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Schweizer und ukrainische Städte treffen sich in Basel
Treffen ©Gerald Kaufmann
  • 03. September 2026

Schweizer und ukrainische Städte treffen sich in Basel

Von Margarita Antoni | Margarita Antoni

- zum Forum für kommunale Zusammenarbeit

Das Forum für kommunale Zusammenarbeit Schweiz–Ukraine bringt am 10. September politische Führungspersönlichkeiten und Städtevertreter zusammen, um gemeinsame Ziele in gemeinsame Projekte umzusetzen

BASEL – Am 10. September 2026 versammeln sich politische Führungspersönlichkeiten, Verwaltungsverantwortliche und ausgewählte Vertreter:innen der relevanten Organisationen aus der Schweiz und der Ukraine in Basel zum Forum für kommunale Zusammenarbeit Schweiz–Ukraine, einer Veranstaltung, die der Umsetzung städtischer Zusammenarbeit in konkrete Initiativen gewidmet ist. Unter dem Motto «Partnerschaften gestalten. Wirkung erzielen.» steht das Forum für einen Wandel, der bereits im Gang ist: Der Wiederaufbau der Ukraine wird auf kommunaler Ebene Gestalt stattfinden – in den Bereichen Energieversorgung, Wasserinfrastruktur, Governance und öffentliche Dienstleistungen. Gleichzeitig wächst bei Schweizer Städten und Kantonen das Interesse an einer langfristigen Zusammenarbeit mit ukrainischen Gemeinden.

Dabei ist der Erfahrungsaustausch ausdrücklich wechselseitig: Ukrainische Städte und Gemeinden schätzen Schweizer Partnerschaften sowohl heute als auch in der kommenden Phase des Wiederaufbaus. Zugleich möchten Schweizer Städte und Gemeinden von den Erfahrungen ukrainischer Kommunen profitieren – insbesondere von ihrer technologischen Entwicklung in der Digitalisierung und Drohnentechnologie, deren Einsatzmöglichkeiten im kommunalen Leistungsbereich sowie von erprobten Ansätzen zur Stärkung von Resilienz und Handlungsfähigkeit unter ausserordentlichen Bedingungen.

Das eintägige Programm beginnt mit Grussworten aus Basel-Stadt, der Ukraine und dem Bund zu den Perspektiven der kommunalen Zusammenarbeit, gefolgt von zwei Podiumsdiskussionen: eine zu den politischen Grundlagen von Städtepartnerschaften im Wiederaufbau und in der Resilienz, die zweite zu bewährten, praktikablen Umsetzungsmodellen.

Am Nachmittag nehmen die Teilnehmenden an einem von zwei parallelen «City Labs» teil – Arbeitssitzungen, in denen Schweizer und ukrainische Städtevertreter:innen gemeinsam konkrete Kooperationsideen entwickeln: Zu den bestätigten Referent:innen zählen Dr. Conradin Cramer, Regierungspräsident des Kantons Basel-Stadt; Iryna Venediktova, Botschafterin der Ukraine in der Schweiz; Botschafter Jacques Gerber, Delegierter des Bundesrates für die Ukraine; Vitalii Bezgin, Minister für Gemeinden, Territorien und Binnenvertriebene der Ukraine; Tetiana Yehorova-Lutsenko, Vorsitzende des Regionalrats Charkiw, Präsidentin des Ukrainischen Verbands der Rayon- und Regionalräte; sowie Eva Herzog, Ständerätin für Basel-Stadt – zusätzlich zu weiteren politischen und administrativen Vertreter:innen aus beiden Ländern. Die Moderation übernimmt Margarita Antoni, Präsidentin der Support and Recovery Platform (SRP).

«Dieses Forum handelt davon, von guten Absichten zu konkreten Partnerschaften überzugehen. Schweizer und ukrainische Städte haben einander bereits viel zu bieten – praktische Erfahrung in Energieeffizienz, Governance und öffentlicher Infrastruktur. Unser Ziel ist es, diesen Austausch am 10. September in Kooperationsinitiativen zu verwandeln, die noch dieses Jahr starten können», sagte Margarita Antoni. Das Forum findet drei Wochen vor der Volksabstimmung vom 27. September 2026 über die Neutralitätsinitiative statt. Auf die zeitliche Nähe angesprochen, ergänzte Antoni:«Unabhängig vom Ausgang der Abstimmung am 27. September: Wenn sich Gemeinden gegenseitig beim Wiederaufbau von Wasserversorgung und Stromnetzen helfen, geht es nicht um Bündnisse oder Sanktionen – es ist eine Form praktischer Solidarität, die es schon vor dieser Debatte gab und die auch danach weiterbestehen wird.»

Das Forum wird gemeinsam organisiert vom Bund, den Städten Basel, Bern und Zürich, dem ukrainischen Parlament, der Botschaft der Ukraine in der Schweiz, dem Ukrainischen Verein Schweiz sowie der Support and Recovery Platform (SRP). Aufgrund der Anzahl hochrangiger Delegationen erfolgt die Teilnahme ausschliesslich auf Einladung; Schweizer Gemeinden, die an einer Zusammenarbeit mit ukrainischen Partnerstädten interessiert sind, können sich gerne an die Organisatoren wenden. Während der Mittagspause, zwischen 12:15 und 13:15 Uhr, findet ein Point de Presse statt.

Die Support and Recovery Platform (SRP) ist ein gemeinnütziger Schweizer Verein mit Sitz in Basel, der Schweizer Organisationen, die Ausrüstung und Maschinen spenden, mit ukrainischen Gemeinden verbindet, die am Wiederaufbau arbeiten. SRP schlägt die Brücke zwischen beiden Seiten – sie ermöglicht Partnerschaften und wickelt die operative Übergabe der gespendeten Güter ab. Für Onboarding und weitere Informationen: https://srp-ua.ch




Ressort: Basel

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