
- 10. August 2026
Das 29. Internationale Bildhauersymposium in St. Blasien verwandelt die Domstadt in ein offenes Atelier
Vom 31. August bis zum 6. September 2026 wird der Hochschwarzwald zum Schauplatz des 29. Internationalen Bildhauersymposiums. In den Straßen von St. Blasien gewähren Künstler:innen aus aller Welt der Öffentlichkeit eine Woche lang einzigartige Einblicke in ihre Arbeit. Bei der abschließenden Versteigerung der Skulpturen auf dem Domplatz am Sonntag, 6. September, können die fertigen Kunstwerke dann betrachtet und sogar erworben werden.
St. Blasien - Die Kulisse des imposanten Doms St. Blasius, internationale Begegnungen und die öffentliche Verwandlung von Naturmaterialien in Kunstwerke – dafür steht das Internationale Bildhauersymposium, das vom 31. August bis 6. September und in diesem Jahr bereits zum 29. Mal stattfindet. Bei diesem besonderen Veranstaltungsformat, das von der der Hochschwarzwald Tourismus GmbH, der Stadt St. Blasien sowie dem Werbe- und Aktivkreis von St. Blasien organisiert wird, kommen renommierte Künstler:innen aus aller Welt in der Domstadt zusammen, um eine Woche lang Skulpturen unter freiem Himmel zu fertigen. Während der ganzen Veranstaltungswoche können Besucher:innen den Kunstschaffenden bei ihrer Arbeit zuschauen. So wird die Stadt St. Blasien zu einem offenen Atelier und einem einzigartigen Erlebnisort für zeitgenössische Kunst. Bei der öffentlichen Auktion auf dem Domplatz kann das Publikum alle entstandenen Werke begutachten und ersteigern.
Die geplanten Werke reichen von abstrakten Formstudien über figürliche Darstellungen bis hin zu gesellschaftlichen Statements. Themen wie Freiheit, Nachhaltigkeit, Erinnerung, menschliche Würde oder die Relation von Mensch und Natur stehen im Mittelpunkt des diesjährigen Symposiums.
Ein besonderes Merkmal des Bildhauersymposiums ist die Verwendung regionaler Rohstoffe. Sämtliche Holzstämme stammen aus dem Stadtwald von St. Blasien. In den Wäldern rund um St. Blasien und Menzenschwand wachsen jährlich etwa 7.000 Festmeter Holz nach. Lediglich rund zwei Promille dieses jährlichen Holzzuwachses werden für das Symposium genutzt. Die Veranstaltung wird unterstützt vom Naturpark Südschwarzwald und ist von GreenEvent BW als nachhaltige Veranstaltung zertifiziert.
„Die lange Tradition des Holzbildhauens ist im Hochschwarzwald tief verankert und prägt bis heute die kulturelle Identität unserer Region“, sagt Patrick Schreib, der Geschäftsführer der Hochschwarzwald Tourismus GmbH.
Im Unterschied zur Plastik ist die Bildhauerei ein substrahierendes Verfahren, das in besonderer Weise mit dem jeweiligen Ausgangsmaterial zusammenhängt. So können etwa die Maserung, die Färbung oder die Konsistenz des bearbeiteten Holzes von zentraler Bedeutung für die Genese des Kunstwerks und das Resultat sein. Eine Skulptur entsteht immer im Spannungsfeld zwischen künstlerischer Idee, Material und handwerklicher Umsetzung und zeugt auch lange nach ihrer Fertigstellung noch von diesem Verwirklichungsprozess.
Landrat Dr. Martin Kistler bringt die Faszination der Veranstaltung auf den Punkt: „Die Bildhauerkunst verbindet wie wenig andere Kunstformen die geistige mit der körperlichen Arbeit. Diesem Prozess zuzuschauen, hat seinen besonderen Reiz. Was in einer Woche aus heimischem Holz geformt wird, ist beeindruckend.“
Ein abwechslungsreiches Rahmenprogramm
Neben der künstlerischen Arbeit erwartet die Gäste ein attraktives Begleitprogramm. Von Montag bis Freitag steht der Entstehungsprozess der Skulpturen im Fokus. Am Samstag sorgen musikalische Unterhaltung und Foodtrucks auf dem Domplatz für Festivalstimmung. Höhepunkt des Samstagabends ist das traditionelle Verbrennen der Feuerskulptur um 21:00 Uhr.
Den festlichen Abschluss des Symposiums bildet Sonntag, der 6. September. Ab 11:30 Uhr sind Besucher:innen zum verkaufsoffenen Sonntag, zum Kunsthandwerkermarkt sowie zum Verweilen bei gastronomischer Vielfalt eingeladen. Um 15:00 Uhr findet die öffentliche Versteigerung der entstandenen Kunstwerke auf dem Domplatz statt.
Das Programm im Überblick:
So., 30. August 2026
17:00 Uhr Begrüßung der Künstler:innen im Haus des Gastes
Mo. bis Fr., 31. August bis 4. September 2026
ab 10:00 Uhr Künstlerisches Arbeiten an den Skulpturen in der Innenstadt
Do., 3. September 2026
19:00 Uhr Erzählabend: Metamorphose – Geschichten vom Vergehen und Entstehen
Sa., 5. September 2026
ab 12:00 Uhr Präsentation der Skulpturen auf dem Domplatz
ab 16:30 Uhr musikalische Unterhaltung mit Maximilian Jäger & Band
ab 20:00 Uhr musikalische Unterhaltung mit Dani Suara & Friends
21:00 Uhr Feuerskulptur
So., 6. September 2026
ab 11:30 Uhr verkaufsoffener Sonntag mit Kunsthandwerkermarkt in der Innenstadt sowie musikalische Unterhaltung mit dem Musikverein Albtal
ab 13:00 Uhr musikalische Unterhaltung mit Skiaa
15:00 Uhr Versteigerung der Skulpturen
Die teilnehmenden Künstler:innen und ihre Werke:
- Jessica Cheng (Costa Rica), „The blue sided leaf Frog“
- Maria Cristina Rommel (Argentinien), „Klang der Seele“
- Daniel Amadeus Michel (Deutschland), „Raum“
- Nahuel Forchini Zaragoza (Spanien), „Empty“
- Somen Debnath (Indien), „Harmony of life“
- Reinhard Osiander (Deutschland), „Rabauken“
- Evrim Kilic (Türkei), „Ich weine nicht“
- Michelina Consalvo (Italien), „Radici del futuro“
- Saeid Ahmadi (Deutschland), „Frau, Leben, Freiheit“
- Thomas Lüscher (Schweiz), „Tropfen“
- Christel Andrea Steier (Deutschland) „Picea Abies“
- Nadine Elda Rosani (Deutschland), „Alte Frau“
- Bob Budd (England), „Superstreichhölzer“
- PiaLeto (Schweiz), Feuerskulptur






