Zum Hauptinhalt springen
Regionalportal und Internetzeitung für Pressemeldungen!
krabbelt auch!
Mai 13, 2026

Aktuelles zum Japankäfer 2026

Invasive Art eindämmen! In den vergangenen zwei Jahren wurde in Basel und Riehen im Kanton Basel-Stadt sowie in Münchenstein und Birsfelden…
Mai 15, 2026

Haufe Group wird Hauptsponsor des ZMF

Starke Partnerschaft für die Freiburger Kultur: Die Haufe Group unterstützt das Zelt-Musik-Festival künftig als Hauptsponsor und gibt dem…
Mai 18, 2026

Oldtimer im Zentrum des Geschehens

Die ADAC Carculture brachte die Begeisterung für klassische Fahrzeuge ins Motorworld Village Metzingen Großer Jubel bei der Zieleinfahrt…
  • 19. November 2013

Diamanten unter Strom

Von Prof. Dr. Ernst Meyer - Uni Basel
6FC035D2F1CDCAC71152628FC1AA00E1.0Basler Physiker auf der Spur der Quanteninformation

Physiker der Universität Basel sind anhand von winzig kleinen Diamant-Kristallen auf neue Möglichkeiten der Quanteninformation gestossen: In einzelnen Diamanten von nur wenigen Nanometern konnten sie Fehlstellen im Kohlenstoffgitter nachweisen – indem sie dort unter bestimmten Bedingungen einen elektrischen Strom entdeckten. Ihre Ergebnisse wurden in der Wissenschaftszeitschrift «Nano-Letters» online veröffentlicht.

Rastertunnelmikroskopie-Bild der Oberfläche von Nanodiamanten.
Das Team der Universität Basel und des Deutsch-Französischen Forschungsinstituts St. Louis (ISL) untersuchte Diamantkristalle von einer Grösse von lediglich fünf Nanometern – fünf Millionstel Millimetern – mit dem Rastertunnel- und dem Rasterkraftmikroskop.

Die Physiker bestimmten darauf die atomare Struktur der Oberfläche und beobachteten sowohl kristalline, sechseckige Kohlenstoff-Facetten wie auch graphitartige Rekonstruktionen. Dabei entdeckten sie bei bestimmten Spannungen einen elektrischen Strom, der beim Einstrahlen von grünem Licht entsteht.

Dieser zusätzliche Strom hängt mit dem Vorkommen von Verunreinigungen des reinen Kohlenstoffgitters des Diamanten zusammen, sogenannter Stickstoff-Fehlstellen-Zentren (NV-Zentren), die optisch aktiv sind. Solche Defekte sind viel versprechende Kandidaten für einen Einsatz in zukünftigen Quanteninformationssystemen, Spin-Magnetometrie-Sensoren und Einzelphotonenquellen. Ihr Nachweis im Bereich von weniger als 10 Nanometern wäre mit herkömmlichen optischen Verfahren sehr schwierig gewesen, weshalb die Physiker mehrere Methoden kombinierten.

«Mit unserer Studie konnten wir zeigen, dass es möglich ist, die Anwesenheit von optischen Zentren in einzelnen Nanodiamanten mit einer hohen Auflösung nachzuweisen», sagt Prof. Ernst Meyer vom Departement Physik der Universität Basel. Die Anwendung von NV-Zentren könnte etwa in Quantencomputern liegen, die wesentlich effizienter arbeiten als herkömmliche Computer.


Ressort: Uncategorised