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Oberbayern war zwei Tage Zentrum der Energiebranche
Haus und Wärmepumpe ©Gerald Kaufmann
  • 24. März 2026

Oberbayern war zwei Tage Zentrum der Energiebranche

Von Ute Linsbauer | EGIS eG

EGIS eG richtet Jahrestagung der ABSI in Neuötting aus – Astrophysiker Harald Lesch spricht in der Basilika St. Anna – Speicher im Fokus der Fachdiskussion

Zwei Tage lang stand das oberbayerische Neuötting im Mittelpunkt der Energiewende: Zur 33. Jahrestagung der Arbeitsgemeinschaft Bayerischer Solarinitiativen (ABSI) kamen vom 20. bis 21. März 240 Fachleute aus Deutschland und Österreich zusammen. Gastgeberin des Branchentreffens war in diesem Jahr die EGIS eG. Die Energiegenossenschaft begrüßte interessierte Bürgerinnen und Bürger, Vertreterinnen und Vertreter aus Kommunen, Wissenschaft, Handwerk, Initiativen und Energiewirtschaft im Stadtsaal Neuötting. „Wir alle wollen eine erfolgreiche Energiewende. Das kann nur gemeinsam gelingen. Bei der ABSI-Jahrestagung teilen wir deshalb unser Wissen und unsere Erfahrungen“, sagte Pascal Lang, Vorstandsvorsitzender der EGIS eG, zum Auftakt.

Klimakrise, Kirche und Energiewende: Abendveranstaltung mit Harald Lesch

Höhepunkt des ersten Veranstaltungstages war eine Abendveranstaltung mit dem Astrophysiker und Wissenschaftskommunikator Harald Lesch. Sie fand im katholischen Wallfahrtsort Altötting statt. 900 Gäste folgten der Einladung in die Basilika St. Anna. Harald Lesch sprach dort über die Klimakrise und las Passagen aus dem Schreiben Laudate Deum von Papst Franziskus vor, welches die Dringlichkeit entschlossenen Handelns im Klimaschutz betont.

„Energiegenossenschaften spielen eine überragende Rolle für die Energiewende. Ohne sie wäre der erforderliche Wandel nicht möglich – denn Energie gehört in Bürgerhand. Genau deshalb unterstütze ich Veranstaltungen von Genossenschaften wie der EGIS eG sehr gerne: Sie zeigen, wie viel vor Ort entsteht, wenn Menschen gemeinsam Verantwortung übernehmen. Ihre Region macht vor, wie es gehen kann“, sagte Harald Lesch anlässlich der ABSI-Jahrestagung.

Speicher im Mittelpunkt der Fachdiskussion

Die Tagung widmete sich der Frage, wie erneuerbare Energien künftig rund um die Uhr verlässlich verfügbar sein können. Speichertechnologien und ihre Rolle für ein stabiles Energiesystem standen dabei besonders im Fokus. In Vorträgen und einer Podiumsdiskussion tauschten sich die Teilnehmenden über Batteriespeicher, kommunale Lösungen und die Einbindung von Speichern in regionale Energiekonzepte aus.

Bürgerenergie als Motor der Energiewende

Die Tagung unterstrich zugleich die Bedeutung von Bürgerenergie und regionalen Initiativen für den Ausbau erneuerbarer Energien. Als Gastgeberin betonte die EGIS eG die Rolle von Energiegenossenschaften als Motor der lokalen Energiewende. „Veränderung gelingt dort besonders gut, wo Menschen ihr Wissen teilen und gemeinsam Projekte umsetzen“, sagte Pascal Lang. „Die Jahrestagung bietet eine Plattform, um Erfahrungen aus der Praxis weiterzugeben und neue Impulse für die Energiewende zu setzen.“

Austausch zwischen Praxis, Kommunen und Wissenschaft

Weitere Programmpunkte waren Exkursionen zu regionalen Energieprojekten wie dem Laufwasserkraftwerk Neuötting. Damit blieb die EGIS eG auch bei dieser Veranstaltung ihrem Anspruch treu, die Energiewende erlebbar zu machen.

Die Jahrestagung der Arbeitsgemeinschaft Bayerischer Solarinitiativen gilt seit über 30 Jahren als wichtiger Treffpunkt für Akteurinnen und Akteure der Energiewende im süddeutschen Raum. Dass sie 2026 in Neuötting stattfand, unterstreicht die Rolle der Region als aktiven Standort für Bürgerenergie und erneuerbare Projekte.

ABSI-Gastgeberin EGIS eG ist mit über 3.300 Mitgliedern eine der großen Energiegenossenschaften in Deutschland und eine der größten in Bayern. Seit ihrer Gründung hat sie zahlreiche Projekte zur Erzeugung und Nutzung erneuerbarer Energien umgesetzt. Weitere Informationen zur EGIS eG gibt es unter www.egis-energie.de.

 

Über die EGIS eG:

Die EGIS eG ist eine Energiegenossenschaft mit über 3.300 Mitgliedern – darunter Bürgerinnen und Bürger, Kommunen und Unternehmen. Gemeinsam setzen sie sich für eine dezentrale, nachhaltige und gemeinschaftlich getragene Energiewende ein. Seit ihrer Gründung im Jahr 2013 hat die Genossenschaft über 40 Projekte zur Erzeugung und Verteilung Erneuerbarer Energien realisiert – mit einem Schwerpunkt auf Photovoltaik, Fernwärme und Ladeinfrastruktur. Mit ihrem eigenen EGIS-ÖKOSTROM-Tarif bietet sie zudem 100 Prozent Ökostrom aus Sonne, Wind und Wasser an.

Die EGIS eG ist deutschlandweit aktiv. Bürgerinnen und Bürger können sich an der Genossenschaft beteiligen und erhalten eine jährliche Dividende. Damit profitieren sie direkt von der lokalen Wertschöpfung und engagieren sich zugleich für den Klimaschutz: Die Projekte der EGIS eG sparen jährlich über 55.000 Tonnen CO₂ ein. Bei allen Vorhaben steht der gesellschaftliche Nutzen im Vordergrund.


Ressort: Energie und Umwelt

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