
- 24. August 2026
AvD: Zum Ende der Sommerferien trifft Rückreisewelle auf Baustellen
Die drei ohnehin verkehrsträchtigsten Bundesländer stehen vor dem Schulstart. Damit beginnt die entscheidende Phase des Sommerreiseverkehrs. Nordrhein-Westfalen beendet die Ferien Mitte nächster Woche, Baden-Württemberg und Bayern folgen Mitte September. Gerade diese Länder sind wichtige Transitachsen in Richtung Süden und Westen. Die Autobahn GmbH des Bundes erwartet deshalb in der nächsten Zeit weitere Rückreisewellen. Besonders kritisch sind erfahrungsgemäß Freitag- und Samstagnachmittag sowie der Sonntag. Der Automobilclub von Deutschland (AvD) klärt auf, wo es erwartungsgemäß zu Verkehrsstauungen kommen kann, und gibt hierzu nützliche Hinweise.
Aus den Erfahrungen der Rückreisewelle im Sommer 2025 werden auch für dieses Jahr wieder auf den Autobahnen Süddeutschlands zahlreiche Störungen erwartet. Insbesondere auf A3, A5, A6, A7, A8, A9, A93 und A99 gilt daher besondere Aufmerksamkeit im dichten Straßenverkehr. Allein die A99 wird auf ihrer gesamten Strecke als staugefährdet eingestuft. Zusätzlichen Druck erzeugen zahlreiche Baustellen. Als besonders stauanfällig gelten aktuell unter anderem Abschnitte der A1, A2 und A3 in Nordrhein-Westfalen, der A5 und A6 in Baden-Württemberg sowie der A7, A8, A9, A93 und A99 in Bayern beziehungsweise auf den Südachsen. Eine aktuelle Übersicht bietet die Staurisikokarte der Autobahn GmbH. Auch längerfristige Sperrungen wie die Ausfahrt Oberhausen-Eisenheim an der A516 bis voraussichtlich Mai 2027 zeigen, dass eine frühzeitige Reiseplanung von Bedeutung ist.
Generell müssen Baustellen aus Sicht des AvD besser koordiniert und frühzeitig angekündigt werden. Bei längeren Sperrungen braucht es realistische, großräumige Alternativen. Öffentliche Verkehrsdaten sollten zudem diskriminierungsfrei für Navigationsanbieter verfügbar sein. Denn wer erst im Stau von einer Sperrung erfährt, hat kaum noch eine sinnvolle Ausweichmöglichkeit.
Gut vorbereitet sicher ans Ziel
Zusätzlich können Autofahrer selbst einiges tun. Wenn möglich, Montag oder Dienstag außerhalb des Berufsverkehrs fahren, vor der Abfahrt Baustellen, Sperrungen und Grenzkontrollen prüfen und nicht blind jeder automatischen Navi-Umleitung folgen. Getränke, notwendige Medikamente und Ladekabel gehören griffbereit ins Fahrzeug. Wer elektrisch fährt, sollte neben dem geplanten Ladestopp mindestens eine alternative Ladestation einplanen. Zudem sollten bei mehrstündigen Fahrten ausreichend Pausen eingeplant werden.
Und falls man doch in stockenden Verkehr gerät, ist es ganz wichtig, sofort eine Rettungsgasse zu bilden – nicht erst, wenn Blaulicht zu sehen ist. Dies ist gemäß § 11 der Straßenverkehrs-Ordnung (StVO) auch zwingend vorgeschrieben. Die Rettungsgasse ist zwischen dem äußerst linken und dem unmittelbar rechts danebenliegenden Fahrstreifen zu bilden. So kommen Feuerwehr, Polizei und Rettungsdienste trotz Stau schnell zur Unfallstelle.
Wer seine Rückfahrt flexibel plant, aktuelle Baustellen kennt und im Stau besonnen handelt, hat die besten Chancen, dass die Erholung nicht auf den letzten Autobahnkilometern endet.
AvD – Der Automobilclub. Seit über 125 Jahren.
Mit über 125 Jahren Geschichte ist der Automobilclub von Deutschland (AvD) einer der traditionsreichsten und zugleich vielseitigsten Mobilitätsdienstleister des Landes. Seit seiner Gründung im Jahr 1899 setzt sich der AvD für die Interessen einer mobilen Gesellschaft ein und hat die Entwicklung des Automobils von Beginn an aktiv mitgestaltet. Bereits 1904 gehörte der AvD zu den Gründern der Internationalen Automobil-Ausstellung (IAA) in Frankfurt und war Mitinitiator der AIACR (Association Internationale des Automobile Clubs Reconnus), aus der später der Weltautomobilverband FIA hervorging. Meilensteine wie die Einführung der ersten Kfz-Versicherung ab 1918 oder die ab 1924 ausgestellte „Bestallungsurkunde für Kraftfahrer“ als Vorläufer des heutigen Führerscheins unterstreichen die Pionierrolle des Clubs.









