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WELCOME-Aktion „Bunterführung Heuwaage“

Mehr Aufenthaltsqualität für eine Betonlandschaft

Der bekannte Basler Spraykünstler Tarek Abu Hageb wird in den nächsten beiden Monaten die Umgebung des Heuwaage-Kiosks in eine „Bunterführung“ verwandeln. Jugendliche sind an der Aktion ebenfalls beteiligt. „Bunterführung“ wird zu einem Drittel von Privatpersonen und Firmen getragen. Mit der Aktion verfolgt das Projekt WELCOME das Ziel, mehr Aufenthaltsqualität in den öffentlichen Raum zu bringen – und so gleichzeitig für einen besseren ersten Eindruck zu sorgen.

„Der öffentliche Raum ist sicher und gepflegt“ – und er gehört allen. Was der Regierungsrat in seinem jüngst vorgestellten Konzept zur Steigerung der Lebensqualität und der Sicherheit im öffentlichen Raum anstrebt, wird beim Heuwaage-Viadukt nun künstlerisch umgesetzt. Die heutige Betonlandschaft soll Farbe bekommen, damit gepflegter wirken und allen eine bessere Aufenthaltsqualität bieten.

Tarek Abu Hageb ist in Basel seit langem als Spraykünstler bekannt. Zusammen mit zwei Jugendlichen wird er bis spätestens Ende November (je nach Wetterbedingungen) tragende Elemente beim Heuwaagekiosk mit einer spezifischen Spraytechnik in eine bunte, ansprechende Kunstlandschaft verwandeln.

Der Heuwaageviadukt ist nicht erst mit dieser Aktion ein Ort, an dem Kunst den öffentlichen Raum bereichert. Bereits Anfang der Siebziger Jahre wurde die Eisenplastik Paul Suters auf dem Viadukt angebracht, etwas später kam Michael Grosserts Skulptur „Lieu dit“ hinzu, die beim Eingang zur Steinentorstrasse steht. Im Jahr 2011 hat der Kunstkredit darüber hinaus Christine Zuffereys Installation „Fiktion/Fiction“ an der Decke des Viadukts ermöglicht.

Mehr als Kunst: Der öffentliche Raum ist der Regierung wichtig

Mit der Aktion „WELCOME Bunterführung Heuwaage“ wird nun der Platz beim Heuwaage- Kiosk künstlerisch bereichert. Die Aktion verfolgt allerdings auch ein übergeordnetes Ziel. Der Regierungsrat hat sich in den letzten Jahren Gedanken gemacht, wie man im öffentlichen Raum mehr Lebensqualität und Sicherheit ermöglichen kann und dies in ein Konzept, das im Sommer vorgestellt wurde, einfliessen lassen.

Vier Grundsätze prägen darin die Nutzung des öffentlichen Raums. Zwei davon lauten: „Der öffentliche Raum ist vielfältig nutzbar“ und „Der öffentliche Raum ist sicher und gepflegt“. Das Projekt WELCOME, das der Regierungsrat vor vier Jahren im Legislaturplan verankert hat, ist auf der Zielgeraden dieser Grundsätze. Indem WELCOME den besseren ersten Eindruck Basels bei seinen Einwohnern und Besucherinnen anstrebt, fördert es seit 2009 einen attraktiven öffentlichen Raum, in dem sich alle wohlfühlen.

Stand in der ersten Phase des Projekts WELCOME vor allem die schnelle Reinigung von Verschmierungen und Verklebungen mit dem Programm „WELCOME Basel – unverschmiert Kanton Basel-Stadt I Präsidialdepartement des Kantons Basel-Stadt I Kantons- und Stadtentwicklung Kanton Basel-Stadt I Bau- und Verkehrsdepartement des Kantons Basel-Stadt I Tiefbauamt I Stadtreinigung schön“ im Zentrum (siehe weiter unten), wird mit der Aktion „Bunterführung Heuwaage“ nun erstmals mit einem Pilot gezeigt, dass Spraykunst den öffentlichen Raum aufwerten kann – ganz im Gegensatz zu Verschmierungen und Verklebungen. Während die Arbeiten gegen diese Art von Verunreinigungen unter Koordination der Kantons- und Stadtentwicklung zusammen mit Stadtreinigung und Malermeisterverband aufgrund der grossen Nachfrage bei Privaten und Amtsstellen unvermindert weitergehen, wird WELCOME mit der Aktion „Bunterführung Heuwaage“ heute erstmals mit dem Instrument der Kunst ergänzt.

„Bunterführung Heuwaage“ wird von der Projektleitung WELCOME darum auch als Abschluss der diesjährigen Putzaktion im Steinenbachgässlein betrachtet. Dort hat WELCOME im Mai 2012 alle Liegenschaften in Kooperation mit den Hauseigentümern von Verschmierungen befreit und diese Passage für Fussgänger wieder zu einer attraktiven, sicher wirkenden Verbindung zwischen Heuwaage-Parking und Barfüsserplatz gemacht. Am oberen Ende des Steinenbachgässleins entsteht nun mehr als „nur“ ein gepflegter Ort – die Betonlandschaft erhält ein Gesicht; nicht nur für Kunstinteressierte ein Grund, diesen Ort speziell aufzusuchen.

Was kostet die Aktion „WELCOME Bunterführung Heuwaage“?
Wer beteiligt sich finanziell oder als Sponsor?
Welches ist der konkrete Nutzen?

„Wir sind erfreut über den Zuspruch der Aktion bei der Bevölkerung. Ein Drittel der Gesamtkosten von 60'000 Franken übernehmen private Personen, Verbände oder auch Banken mit grösseren oder kleineren Beiträgen“, sagt Projektleiter Andreas Pecnik. „Damit leisten diese Gruppen einen aktiven Beitrag zu einem attraktiven öffentlichen Raum und fördern mit einem konkreten Engagement die Entwicklung gepflegter und sicherer Plätze in unserer Stadt.“ Diese Form des „Public Private Partnership“ steht somit im Einklang mit den Werthaltungen, Zielen und Massnahmen des Regierungsrates. Zwei Drittel der Kosten übernimmt der Kanton; das Tiefbauamt stellt die Infrastruktur für die Kunstintervention zur Verfügung. Die künstleriche Arbeit, an der vier Personen beteiligt sind, dauern je nach Wetterumständen sechs bis acht Wochen. Die Farben werden zum Teil von der Firma Akzonobel gesponsert, der Verschmierungsschutz von der Firma Duratec. Die Projektleitung WELCOME möchte allen Privatpersonen, Donatoren und Sponsoren, die sich an „Bunterführung Heuwaage“ beteiligen, herzlich danken.

Projekt „WELCOME Basel – unverschmiert schön“ als Rahmen für die Kunstaktion: Bereits über 5'000 behobene Verschmierungen in zwei Jahren

Das niederschwellige Angebot von „WELCOME Basel – unverschmiert schön“ ist bei der Bevölkerung beliebt. Die Anzahl gemeldeter und behobener Schäden ist seit der Pilotphase im August 2010 stark gestiegen. Der Erfolg ist derart, dass in der Innenstadt für Verschmierungen heute Nulltoleranz gilt. Die Übersicht rechts zeigt, dass das Angebot über die ganze Stadt genutzt wird, jedoch vor allem in der historischen Innenstadt beidseits des Rheins besonderen Anklang findet. Dort verzeichnen wir die meisten Fälle, die im Rahmen von „Basel – unverschmiert schön“ behoben werden konnten.

Die Arbeiten lohnen sich: Die Zufriedenheit der Basler Bevölkerung mit der Stadtsauberkeit und –pflege hat laut jüngster Bevölkerungsbefragung (2011) zugenommen.

Um die Basler dazu zu ermuntern, Verschmierungen und Verklebungen zu melden, erhielt das Vorhaben 2010 mit dem Programm „unverschmiert schön“ ein Gesicht. Dieses Programm ist ein WELCOME-Produkt und wird gemeinsam getragen von der Kantons- und Stadtentwicklung (Leitung) sowie der Stadtreinigung. Ziel ist, dass die Sauberkeitshotline 061 385 15 15 rege in Anspruch genommen wird und auf diese Weise Schmierschäden schnell gereinigt werden.

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