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Tanken an der Autobahn: Baden-Württemberg unter den teuersten Bundesländern
Tankstelle ©Gerald Kaufmann
  • 06. Juli 2026

Tanken an der Autobahn: Baden-Württemberg unter den teuersten Bundesländern

Von Christoph Rheinwald |ADAC Württemberg e.V.

Abfahren lohnt sich besonders

ADAC Untersuchung vergleicht Spritpreise an Autobahntankstellen mit Straßentankstellen in Deutschland. In Baden-Württemberg bis zu 40 Cent Ersparnis je Liter möglich

Wer in Baden-Württemberg auf der Autobahn tankt, zahlt deutlich drauf: Das zeigt eine aktuelle bundesweite Erhebung des ADAC, die erstmals sämtliche über 14.000 deutschen Tankstellen erfasst hat – darunter alle rund 360 Autobahntankstellen. Für Baden-Württemberg ergab die Untersuchung deutliche Preisunterschiede: Neben Rheinland-Pfalz und Bayern zählte das Land zu den teuersten Regionen für Kraftstoff an der Autobahn, während die Straßentankstellen im Südwesten unter den günstigsten im bundesweiten Vergleich lagen.

„In Baden-Württemberg lohnt es sich besonders, zum Tanken von der Autobahn abzufahren", sagt Holger Bach, Abteilungsleiter Verkehr und Umwelt beim ADAC Württemberg. „Die mögliche Ersparnis liegt bei bis zu 40 Cent pro Liter. Wir raten deshalb grundsätzlich dazu, abseits der Autobahn zu tanken." Bereits bei einem geringen Umweg sei der Preisunterschied erheblich und könne schnell mehr als zehn Euro je Tankfüllung ausmachen.

Baden-Württemberg: teuer an der Autobahn, günstig an der Straße

An den Autobahntankstellen in Baden-Württemberg kostete im Erhebungszeitraum Super E10 im Schnitt 2,475 Euro je Liter, Diesel 2,652 Euro. Ganz anders das Bild abseits der Autobahn: Mit durchschnittlich 2,078 Euro je Liter war Super E10 an baden-württembergischen Straßentankstellen sogar am günstigsten im Bundesländer-Vergleich. Bei Diesel lag der Landesdurchschnitt mit 2,282 Euro je Liter genau im bundesweiten Mittel.

Damit ergab sich für Baden-Württemberg eine besonders große Preisdifferenz: Bei Super E10 ließen sich im Schnitt 40 Cent je Liter sparen, wenn man statt an der Autobahn abseits davon tankte. Bei Diesel waren es 37 Cent – in beiden Fällen mehr als der bundesweite Durchschnitt von rund 33 Cent je Liter.

ADAC kritisiert hohe Spritpreise an der Autobahn

Der ADAC kritisiert die Höhe der Kraftstoffpreise an den Autobahntankstellen. Ein gewisser Aufpreis aufgrund teurer Konzessionen und des Angebots rund

um die Uhr ist aus ADAC Sicht nachvollziehbar, jedoch nicht in dem teils massiv überteuerten Umfang. Es liegt an den Autofahrerinnen und Autofahrern selbst, ob sie die Tankstellen an den Autobahnen meiden und zum Tanken abfahren.

Eine begleitende ADAC Umfrage zeigt: 63 Prozent der Autofahrerinnen und Autofahrer würden wegen der Preise von der Autobahn abfahren, 42 Prozent davon bereits ab einer Ersparnis von 10 Cent je Liter. Im Umkehrschluss bedeutet dies aber auch, dass rund ein Drittel der Befragten bereit ist, die oftmals deutlich höheren Autobahnpreise zu bezahlen, obwohl der Umweg zu einer günstigen Station oft nur wenige 100 Meter ausmacht. Grundlage der ADAC Untersuchung waren die Preisdaten der Markttransparenzstelle für Kraftstoffe aus dem Zeitraum vom 6. bis 19. April 2026. Während des zweiwöchigen Erhebungszeitraums – noch ohne Tankrabatt – gab es auf dem Kraftstoffmarkt als Folge des Irankriegs erhebliche Preisturbulenzen.

Über die Spritpreis-App „ADAC Drive" können sich Autofahrerinnen und Autofahrer rund um die Uhr über aktuelle Preise an den rund 14.000 Tankstellen in Deutschland informieren. Weitere Informationen zum Kraftstoffmarkt bietet der ADAC unter www.adac.de/tanken-autobahn




Ressort: Reise und Verkehr

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