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Kein „Dress-Code“ für die Wahlkabine am Sonntag

IG BAU: „Wahl-Handwerksordnung“ für den Kreis Konstanz

Eine „Handwerksordnung zur Wahl“ präsentiert die IG BAU im Kreis Konstanz: Dabei geht es um die „Benimmregeln für das Wahllokal“. Allen voran: die Kleiderordnung. „Jeder kann zur Wahl kommen, wie er will“, so die IG BAU Südbaden. Einen „Dress-Code für die Wahlkabine“ gebe es nicht. Lediglich Parteiabzeichen seien im Wahllokal tabu, klärt die Handwerker-Gewerkschaft IG BAU auf.

„Der Zimmermann kann also in seiner schweren Zunfthose aus Cord mit großem Schlag ins Wahllokal gehen. Die Gebäudereinigerin im Putzkittel. Und der Maler in weißer Latzhose“, sagt Meinrad Schmidt. Der IG BAU-Bezirksvorsitzende will mit dem „Wahl-Knigge“ originelle Seiten der Bundestagswahl beleuchten und Werbung für das „Spitzenevent der Demokratie“ machen.

So verrät die „Wahl-Handwerksordnung“, dass der Dachdecker die beiden Kreuze auf dem Wahlzettel durchaus auch mit seinem breiten Zimmermannsbleistift machen kann. „Man muss nicht den Stift nehmen, der im Wahllokal liegt und meistens am Bindfaden hängt. Es kann auch ein eigener Bleistift oder Kuli mitgebracht werden. Die Farbe vom Stift ist dabei egal, Maler-Azubis können sich also farbenfroh austoben“, so Schmidt. Wer noch mehr zu sagen habe, solle das aber nicht auf dem Stimmzettel machen: „Liebeserklärungen, dumme Sprüche oder sogar Beschimpfungen sind tabu. Sie machen den Stimmzettel ungültig“, so der IG BAU-Bezirkschef.

Aufs Tempo müsse übrigens keiner drücken: „Es gibt kein Zeitlimit fürs Kreuzchenmachen. Man kann sich den Wahlzettel in Ruhe angucken“, erklärt der Bezirksvorsitzende der Handwerker-Gewerkschaft. „Lieber einmal mehr nachdenken“, meint Meinrad Schmidt. Dieser Rat könne angesichts der hohen Zahl bislang noch unentschlossener Wählerinnen und Wähler nicht schaden.

Wer bis zum Wahlsonntag noch nicht weiß, wohin mit den beiden Kreuzen, und wer sich selbst in der Wahlkabine partout noch nicht entscheiden kann, darf sogar den „Telefon-Joker“ ziehen. „Ja, man darf in der Wahlkabine auch mit dem Handy telefonieren. Leise allerdings. Notfalls kann man sich also beim Kollegen, beim Freund oder bei der Freundin Rat holen: ‚Sag mal, was soll ich denn nun wählen?’ – Diese Frage für die bis zur letzten ‚Wahl-Sekunde’ Unentschlossenen ist drin. Es darf nur nichts aus der Wahlkabine nach außen dringen, was verrät, wohin das Kreuz kommt“, sagt Schmidt. Sinnvoller sei es allerdings, sich „vorher einen Kopf zu machen, welche Partei den eigenen Interessen am nächsten steht“.

Von A wie Altersversorgung bis Z wie Zeitarbeit stünden bei dieser Bundestagswahl viele Themen, die die Parteien sehr unterschiedlich behandelten, zur Wahl – wichtige Punkte, die gerade Berufstätige beschäftigen und enorme Auswirkungen für sie hätten. „Man muss sich mal vorstellen, man bekäme 4 Jahre lang Tag für Tag ein Essen vorgesetzt, was einem nicht schmeckt. So ist das, wenn man nicht selbst mitentscheidet. Also, besser zur Wahl gehen und das aussuchen, was einem am besten schmeckt“, so der Wahl-Tipp des Gewerkschafters. Meinrad Schmidt: „Es ist am Sonntagabend um 18 Uhr nicht wichtig, was man gewählt hätte, sondern dass man gewählt hat!“

Und für alle, die in der Wahlkabine meinen, sich verwählt zu haben, gibt es eine zweite Chance: „Den falsch ausgefüllten Stimmzettel kann man beim Wahlvorstand abgeben und gegen einen neuen tauschen. Der alte wird dann vernichtet“ – auch das gehört zur „Wahl-Handwerksordnung“ der IG BAU im Kreis Konstanz. „Zwei Kreuze, mehr sind es nicht. Das erste in der linken Spalte für den Kandidaten, den man direkt aus dem Wahlkreis in den Bundestag schicken will. Das ist die Erststimme. Und die Zweitstimme in der rechten Spalte ist die ‚Kanzlerstimme’. Das zweite Kreuz hat also den größten Einfluss. Es entscheidet darüber, ob und wie stark die Parteien im Bundestag vertreten sind“, sagt Meinrad Schmidt.

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