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Studierende bringen Beton zum Schwimmen

Seit Wochen sind sie am Rechnen und Planen, Experimentieren und Testen: Rund 20 Studierende aus verschiedenen Fakultäten der Hochschule Konstanz – Technik, Wirtschaft und Gestaltung (HTWG) bauen ein Betonkanu, mit dem sie Ende Juni an der Betonkanu-Regatta in Brandenburg teilnehmen möchten. Die Erwartungen sind groß.

Das halbe Labor ist mit dünner Folie abgedeckt, aus Farbnebelschwaden schälen sich Studierende in Schutzkleidung und Mundschutz. Mit ruhiger Hand führt Oliver Schweizer die Putzpistole durch eine Holzschalung, während fünf Augenpaare aufmerksam dem Sprüharm folgen. Was da entsteht, ist die nur drei Millimeter dicke Außenschicht des diesjährigen HTWG-Kanus.

Seit mehr als zehn Jahren nehmen Studierende der HTWG an der Betonkanu-Regatta teil. Der Erfahrungsschatz ist also groß, auf dem die Studierenden aufbauen. „Wir haben dieses Jahr Großes vor“, kündigt Raphael Schöttle deshalb an. Er studiert im 8. Semester Bauingenieurwesen. Seit Wochen berechnen er und seine Kommilitoninnen und Kommilitonen die Mindeststärke der Betonwand, damit zwei Personen im Kanu sitzen können. Schließlich stellen die Veranstalter der Regatta Anforderungen an die Kanus: Sie sollen mindestens 70 Zentimeter, aber höchstens einen Meter breit sein und zwischen vier bis sechs Meter lang.

Praxisorientiertes Arbeiten und die Anwendung neuer Techniken aus der Forschung stehen bei den Vorbereitungen im Vordergrund. Eine solche neue Technik ist der Einsatz einer vorgeformten Karbonbewehrung, die die Studierenden von der Firma Solidian aus Albstadt zur Verfügung gestellt bekommen haben. Diese äußerst leichte Form stellt jedoch besondere Anforderungen an die Studierenden. „Beim ersten Versuch ist sie uns aufgeschwommen, dann haben wir für die weiteren Schichten zu viel Beton gebraucht“, erläutert Fabian Lörch. Beim zweiten Versuch wurde die Bewehrung an Holzaußenschalung getackert, bevor die nächsten zwei Betonschichten per Spachtel aufgetragen wurden.

Ziel ist, ein möglichst leichtes Gefährt zu schaffen, das selbst bei bis zu 400 Kilogramm Gesamtgewicht noch schwimmt. Die erste Version bringt 117 Kilogramm auf die Waage. „Wir wollen aber unter 80 Kilo kommen“, betont Schöttle. Übrigens: 2013 schaffte es das HTWG-Team mit dem rund 150 Kilogramm schweren Kanu „Konstancia“ unter mehr als 1000 Studierenden ins Viertelfinale.

Die 15. Betonkanuregatta findet am 19. und 20. Juni in Brandenburg (Havel) statt. Die Regatta ist eine Mischung aus Beton- und Bootsbautechnik und sportlichem Wettkampf, bei dem Teilnehmer aus verschiedenen Institutionen wie Fachhochschulen, Hochschulen, beruflichen Schulen und anderen Einrichtungen, an denen Betontechnik gelehrt wird, teilnehmen. Ziel ist es, die Festigkeit und Wasserdichtheit der Baustoffe in der Kanukonstruktion so umzusetzen, dass beim Rennen ein gutes Ergebnis erzielt werden kann. Bei der Rennklasse wird der Sieger durch einen zeitlichen Wettkampf ermittelt, bei der offenen Klasse entscheiden Idee, Konstruktion und Gestaltung über den Sieg. Auch hierfür haben die Studierenden bereits Ideen.

Die Jungfernfahrt mit der ersten diesjährigen Version ist hier zu sehen:

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