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März 05, 2026

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‚Große Reise‘ zeigt, wie positiv der Hochschwarzwald mit kommenden Veränderungen umgeht
Zukunftsprozess Hochschwarzwald: Zukunftswerkstatt in Titisee-Neustadt am 15./16. April 2026 ©Hochschwarzwald Tourismus GmbH
  • 22. April 2026

‚Große Reise‘ zeigt, wie positiv der Hochschwarzwald mit kommenden Veränderungen umgeht

Von Anna Freund | Hochschwarzwald Tourismus GmbH

- Für eine gemeinsame Zukunftsstrategie

Veränderungen gehören zum Leben, sie sind notwendig und unumgänglich. Doch Transformationsprozesse stellen Gesellschaften und Individuen auch vor große Herausforderungen – insbesondere in Zeiten, die von Krisen und rasantem Wandel geprägt sind. Wie offen die Bürger:innen im Hochschwarzwald Veränderungen gegenüberstehen, zeigte sich bei den Zukunftsworkshops der ‚Großen Reise‘, die vom 13. bis 17. April 2026 in 20 Gemeinden der Region stattfanden und in deren Rahmen Bedürfnisse und Potenziale vor Ort erfasst sowie Ansätze für konkrete Ideen und Anknüpfungspunkte für Impulsprojekte konzipiert wurden.
 
Hinterzarten - Wie kann sich der Hochschwarzwald als Lebens- und Tourismusregion zukunftsfähig weiterentwickeln – und welche Rolle spielen dabei die einzelnen Kommunen? Mit diesen und weiteren Fragen befasst sich das Ende 2025 von der Hochschwarzwald Tourismus GmbH (HTG) initiierte Projekt Zukunftsprozess Hochschwarzwald. Ziel des vom LEADER-Förderprogramm der Europäischen Union geförderten Projekts ist es, sowohl das Profil jeder einzelnen Gemeinde zu schärfen und daraus Perspektiven für die weitere Entwicklung abzuleiten als auch eine langfristig tragfähige Entwicklung des Hochschwarzwalds als attraktives Reiseziel und als lebenswerte Region als Ganzes zu sichern.

Mit Beteiligungsformaten, etwa einer Umfrage und einer digitalen Ideenkarte zur Sammlung von Verbesserungsvorschlägen für die Lebensqualität vor Ort, wurde das Projekt eingeleitet. Inzwischen ist die nächste Projektphase erreicht, in der es um konkrete Veränderungskonzepte in den 21 Mitgliedskommunen der HTG geht. Während der ‚Großen Reise‘ (13. bis 17. April) führten drei Teams in den einzelnen Gemeinden Workshops mit jeweils 15 bis 20 Teilnehmenden durch. Die Gruppen setzten sich unterschiedlich zusammen: aus Vertreter:innen der kommunalen Politik und Verwaltung sowie weiteren Akteur:innen und engagierten Bürger:innen, die zur Mitwirkung aufgerufen waren. Dabei nahmen sie Impulse auf und entwickelten konkrete Projektideen. Das Projekt startet nun in seine nächste Phase.

Der Hochschwarzwald sei eine Kooperationsgemeinschaft, betonte HTG-Geschäftsführer Patrick Schreib zu Beginn der kommunalen Zukunftsworkshops. Ziel des Zukunftsprozesses sei die Entwicklung eines gemeinsamen Zukunftsverständnisses für den Hochschwarzwald. Nur, wenn die Gemeinden die eigenen Identitäten und Qualitäten kennen, können Konzepte für Lebensqualität, Begegnung und nachhaltige Nutzung geschaffen und in ein gemeinsames Tun übertragen werden.

Bei den einzelnen Workshops führten Mitarbeiter:innen von nonconform, einem Büro für Ortsentwicklung und Prozessbegleitung, durch das Programm, das in drei Teile untergliedert war: Zu Beginn wurden die Teilnehmenden gebeten, sich vorzustellen und kurz festzuhalten, was sie am jeweiligen Ort besonders, markant, schön, lebens- und liebenswert fänden. Anschließend fand eine konzentrierte Begehung des Ortskerns beziehungsweise bestimmter Ortsteile statt. Und schließlich wurde in mehreren Kleingruppen gearbeitet, um konkrete Verbesserungsvorschläge und Ansätze für Impulsprojekte zu den besuchten Orte zu erarbeiten. Am Ende der jeweiligen Workshops wurden die Ergebnisse präsentiert und dokumentiert. Einige thematische Schwerpunkte in Hinblick auf eine verbindende Zukunftsstrategie ließen sich dabei in allen Gemeinden benennen – etwa „gutes Leben im Alltag“, der „Mehrwert für Einheimische“, die „authentische Erlebnisqualität für Gäste“ sowie die „langfristige, nachhaltige Wirkung“ des Aufenthalts. Gleichzeitig wurde deutlich, wie wichtig es ist, die jeweiligen Alleinstellungsmerkmale der Orte zu stärken und weiterzuentwickeln – insbesondere auf Basis ihrer spezifischen Potenziale.

Als gemeinsame Projektansätze in den Gemeinden ließen sich beispielsweise die Öffnung und Belebung der Ortsmitten unter Veränderung der Verkehrsstrukturen oder Verlagerung der Parksituationen – hin zu einer Verbesserung der Aufenthaltsqualität vor Ort – skizzieren.

Vielerorts wurde außerdem darüber nachgedacht, negative Rahmenbedingungen bewusst ins Positive zu wenden; beispielsweise Leerstand proaktiv zu nutzen oder neue Nutzungskonzepte für leerstehende Gebäude zu entwickeln. Generell erkannten die Teilnehmenden, dass es häufig keiner großen Investitionen bedarf, sondern Aufmerksamkeit, Pflege oder Ideenreichtum ausreichen, um bestimmte Räume oder Plätze aufzuwerten.

Die Impulse aus den Ortsbegehungen hinterließen einen positiven Gesamteindruck bei den teilnehmenden Mitarbeitenden der Verwaltung sowie bei den Bürger:innen und lokalen Akteur:innen. So bedankte sich Dr. Gerrit Reeker, Bürgermeister von Titisee-Neustadt, nach dem Workshop im Neustädter Rathaus bei den Teilnehmenden für den konstruktiven Diskurs, der zeige, dass alle Anwesenden die Ortsbedingungen gut kennen würden. Es seien „keine Luftschlösser“ gebaut worden, alle Ideen könne man nächste Woche angehen, so Gerrit Reekers Fazit.

Im Nachgang der Bereisung werden die Ergebnisse der Zukunftsworkshops im nächsten Schritt von nonconform gemeinsam mit der HTG detailliert ausgewertet und in den regionalen Zusammenhang eingeordnet.

Im Juli kommen bei der Gemeinderats-Werkstatt nochmals die Gemeinderät:innen aus den 21 Kommunen zusammen. Bis zur geplanten Abschlusspräsentation des Zukunftsprozesses im Oktober 2026 soll jede teilnehmende Gemeinde ihre zentralen Qualitäten kennen und ihr Zukunftsverständnis geschärft haben. Rund ein Jahr nach dem Projektauftakt sollen schließlich konkrete Projekte realisiert werden und eine „Zukunftsstrategie Hochschwarzwald“ vorliegen.


Ressort: Hochrhein

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