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02. Juni 2014
Kliniken Schmieder eröffnen ihre Erweiterungsbauten
Größter Anbieter Neurologischer Rehabilitation in Baden-Württemberg
Allensbach - Mit einem Investitionsvolumen von rund 15 Millionen Euro haben die Kliniken Schmieder ihren Standort in Allensbach in den letzten beiden Jahren erweitert. Ende Mai wurden nun die Neubauten feierlich eröffnet und zugleich das 40-jährige Jubiläum des Standortes gefeiert. Durch die Erweiterung entstanden 35 weitere Betten und ca. 70 Arbeitsplätze wurden geschaffen. Überraschungsgast war der ehemalige Bundesfinanzminister Hans Eichel, der nach einem Schlaganfall in Allensbach behandelt wurde.
Dr. Dagmar Schmieder, Vorsitzende der Geschäftsführung, begrüßte bei der Eröffnungsfeier die Gäste und gab einen kurzen Rückblick auf die 40-jährige Baugeschichte in Allensbach. Sie lobte die ausgezeichnete und enge Zusammenarbeit mit der Gemeinde Allensbach und unterstrich, dass der Standort, an dem die Behandlung in allen neurologischen Phasen angeboten werde, für sie etwas ganz besonderes sei. „Die Klinik in Allensbach ist der Geburtsort der Frührehabilitation Phase B in Baden-Württemberg“. Auf drei neuen Stationen für Frührehabilitation wurden hier großzügige Räumlichkeiten für Patienten der Phase B geschaffen.
Diese beinhalten Isolationsmöglichkeiten mit Hygieneschleusen, Deckenlifter und eine eigene Liegendkrankenanfahrt. Ebenfalls wurde ein modernes Empfangsgebäude geschaffen, eine Piazza und zahlreiche neue Parkplätze. Fr. Dr. Schmieder sprach allerdings auch ihre aktuelle Sorge aus, dass derzeit gerade in der Frührehabilitation eine Zersplitterung der Standorte drohe, statt vorhandene Standorte mit diesem Angebot weiter zu stärken. Nach Fertigstellung der Erweiterungsbauten sei man nicht untätig geblieben und habe seither bereits ältere Bettenhäuser modernisiert und saniert. Bei allem gehe es den Kliniken Schmieder jedoch nicht um Wachstum um des Wachstums willen, sondern um die Weiterentwicklung des Fachgebiets.
„Es ist nie zu spät, man kann immer noch was bewegen“, so beschrieb Hans Eichel in seiner Rede bei der Eröffnungsfeier ein zentrales Gefühl, das er während seiner Rehabilitation in Allensbach hatte. Der ehemalige Bundesfinanzminister war nach einem Schlaganfall in Allensbach behandelt worden und stellte damit eine direkte Verbindung zum Motto der Kliniken Schmieder „Nie aufgeben!“ her, das hier vor allem durch das große Engagement der Mitarbeiter gelebt werde. Die Kompensationsfähigkeit des Gehirns, selbst nach Jahren einer Schädigung wieder Genesungsfortschritte zu erzielen, war ein zentrales Thema bei den Festreden. Der Ärztliche Leiter des Standortes Prof. Joachim Liepert wies auf die große Bedeutung der Teamarbeit verschiedener Berufsgruppen hin, um die Rehaziele der Patienten umzusetzen, die allerdings nur bei einer ausreichend lange Behandlungsdauer erreichbar seien. Damit sprach er den Stellenwert der Rehabilitation und deren Finanzierung im Gesundheitswesen an.
Die Parlamentarische Staatssekretärin im Bundesgesundheitsministerium Annette Widmann-Mauz wies in ihrer Rede auf die Finanzierungsverantwortung hin und den Willen der Gesundheitspolitik Rehabilitation gerade in einer älter werdenden Gesellschaft zu stärken. Dabei seien die Kliniken Schmieder mit ihrem qualitätsorientiertem Behandlungskonzept nicht nur erfolgreich, was das stetige Wachstum zeige, sondern bieten auch im besten Sinne eine hochwertige und menschliche Medizin, die weit über die Landesgrenzen hinausreiche. Jürgen Lämmle, Ministerialdirektor im Sozialministerium Baden-Württembergs, lobte die Kliniken Schmieder als „festen und kompetenten Partner des Landes“, die sich gerade an der Fachplanung des Landes professionell und unverzichtbar beteiligen. Landrat Frank Hämmerle sprach von den Kliniken Schmieder als „Glücksfall für den Landkreis“, denn durch sie werde der Gesundheitsstandort gestärkt und die Region erhalte mit über 1.000 Mitarbeitern an den Bodenseestandorten ein starkes wirtschaftliches Fundament. Dies unterstrich auch Bürgermeister Helmut Kennerknecht. Die Erweiterungsbauten seien ein Konjunkturprogramm für die Region, Werbung für Allensbach und ein Bekenntnis zum Standort. Sehr einfühlsam beschrieb er auch das Gefühl, wenn man über den Campus der Klinik laufe und Patienten mit schweren Schicksalen begegne, wie zerbrechlich menschliches Leben sei und welch großartige Leistung die Mitarbeiter vollbringen, in dem sie Patienten wieder „ihre Handlungsfähigkeit, ihre soziale Würde zurückgeben und im besten Fall wieder zurück in den Beruf oder in die eigene selbstbestimmte Welt zurückführen“. Christopher Hermann, Vorstandsvorsitzender der AOK, legte seinen Fokus auf die Qualitätsorientierung der Kliniken Schmieder, die sie zu „einer absolute Ausnahmestellung in der Neurologische Rehabilitation macht“. Neurorehabilitation bewahre vor Pflegebedürftigkeit und sie verhindere auch Chronifizierung von Krankheiten und letztlich auch Hospitalisierung.





