
- 21. Juli 2026
Gegendarstellung aus Wutach
Gegendarstellung von Gemeinderätin Franziska Stritt
zur Berichterstattung in der BZ am Samstag, 18.07.26
Zur journalistischen Sorgfalt gehört es, dass auch die andere, zweite Seite zu Wort kommt. Das ist in Ihrer Berichterstattung nicht geschehen, dadurch entsteht ein verzehrtes, falsches Bild.
Der Gemeinderat wurde kurzfristig von Herrn Pfliegensdörfer zu einem Pressegespräch am Freitag, 17.07.26, um 11 Uhr eingeladen – mit der Zusage einer „lösungsorientierten Diskussion“. In der Hoffnung auf Fairness, waren wir zur Teilnahme bereit und haben unsere eigene Pressekonferenz abgesagt.
Wir, die vier Mitglieder des Gemeinderats Katharina Müller, Günter Nosbüsch, Frank Grießhaber und Franziska Stritt wurden vom Bürgermeister und von Herrn Michael Hoyer, Kommunikationstrainer, im Ratssaal begrüßt. Anwesend war zu Beginn des Pressegesprächs nur ein einziger Medienvertreter.
Herr Pfliegensdörfer sagte, dass Herr Hoyer von der Gemeinde Wutach zu Beratungszwecken beauftragt worden sei. Eine solche Beauftragung ist dem Gemeinderat nicht bekannt.
Im Gegenteil: Die gewählten Gemeinderäte hatten im Januar 2025 Gelegenheit Herrn Hoyer kennenzulernen. Dabei wurde klar, dass der Gemeinderat eine Zusammenarbeit mit ihm nicht wünscht. Wichtig hierbei: Für ein Gespräch mit einem anderen Mediator zeigte sich der gewählte Gemeinderat stets offen.
Weiterhin teilte der Bürgermeister in den einleitenden Sätzen den Geladenen mit, dass die anwesenden Gemeinderäte lediglich in zuhörender Funktion zugegen seien und Rückfragen allein der Presse gestattet seien. Das hat der Berichterstatter der BZ der Öffentlichkeit in seinem Bericht vorenthalten. Gerade dieser wichtige Punkt lässt an der Objektivität zweifeln.
Das Gremium zu einem transparenten Austausch einzuladen, um dann am Veranstaltungstag selbst den angekündigten Raum der „lösungsorientierten Diskussion“ zu verwehren und Fragen des Gremiums nicht zu erlauben, ist nicht nachvollziehbar und verhöhnt geradezu das angeblich angestrebte Miteinander.
Aus diesem und ausschließlich aus diesem Grund verließen die anwesenden Räte den Ratssaal. Wir wurden von der BZ zu unserem Verhalten nicht befragt. Stattdessen wird suggeriert, wir seien destruktiv. Das ist tendenziös und einem seriösen Medium nicht angemessen.
Der Bericht erweckt den Eindruck, dass der Gemeinderat nicht gesprächsbereit sei und seine Funktion als gewählte Vertreter:in der Mitbürgerinnen und Mitbürger nicht nachkommen möchte.
Dies ist gänzlich falsch. Solche einseitigen Darstellungen schaden der Gemeinde und einer Zusammenarbeit nachhaltig. Sie haben als Zeitung auch eine Verantwortung, der Sie mit dieser Berichterstattung nicht gerecht werden. Wir, die gewählten Gemeinderätinnen und Gemeinderäte, nehmen unsere Verantwortung, die dieses Ehrenamt mit sich bringt, ernst und wünschen uns eine offene und ehrliche Zusammenarbeit auf Augenhöhe, einen transparenten Diskurs, der einzig zum Wohle der Wutacherinnen und Wutachern dienen soll.
Abschließend ist zu sagen:
Verantwortungsvolles Handeln eines Bürgermeisters zeigt sich im Alltag, im Umgang mit Mitarbeitenden und Bürgerinnen und Bürgern, in der Zusammenarbeit mit dem Gemeinderat und nicht bei einer Pressekonferenz








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