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Vier Jahre Zukunft.Raum.Schwarzwald: Gemeinsam Innovation in der Region verankern
Team und Projektbeteiligte von Zukunft.Raum.Schwarzwald an der Innovationskonferenz am 07. Mai 2026; v. l. n. r.: Michael Richter, Michael Löffler, Michael Voigt, Niklas Lehmann, Prof. Dr. Thomas Eisele, Alexander Maas, Valentin Semet, Jean Pacevicius, Franziska Hoferer, Severine Zelaya, Janine Bachmann, Alexandra Schütz, Lina Vasen, Alexander Wunderle, Hannah Fräßle, Dorothee Schütte, Patrick Bareiter ©Zukunft.Raum.Schwarzwald
  • 29. Juli 2026

Vier Jahre Zukunft.Raum.Schwarzwald: Gemeinsam Innovation in der Region verankern

Von Dorothee Schütte | Zukunft.Raum.Schwarzwald

Region Südlicher Oberrhein / Hochrhein Juli 2026

Innovation entsteht nicht von allein. Sie braucht auch Menschen, die zuhören, Vertrauen aufbauen und die richtigen Partner zusammenbringen. Genau diesen Ansatz verfolgt Zukunft.Raum.Schwarzwald seit Projektbeginn im Jahr 2022. Heute, vier Jahre später, zeigt sich: Aus einem Förderprojekt ist ein regionales Innovationsnetzwerk entstanden, das Unternehmen, Hochschulen, Wirtschaftsförderungen und weitere Partner nachhaltig miteinander verbindet. Dabei stand nie die einzelne Maßnahme im Mittelpunkt. Ziel war und ist es, Innovation für Unternehmen, insbesondere für kleine und mittelgroße Unternehmen, einfacher zugänglich zu machen und langfristige Strukturen für die Zukunft der Region aufzubauen.

Innovation beginnt mit Vertrauen

Gerade kleine und mittlere Unternehmen stehen heute vor vielfältigen Herausforderungen. Digitalisierung, Künstliche Intelligenz, Nachhaltigkeit, Fachkräftesicherung oder Unternehmensnachfolge sind wichtige Zukunftsthemen; gleichzeitig fehlt im betrieblichen Alltag häufig die Zeit, sich intensiv damit auseinanderzusetzen. Hier setzt Zukunft.Raum.Schwarzwald bewusst auf persönliche Beratung. Die regionalen Community Manager: innen sind tief in ihren Regionen verankert. Sie kennen die Unternehmen, ihre Herausforderungen und ihre Entwicklung. Durch den kontinuierlichen persönlichen Austausch ist es gelungen, eine Vertrauensbasis aufzubauen und auch viele kleine und Kleinstunternehmen zu erreichen, die bislang kaum Berührungspunkte mit Innovationsförderung oder wissenschaftlicher Zusammenarbeit hatten. Oft entstehen die entscheidenden Impulse nicht im ersten Gespräch, sondern durch eine persönliche Begleitung. Aus ersten Ideen werden konkrete Fragestellungen, aus Fragen entstehen Kooperationen und aus Kontakten entwickeln sich Innovationsprojekte.

Innovation beginnt für uns nicht mit einer Technologie, sondern mit einem Gespräch. Erst wenn Vertrauen aufgebaut wurde und wir die Herausforderungen eines Unternehmens wirklich verstanden haben, können gemeinsam passende Lösungen entwickelt werden“, erklärt Alexander Maas, Geschäftsführer der Wirtschaftsregion Südwest GmbH und des Projekts Zukunft.Raum.Schwarzwald

Gemeinsam mehr erreichen

Ein wesentlicher Erfolg des Projekts liegt in der engen Zusammenarbeit der regionalen Partner. Wirtschaftsförderungen, Hochschulen, Forschungseinrichtungen, Kammern und spezialisierte Umsetzungspartner arbeiten heute enger zusammen als zu Projektbeginn. Statt einzelner Angebote ist ein regionales Innovationsnetzwerk entstanden, das Unternehmen schnell und unkompliziert mit den passenden Ansprechpartner:innen verbindet. Die Community Manager:innen übernehmen dabei eine zentrale Lotsenfunktion. Sie begleiten Unternehmen von der ersten Idee bis zur Umsetzung und stellen den Kontakt zu denjenigen Partnern her, die für die jeweilige Fragestellung den größten Mehrwert bieten. Auf diese Weise entsteht eine regionales Innovationsbewusstsein, das Wissen, Kompetenzen und Ressourcen besser verknüpft und mehr Innovation in der Fläche ermöglicht.

Brücken zwischen Wirtschaft und Wissenschaft

Ein weiterer Schwerpunkt von Zukunft.Raum.Schwarzwald ist die Zusammenarbeit mit den regionalen Hochschulen. Für viele Unternehmen ist der Zugang zu wissenschaftlichen Einrichtungen zunächst mit Hemmschwellen verbunden. Gleichzeitig fehlt es den Hochschulen häufig an direkten Einblicken in die aktuellen Fragestellungen der Unternehmen. Zukunft.Raum.Schwarzwald bringt beide Seiten zusammen. Durch die enge Zusammenarbeit mit der Hochschule Offenburg und der DHBW Lörrach sind zahlreiche Kontakte entstanden, aus denen Praxisprojekte, Forschungskooperationen, Abschlussarbeiten und langfristige Partnerschaften hervorgegangen sind. So wird wissenschaftliches Know-how unmittelbar für die regionale Wirtschaft nutzbar und Unternehmen gewinnen unkompliziert Zugang zu neuen Technologien, Methoden und Fachwissen.

„Innovation entsteht dort, wo unterschiedliche Perspektiven zusammenkommen. Zukunft.Raum.Schwarzwald schafft genau diese Verbindungen zwischen Wirtschaft, Wissenschaft und regionalen Partnern“, betont Michael Löffler, Geschäftsführer des Projekts Zukunft.Raum.Schwarzwald und Fachbereichsleiter Innovation und Digitalisierung der IHK Südlicher Oberrhein.

Zukunft.Räume stärken Innovation vor Ort

Neben der individuellen Unternehmensbegleitung wurde auch das Netzwerk der Zukunft.Räume kontinuierlich weiterentwickelt. Ein Großteil dieser Innovationsorte bestand bereits vor Projektbeginn. Durch die Ausstattungsförderung, gemeinsame Veranstaltungsformate, regelmäßigen Erfahrungsaustausch und die Einbindung in das Netzwerk konnten diese Standorte ihre Rolle als Orte für Innovation, Wissenstransfer und Zusammenarbeit weiter ausbauen. Ergänzt wurde das Netzwerk durch neue Zukunft.Räume. Heute bilden insgesamt 21 Zukunft.Räume ein regionales Netzwerk, das Unternehmen, Gründerinnen und Gründer sowie weitere Innovationsakteure zusammenbringt und Innovation direkt vor Ort erlebbar macht. Durch Formate wie „Zukunft.Dialog”, „Zukunft.Lab.Schwarzwald”, Unternehmerfrühstücke oder den „Tag der Zukunft.Räume” entstehen regelmäßig neue Begegnungen, Kooperationen und Ideen für die wirtschaftliche Entwicklung der Region.

Ein Fundament für die Zukunft

Die Erfahrungen der vergangenen vier Jahre zeigen, dass nachhaltige Innovationsförderung weit mehr ist als die Finanzierung einzelner Projekte. Sie lebt von starken Partnerschaften, persönlicher Begleitung und dem Vertrauen der Unternehmen in regionale Netzwerke. Mit Zukunft.Raum.Schwarzwald ist es gelungen, diese Grundlagen in der Region zu schaffen. Die während der Projektlaufzeit jüngst von der Landesbank bewilligte Mittelaufstockung unterstreicht das Vertrauen in den eingeschlagenen Weg und ermöglicht es, erfolgreiche Förderangebote weiterzuführen und auszubauen. Gleichzeitig arbeiten die Projektpartner bereits an der Weiterentwicklung des Ansatzes. Ziel ist es, die aufgebauten Strukturen langfristig zu sichern und noch mehr Unternehmen für Zukunftsthemen zu begeistern. Denn die Herausforderungen der kommenden Jahre lassen sich auch künftig am besten gemeinsam bewältigen.

„Die größte Stärke von Zukunft.Raum.Schwarzwald sind nicht einzelne Projekte, sondern fleißige Menschen, die kluge Kooperationen zwischen Unternehmen und Hochschulen suchen. Wir sind glücklich, dass wir mit Zukunft.Raum.Schwarzwald diese Kooperationen befeuern dürfen. So entsteht genau das extra Quantum Innovationskraft, das unsere Region auch in Zukunft erfolgreich machen wird“ fasst Dr. Ralf Binder, Geschäftsführer Zukunft.Raum.Schwarzwald und bei der regionalen Wirtschaftsförderung Freiburg zusammen.




Ressort: Wirtschaft

Kommentare

Der Außerhotze
0
Der Außerhotze
1 stunde vor
"Für viele Unternehmen ist der Zugang zu wissenschaftlichen Einrichtungen zunächst mit Hemmschwellen verbunden"
Das gilt für die Leute am Hochrhein aber wirklich nicht nur für wissenschaftliche Einrichtungen.
Die Statur "Grenzgänger" beschreibt die Mentalität prächtig.
Würden sie mal die Koffer packen und nach Köln fahren, der Kulturschock wäre vorprogrammiert.
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