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02. März 2026
Statement von DIHK-Außenwirtschaftschef Volker Treier:
„Die Entwicklung im Nahen Osten besorgt die deutsche Wirtschaft zunehmend. Noch sind die wirtschaftlichen Folgen nicht klar abzusehen. Negative Auswirkungen zeichnen sich jedoch insbesondere durch steigende Ölpreise sowie zu befürchtende neue Lieferkettenprobleme ab.
Rund 1.800 deutsche Unternehmen sind in den Staaten des Golfkooperationsrates (GCC) aktiv – in den Vereinigten Arabischen Emiraten, Saudi-Arabien, Oman, Kuwait, Bahrain und Katar. Für viele, gerade für kleinere und mittlere Betriebe, ist die Region ein wichtiger Markt und Investitionsstandort. Entsprechend eng sind die wirtschaftlichen Verflechtungen.
Hinzu kommt die energiepolitische Dimension: Etwa ein Fünftel der weltweiten Energieimporte passiert täglich die Straße von Hormus. Deutschland ist auf Öl- und LNG‑Lieferungen angewiesen. Schon die Aussicht auf Einschränkungen würde die Weltmarktpreise spürbar treiben. Die Energiemärkte reagieren bereits jetzt empfindlich.
Zugleich ist die Golfregion ein neuralgischer Knoten im globalen Containerverkehr und in der Luftfahrt. Weitere Störung – etwa im Roten Meer – würde internationale Logistikketten empfindlich treffen, und damit auch die deutsche Wirtschaft.“







