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Werkstoffanalyse über Grenzen hinweg

Seit zehn Jahren besteht das Institut für Werkstoffsystemtechnik Thurgau als An-Institut der HTWG. Es hat sich in der Analyse und Charakterisierung von Werkstoffen, Oberflächen und Beschichtungen einen hervorragenden Ruf erarbeitet.

Das Team des WITg feierte den Geburtstag des Instituts (von links): Philipp Seemann, Daniel Hermann, Dr. Joachim Strittmatter, Torsten Bogatzky (operativer Leiter des Instituts), Ursula Schmid und Prof. Dr. Dr. h.c. Paul Gümpel, wissenschaftlicher Leiter des Instituts und Vorstand seit Institutsgründung.Anlässlich des runden Geburtstages hatte das Institut Wegbereiter und -begleiter nach Tägerwilen eingeladen. Dabei würdigte die Thurgauer Regierungsrätin Monika Knill, Chefin des Departementes für Erziehung und Kultur, das Institut als ein „Aushängeschild für den Thurgau“ und ein „Beispiel für gelungene grenzüberschreitende Kooperation“. Denn: Träger des Instituts ist die Thurgauische Stiftung für Wissenschaft und Forschung in enger Kooperation mit der Hochschule Konstanz. Seit seiner Gründung steht Prof. Dr. Dr. h.c. Paul Gümpel dem Institutsvorstand vor. Er ist gleichzeitig Professor an der HTWG Konstanz.

Torsten Bogatzky, operativer Leiter des Instituts, stellte mit seinen Mitarbeitern den Gästen das Leistungsspektrum des Instituts und aktuelle Tätigkeitsfelder vor. Der Begriff Werkstoffsystemtechnik beinhaltet alle Fragen, die sich mit Werkstoffen beschäftigen. Das gilt besonders für die Interaktion zwischen Werkstoffen und ihrer Umgebung. Als ideale Schnittstelle zwischen Forschung und praktischer Anwendung sei es dem WITg möglich, Produktentwicklungen mit den entsprechenden Verfahren und Anwendungen in direkter Zusammenarbeit mit den Auftraggebern schnell und kostengünstig umzusetzen.
Das WITg bietet Standardprüfverfahren nach internationalen Normen an wie auch individuelle Prüfverfahren, die speziell auf die Bedürfnisse des Kunden angepasst werden. Zu den Spezialgebieten zählen unter anderem Metallografie, Schadensanalytik, Korrosion, Materialanalyse und –prüfung. Als Prüfverfahren werden neben mechanischer Materialprüfung beispielsweise Licht- und Elektronenoptische Charakterisierungen angewandt. Zur Korrosionsprüfung stehen Salzsprühnebeltest, Kondenswasserwechselklima, Klimakammer wie auch Elektrochemie zur Verfügung. Zu den Besonderheiten zählen die Ölverträglichkeitsprüfung von Kunststoffen und die Anwendung von Formgedächtnislegierungen in der Aktorik.
Alle Bereiche finden sich auch als Kompetenzen in der HTWG Konstanz wieder. Diese ganz bewusste Verzahnung zwischen dem WITg und der HTWG findet allem voran durch die Arbeit von Prof. Paul Gümpel als Institutsvorstand und seinem Hauptberuf als Professor der HTWG und Gründungsdirektor des Werkstoffinstitut Konstanz, einem mit dem WITg korrespondierenden Institut der HTWG Konstanz, statt. Dr. Kai Handel, Präsident der HTWG, gab in seiner Ansprache einen Rückblick auf die Entstehung des Instituts, dessen Grundstein am 1. April 2002 durch den damaligen Rektor der HTWG, Prof. Olaf Harder, dem Präsidenten des Stiftungsrates der thurgauischen Stiftung für Wissenschaft und Forschung, Regierungsrat Bernhard Koch, und dem Geschäftsführer der Stiftung, Urs Schwager, mit der Unterzeichnung des Kooperationsvertrag des „Institut für Werkstoffsystemtechnik Thurgau“ als An-Institut der Hochschule Konstanz gesetzt wurde. Damit wurde das WITg das dritte und bislang letzte Institut der Wissenschaftsstiftung Thurgau, neben dem bereits 1999 gegründeten Biotechnologie-Institut Thurgau (BITg) und dem ebenfalls 2002 gegründeten Thurgauer Wirtschaftsinstitut (TWI), beide An-Institute der Universität Konstanz.

Glückliche Umstände waren zusammengetroffen: Prof. Paul Gümpel hatte den Willen und den unternehmerischen Mut, die Leistungen des Werkstoffprüflabors einem weiteren Kundenkreis anzubieten, die thurgauische Wissenschaftsstiftung war willens, ein die thurgauische Wirtschaft unterstützendes Institut mit der Ideengeberschaft von Rolf Weigele, dem Gründer des Innovationszentrum Spider Town, voranzutreiben und fand in Prof. Olaf Harder einen Rektor, der für Kooperationen offen war und der ein Jahr zuvor bereits die Internationale Bodenseehochschule aus der Taufe gehoben hatte.

„Es ist der unternehmerischen und akademischen Weitsicht aller Beteiligten und vor allem den Leistungen von Prof. Paul Gümpel und seinen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern zu danken, dass das WITg seit nunmehr zehn Jahren seine Leistungen anbieten kann, wofür ich Ihnen allen danke“, sagte der HTWG-Präsident. Das WITg trage dazu bei, dass die Bodenseeregion ein Ort ist, in dem Wissenschaft und Wirtschaft zum gegenseitigen Nutzen miteinander kooperieren und zum Erhalt gesellschaftlicher Wohlfahrt beitragen.

Als ein solches Beispiel gegenseitigen Nutzens präsentierte abschließend das Tägerwiler Unternehmen Swiss Authentication Research and Development AG eine Anwendung aus dem Bereich der Werkstofftechnik. Sie ermöglicht, durch ein innovatives Markierungsprinzip gegen Produktpiraterie vorzugehen.

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