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Dusseligste Pressemeldung?

IHK kritisiert Rundumschlag des BUND gegen die A98 mit deutlichen Worten

DSC 4340Die Pressemeldung des BUND Baden-Württemberg, die A98 zähle zu den „zwölf dusseligsten Straßenbauprojekten in Deutschland“, hält Hauptge-schäftsführer Marx von der IHK Hochrhein-Bodensee ihrerseits für „eini-germaßen dusselig“. Nicht nur inhaltlich handele es sich bei dieser Meldung um eine Mogelpackung, weil tatsächlich nicht die A98, sondern lediglich eine bestimmte Streckenführung qualifiziert kritisiert werde; der undifferenzierte Rundumschlag – „überteuert, überdimensioniert, umwelt-schädlich“ – gehe bei näherem Hinsehen ins Leere.

Es falle zunächst einmal auf, rügt die IHK, dass in der Meldung des BUND Baden-Württemberg unter dem reißerischen Titel, die A98 sei insgesamt ein „dusseliges Projekt“, fast ausschließlich eine konkrete Trassenführung, die sogenannte Bergtrasse, kritisiert und die sogenannte „Konsens¬trasse“ westlich von Bad Säckingen als „Vorbild einer Alternative“ gepriesen werde. Mit einer talseitigen Trassenführung, so der BUND, könnten die Verkehrsprobleme am Hochrhein schneller und lösungsorientierter angegangen werden. „Es macht doch vielleicht einen Unterschied“, so Hauptgeschäftsführer Marx, „ob man eine Autobahn als solche infrage stellt, oder aber eine konkrete Trassenführung. Wo letzteres der Fall ist, wäre es ehrlicher, dies auch so zu publizieren.“

Den Spagat, die A 98 einerseits als „überteuert“ abzulehnen, um im selben Papier für den Bereich Waldshut unverdrossen einen Tunnelbau der Realisierung am Hang vorzuziehen, hält Marx für „branchentypisch“. „Dass ein Tunnel die Umwelt weniger belastet als eine oberirdische Stre-ckenführung, ist auch schon weniger talentierten Planern eingefallen“, spottet Marx. Nur mache es wenig Sinn, eine Autobahn in topographisch schwierigem Terrain wegen der damit verbundenen Kosten abzulehnen und zugleich noch kostentreibende Ausführungsalternativen zu propagie-ren.  

Für wenig überzeugend hält man bei der IHK auch den generellen Stand-punkt des BUND, Erhaltungsinvestitionen müssten absoluten Vorrang erhalten und in die höchste Dringlichkeitskategorie der Fernstraßen dürften nur noch Projekte aufgenommen werden, die Engpässe beseitigten. Eine solche Position vertrage sich nicht mit der vom BUND so gerne ein-geforderten „nachhaltigen Verkehrsinfrastrukturplanung“, meint Marx. „Un-ter Nachhaltigkeit verstehe ich eine langfristige Perspektive, die bereits heute dafür sorgt, die Bedarfe von morgen zu decken. Eine Politik, die nur mehr das erhalten will, was unsere Vorfahren geleistet haben und im Üb-rigen den ein oder anderen Engpass beseitigen, wird dem nicht gerecht. Es ist eine Politik der Verzagten. Zukunftsorientierung und Nachhaltigkeit sehen anders aus.“

Was die Haltung des BUND völlig ausblende, so die IHK, sei die Erschlie-ßungsfunktion einer Autobahn für eine Region und ihre überregionale Netzfunktion von und zu benachbarten Regionen. Es sei eine Tatsache, dass südlich der Autobahnlinie Karlsruhe-Stuttgart-München keine leis-tungsfähige Ost-West-Verbindung bestehe. Dies sei ein großes Manko für den gesamten Südwesten. Wenn das Papier des BUND dazu nicht mehr anzubieten habe als den freundlichen Rat, die Schweizer Autobahn „mit-zubenützen“ und für den überregionalen Verkehr von Basel in Richtung München zu empfehlen, weil sie „ohnehin besser geeignet“ sei, müsse man das wohl als einen Offenbarungseid bezeichnen.
Auch für das vermeintliche „Vorbild Bayern“, wo man „die A98-Planung im Voralpenland bis zur A8 bei Irschenberg“ aufgegeben habe, hat Marx nur Spott übrig. „Fakt ist, dass die Autobahnverbindung von München bis an den Bodensee exakt bis zur bayerischen Landesgrenze lückenlos fertig-gestellt worden ist, während sich der weitere Weg bis zur französischen Landesgrenze erst am Bodensee-Nordufer und dann in unserer Region durch unzumutbare Straßenverhältnisse quält“, so Marx. „Wir wären mehr als glücklich, wenn wir die Verbindungsqualität, die zwischen München und Lindau realisiert worden ist, auch zwischen Lindau und Lörrach hätten. Dann stimmte die Bezeichnung „Vorbild Bayern“ durchaus.“

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