelle erzählen von der ruhmvollen Vergangenheit Basels als Sitz des Fürstbischofs, in der Reformation und im Zeitalter des Humanismus, als Erasmus von Rotterdam in Basel lebte. Nach dem Schock der Kantonstrennung von 1833 konnte sich die Basler Elite in diesem Zimmer in glanzvollere Zeiten zurückträumen.

Grossen Erfolg hatte auch die Aufführung der Böcklin Sinfonie in der von Otto Rudolf Salvisberg in den 1930er Jahren erbauten First Church of Christ Scientist mit dem Sinfonieorchester Basel unter der Leitung von Thomas Herzog. Das Konzert gab Gelegenheit einen Bau der klassischen Moderne zu entdecken, der sonst wenig bekannt ist. Die Sinfonie von Hans Huber kann als wahre Wiederentdeckung gelten: In seiner Begeisterung für Böcklins Bilder hatte sie Huber nach der Jubiläumsausstellung zum 70. Geburtstag des Künstlers 1897 komponiert. Böcklin war im St. Albanstift, dem ehemaligen Kloster, aufgewachsen, da seine Eltern dort eine Seidenbandfabrik betrieben.

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