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Geld ist da – Arbeit fehlt. Investitionen vorziehen!
Ernst Prost, Geschäftsführer von LIQUI MOLY (Foto: Holger Karkheck)
  • 18. Mai 2020

Geld ist da – Arbeit fehlt. Investitionen vorziehen!

Von Ernst Prost

Rundschreiben

wenn jetzt alle aufhören zu konsumieren und zu investieren, können wir den Laden zusperren.....Ich bin ein Freund des Sparens. Aber bitte nicht jetzt! Jetzt muss auf Teufel komm raus investiert und damit produziert werden, damit wir nicht noch mehr Arbeitslose produzieren.... Ich habe es schon mal geschrieben: Unsere Infrastruktur ist marode, genauso wie unsere Schulen. Brücken krachen zusammen, Straßen schauen aus wie nach einem Erdbeben und digitale Autobahnen findet man im Ausland –aber nicht bei uns. Arbeit ist da. Mehr als genug. Geld ist auch da. Auch mehr als genug. Wer jetzt Menschen entlässt und den Rotstift ansetzt,um zu sparen, schadet der gesamten Volkswirtschaft. Was und wie, bitteschön, soll denn ein arbeitsloser Mensch ohne Einkommen kaufen? Wessen Produkte oder Dienstleistungen? Die Angst (und die Realität) ist doch ohnehin schon groß genug,den Job zu verlieren.

Diese üble Situation muss man doch nicht noch verschlimmern, indem man Stellenabbau verkündet & betreibt und Investitionen unterlässt. Dies gilt gleichermaßen für Unternehmen und die öffentliche Hand. Gerade der Staat ist jetzt gefragt,Aufträge zu vergeben. Gleiches gilt für jedes Unternehmen in unserem Land. Eine fürchterliche Abwärtsspirale kommt sonst ganz automatisch in Gang. Es ist Aufgabe von Politikern und Unternehmensführern,die Spirale in die andere Richtung zu bewegen-in Richtung Aufschwung! Investieren, Aufträge vergeben und produzieren,auf dass konsumiert werden kann. Nur so vermeidet man Arbeitslosigkeit und Konkurse. Sparen und alles Mögliche unterlassen ist Gift für die Konjunktur und unsere Arbeitsplätze. Wie sollen denn Steuereinnahmen wieder sprudeln, wenn nicht durch Produktivität, Einkommen und Konsum?

Jeder, der sich diesem Denken verschließt und dieser Aufgabe verweigert, fügt erst mal der Volkswirtschaft Schaden zu und im nächsten Schritt auch sich selber, weil irgendwann der Punkt erreicht ist an dem die Arbeitslosigkeit auch das eigene Unternehmen erfasst –und irgendwann das ganze Land. WIR, in unserer Firma, haben beschlossen Investitionen jetzt sogar vorzuziehen um unseren bescheidenen Beitrag zu dieser notwendigen Aufbauleistung unserer Wirtschaft beizusteuern!!Unsere laufenden Investitionen ziehen wir natürlich konsequent und planmäßig durch. Alles andere ist kontraproduktiv. Ein Investitions-Stopschadet anderen Firmen, die von Aufträgen leben –so wie wir alle. Und weil wir alle in einem zusammenhängenden System leben, schadet egoistisches Verhalten wie Investitions-Stop Entlassungen zum Schluss uns selbst und jedem einzelnen. Wer jetzt als Erbsenzähler und Krämer-Seele auf die Bremse tritt, löst eine Massenkarambolage aus. Wer Gas gibt, bringt die Wirtschaft in Schwung. Und das ist das, was wir jetzt dringend brauchen und was WIR machen.

Ich wünsche uns allen eine wunderschöne Woche.
Herzlichst Ihr

Ernst Prost


Ressort: Wirtschaft

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