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Besuch des Bundestagsabgeordneten Lothar Riebsamen

MdB Lothar Riebsamen überreicht das Förderungsschreiben zum „Soforthilfeprogamm Heimatmuseen“ an Prof. Gunter Schöbel vom Pfahlbaumuseum ©Pfahlbaumuseum/Rainer Jäckle

Förderung durch die Beauftragte der Bundesregierung für Kultur und Medien aufgrund eines Beschlusses des Deutschen Bundestages im Rahmen des „Soforthilfeprogramms Heimatmuseen“ in ländlichen Räumen. Die Pfahlbauten von Unteruhldingen freuen sich sehr, für ihr Projekt „Grünes Klassenzimmer“ 25 000 Euro in Corona-Zeiten vom Bund zu erhalten. Dies dient der Teilfinanzierung eines neuen Museumsvermittlungsmoduls, das gerade im Museumsgarten begonnen wurde. Es geht um die Ernährung in der Steinzeit und wurde am 1. August Open Air gestartet. Damit können Schüler und Familien auch in diesen Zeiten sachgerecht und barrierefrei im Rahmen des Wissensvermittlungsauftrages des Museums erreicht werden.

Es ist das erste Mal seit über 90 Jahren, dass Heimatmuseen konzentriert vom Bund gefördert werden. Über 80 Projekte von der Hallig Hooge im Wattenmeer bis zum kleinen Museum in Füssen werden für neue Ausstellungen, mediale Aufbereitungen, den Erhalt von Denkmalen oder die Verbesserung der Barrierefreiheit gefördert. Maßgebend ist hier der Deutsche Verband für Archäologie (DVA), der diese Unterstützung für dezentral gelegene Freilichtmuseen, Regionalmuseen und Träger von Bodendenkmalstätten in Berlin angeregt hat. Immerhin erreichen die Museen in Kommunen unter 20 000 Einwohnern jährlich 29 Millionen Besucher und somit nahezu ein Drittel des gesamtdeutschen Museumsbesucheraufkommens.

Die Situation für die nichtstaatlichen Museen in Europa, Deutschland und Baden-Württemberg ist aktuell prekär. In Holland rechnen offizielle Stellen damit, dass 25 Prozent nach Corona nicht mehr öffnen werden. In Deutschland fürchten viele Museumsträger, dass diese freiwilligen kulturellen Leistungen der Kommunen und Vereine nach der Krise nicht mehr erbracht werden können. Es gibt rund 25 000 Museen in Europa, 6700 in Deutschland, 1290 in Baden-Württemberg. 5-10 Prozent werden in Deutschland von Bund und Ländern getragen. Der große Rest befindet sich in der Hand von lokalen Trägerschaften, Vereinen oder Gemeinden. Diese Fördermaßnahme hilft, 1-10 Prozent der jährlichen Kosten für den Betrieb zu erbringen. In Anbetracht der Fördersummen für zentrale Kultureinrichtungen wie den Landesmuseen, das Humboldtforum in Berlin (466 Millionen), das Museum der Moderne in Berlin (450 Millionen) und anderer staatlicher Prestigeobjekte ist dies jedoch nur ein Tropfen auf den heißen Stein, aber vielleicht auch ein Anfang für neue Ansätze. Dezentrale Lernlandschaften sind für das Verständnis des Kulturerbes genauso wichtig wie Museen in den Millionenstädten. Die Bedeutung des nachhaltigen Lernens in Heimatmuseen für die Bevölkerung wurde durch die Bundesregierung und ihre Beauftragten wiedererkannt. Darüber freuen sich die vielen kleinen Museen im Land. Ist es doch nach langen Jahren wieder ein Ansatz der Wertschätzung, die auch die Vermittlungsarbeit zum Weltkulturerbe Pfahlbauten im Pfahlbaumuseum seit 1922 von Berlin aus besonders anerkennt.

Dafür bedanken wir uns im Namen des Vereins für Pfahlbau- und Heimatkunde e.V. aus Unteruhldingen am Bodensee herzlich. Prof. Dr. Gunter Schöbel

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