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28. März 2014
Eröffnung der neu konzipierten und erweiterten Ausstellungshalle
Rechtzeitig auf den Saisonbeginn des Schweizerischen Militärmuseums im aargauischen Full-Reuenthal Anfang April wird die neu konzipierte und erweiterte Ausstellung mit Panzern, Geschützen und Fahrzeugen in einer besonderen Halle eröffnet.
Eine Vergrösserung der Ausstellungsfläche um 750 Quadratmeter erlaubte die Erweiterung und völlige Neugestaltung der in der Schweiz grössten öffentlich zugänglichen Sammlung von Panzern, Geschützen und Fahrzeugen.
für Panzer, Geschütze und Fahrzeuge des Schweizerischen Militärmuseums Full
Gezeigt wird nicht nur die praktisch lückenlose Reihe von Schweizer Kampf- und Schützenpanzern vom Panzerwagen 39 vom Beginn des Zweiten Weltkriegs bis zum Panzer 68/88, dem letzten als Schweizer Eigenentwicklung hergestellten Panzer der Armee. Zu sehen sind auch Spezialfahrzeuge wie Entpannungs- und Brückenpanzer, aber auch seltene Prototypfahrzeuge wie die heute einzige noch funktionsfähige Panzerartilleriekanone 68. Abgerundet wird die Sammlung von Schweizer Raupenfahrzeugen durch verschiedene Typen von Panzerhaubitzen und Munitionstransportfahrzeugen.
Einmalig in der Schweiz ist die vergleichende Gegenüberstellung mit Panzerfahrzeugen des Auslands. Schweizer Soldaten übten während des Kalten Krieges immer wieder den Einsatz gegen die nur aus Fotos und Filmen bekannten Panzer des Warschauer Pakts. Nun sind alle diese Fahrzeuge 1:1 im Schweizerischen Militärmuseum Full zu besichtigen. Neben schweren russischen Kampfpanzern wie dem T-55 und dem T-72 und Schützenpanzern wie BTR-50 und BMP finden sich auch Spezialpanzer für die Fliegerabwehr, die Funkführung und sogar für das Ausheben von Schützen- und Panzergräben.
Im Vergleich zu den schweren Panzerfahrzeugen der westlichen Staaten (USA, Deutschland, Frankreich oder Schweden) aus der Zeit des Kalten Krieges nehmen sich die ausgestellten Panzer aus der Zeit des Zweiten Weltkrieges geradezu zierlich aus. Blickfang bildet hier ein bereits altertümlich anmutender leichter Panzer Stuart M3A1, der von den US-Streitkräften 1942/43 in Tunesien eingesetzt wurde.
An Panzer- und Fliegerabwehrgeschützen aus der Zeit des Zweiten Weltkrieges vorbei gelangt man zur Ausstellung von Radfahrzeugen der Schweizer Armee.
Hier finden sich neben den legendären Jeeps alle nach dem Zweiten Weltkrieg verwendeten Zugfahrzeuge der Artillerie mit den zugehörigen Haubitzen und Kanonen, aber auch schwere Lastwagen, Muldenkipper und Abschleppwagen. Neben aus dem Jahr 1944 stammenden amerikanischen Lastwagen insbesondere der Marke GMC – ein Benzinverbrauch von 85 Liter auf 100 km war üblich – wecken Fahrzeuge mit den Namen ehemaliger Schweizer Fahrzeugbauer wie Saurer, Berna oder FBW nostalgische Gefühle.
Dass es sich bei den ausgestellten Panzern und Fahrzeugen nicht um totes Ausstellungsmaterial, sondern um Bestandteile eines lebendigen Museums handelt, zeigt das Militärmuseum an besonderen Tagen, an denen verschiedene der ausgestellten Fahrzeuge in Bewegung vorgeführt werden. Die Museumscrew ist zu Recht stolz darauf, dass praktisch alle Fahrzeuge derart restauriert und unterhalten werden, dass sie voll fahrfähig sind.
Die erweiterte und neu konzipierte Ausstellung bildet in einer eigenen Halle Bestandteil des Schweizerischen Militärmuseums Full. Dieses zeigt neben der genannten Sammlung von Panzern, Geschützen und Fahrzeuge auf insgesamt 10‘000m2 Ausstellungsfläche einen umfassenden Überblick über die Schweizer Artillerie, Flieger- und Panzerabwehr und Ausstellungen zum Pferd in der Armee und die Schweizer Tauchschwimmer. Einmalig sind die kompletten Werksammlungen der ehemaligen Oerlikon-Contraves (Fliegerabwehr, Flugzeugbewaffnung, Lenkwaffen) und der Mowag Kreuzlingen mit gepanzerten Rad- und Raupenfahrzeugen. Einzigartig ist schliesslich auch die Ausstellung von rund 100‘000 Zinnfiguren der Sammlung Reber unter dem Motto «Weltgeschichte in Zinn gegossen».
Das Schweizerische Militärmuseum Full ist ab dem 4. April bis Ende Oktober jeden Freitag, Samstag und Sonntag von 10:00 bis 17:00 Uhr geöffnet. Das Museum verfügt über ein eigenes Restaurant und einen Museumsshop. Full-Reuenthal befindet sich am Rhein zwischen Koblenz und Leibstadt. In unmittelbarer Nähe kann an Samstagen auch die zum Museum gehörende Festung Reuenthal besichtigt werden.






