Mit Projekten wie dem Energiedorf Bundorf treibt die Energiegenossenschaft die Wärmewende auf dem Land voran
Neuötting, 03.11.2026 – Die Energiegenossenschaft Inn-Salzach eG (EGIS eG) hat das Finale des Deutschen Nachhaltigkeitspreises 2026 erreicht. Sie gehört damit zu den Finalisten in der Kategorie Energie und Wasser, Branche Energieerzeugung und -handel (Größenklasse SME; 1 bis 249 Mitarbeitende). Mit Projekten für Photovoltaik, Windkraft, Fernwärme, Batteriespeicher und Elektromobilität ermöglicht die Genossenschaft Bürgerinnen und Bürgern, sich am Ausbau der erneuerbaren Energien zu beteiligen und so selbst die Energiewende mitzugestalten.
Mit dem Deutschen Nachhaltigkeitspreis werden Unternehmen, Forschungseinrichtungen und Kommunen ausgezeichnet, die sich in besonderer Weise für eine nachhaltige Entwicklung einsetzen. Die Auszeichnung wird am 3. Dezember in Düsseldorf von der Stiftung Deutscher Nachhaltigkeitspreis e.V. in Zusammenarbeit mit der Bundesregierung und Partnern aus Wirtschaft und Wissenschaft verliehen.
Demokratisierung der Energiewende: Bürgerinnen und Bürger gestalten die Energiewende mit
Die Ziele der EGIS eG gehen über den Ausbau der erneuerbaren Energien hinaus. Die Genossenschaft strebt die Demokratisierung der Energiewende an. Bürgerinnen und Bürger beteiligen sich finanziell an Energieprojekten, gestalten die Entwicklung der Genossenschaft aktiv mit und sind in Entscheidungen eingebunden. Dabei setzt die EGIS eG auf eigenverantwortliches Handeln. Statt auf politische Entscheidungen zu warten, nimmt sie die Energiewende gemeinsam mit ihren Mitgliedern selbst in die Hand. Wie das funktioniert, zeigt zum Beispiel das Energiedorf Bundorf in Unterfranken. Dort hat die Genossenschaft gemeinsam mit Partnern einen der größten Solarparks Deutschlands realisiert. Besonders ist hier die Wärmeversorgung. Ein Teil des vor Ort erzeugten Solarstroms wird direkt dazu genutzt, über Wärmepumpen Wärme für private und kommunale Gebäude zu erzeugen. Damit macht sich Bundorf bei der Wärmeversorgung zunehmend unabhängig von fossilen Energieträgern.
In der Begründung der Jury heißt es unter anderem: „Die Jury hebt hervor, wie die EGIS eG Bürgerbeteiligung mit realisierter Energieinfrastruktur verbindet. Anerkennung finden das genossenschaftliche Konzept und konkrete Projekte, die zeigen, wie die Energiewende lokal umgesetzt werden kann. Die Entwicklung über ein reines Photovoltaikmodell hinaus macht dabei sichtbar, wie gemeinschaftliche Finanzierung und technische Projektkompetenz zusammenwirken.“
Die EGIS eG entwickelt, finanziert und betreibt seit 2013 Projekte der Energiewende, darunter Photovoltaik, Fernwärme, Batteriespeicher, Windkraft und E-Mobilität. Bislang hat die Genossenschaft in Deutschland über 50 Projekte mit einem Investitionsvolumen von mehr als 110 Millionen Euro entwickelt und umgesetzt.
Weitere Informationen zur EGIS eG gibt es unter www.egis-energie.de.







