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Öffentliche Geodaten von Basel-Stadt künftig kostenlos bezieh- und nutzbar

Ab 1. September 2012 ist der Bezug und die Nutzung von öffentlichen Geodaten des Kantons Basel-Stadt kostenlos. Auf diesen Zeitpunkt tritt das neue kantonale Geoinformationsrecht in Kraft. Mit dem Verzicht auf Gebühren ermöglicht der Kanton Basel-Stadt die breite kostenlose Nutzung seiner Geoinformationen. Das Grundbuch- und Vermessungsamt baut das Angebot im Geodaten-Shop aus. Interessierte können die bereits vorhandenen und öffentlich zugänglichen Geodaten direkt bestellen und herunterladen. Die Einsicht in die verschiedenen Geodaten erfolgt weiterhin über die Internet-Kartenanwendung GeoViewer. Diese wurde für die Verwendung auf mobilen Endgeräten optimiert und ist nun auch als App für iOS und Android erhältlich.

Das Grundbuch- und Vermessungsamt erneuert zurzeit seinen Geodaten-Shop im Internet. Damit können die öffentlich zugänglichen Geodaten einfach bezogen werden. Bisher war der Online-Bezug der kantonalen Geodaten einigen Grosskunden vorbehalten. Neu können öffentliche Geodaten ohne vorhergehende Registrierung bezogen und für die verschiedensten Nutzungen verwendet werden. Dies immer im Rahmen der Nutzungsbestimmungen. Über den neuen Geodaten-Shop können beispielsweise Architekten Geodaten, die für die Planung eines Neu- oder Umbaus benötigt werden, direkt beziehen. Auch weitere Geodaten wie Zonenpläne, Orthofotos, interessante Orte (POIs), Kataster der belasteten Standorte oder Stadtplan-Ausschnitte sind downloadbar. Der erneuerte Geodaten-Shop wird in einer Beta-Version auf Anfang September im Internet frei verfügbar sein.

Das Grundbuch- und Vermessungsamt hat den mit rund 4.5 Millionen Kartenabfragen pro Jahr intensiv genutzten GeoViewer Basel-Stadt für die Nutzung auf mobilen Endgeräten weiter optimiert. Erfolgt der Zugriff über ein mobiles Betriebssystem auf Android- oder iOS-Basis, startet die Applikation automatisch mit einer vergrösserten Kartendarstellung und einer für die mobile Nutzung angepassten Menusteuerung. Damit wird die Bedienung über die Touchscreen-Bildschirme erleichtert und der GeoViewer kann nun auch auf Smartphones genutzt werden.

Besitzt das Endgerät eine Ortungsfunktionalität wie zum Beispiel GPS, wird auch die eigene Lokalisierung in der Karte unterstützt. Damit können nützliche Informationen aus dem GeoViewer wie beispielsweise Angaben zu einer Baustelle, zu einer Allmendnutzung, zu den Standorten von öffentlichen WC-Anlagen oder das Alter eines Strassenbaums mobil in der Stadt abgefragt werden. Der erneuerte GeoViewer ist als Internet-Anwendung und als App für Android ab sofort und in einer verbesserten App für iOS in Kürze unter dem Suchbegriff „Basel Stadtplan“ im jeweiligen App-Store kostenlos beziehbar.

Basierend auf der neuen Bundesgesetzgebung über das Geoinformationsrecht hat der Kanton Basel-Stadt seine Gesetzgebung in den Bereichen Vermessung und Geoinformation vollständig erneuert. Das neue kantonale Geoinformationsgesetz (KGeoIG) wurde am 16. November 2011 vom Grossen Rat verabschiedet. In der Zwischenzeit wurden die dazugehörigen Ausführungsbestimmungen wie die neue Geoinformationsverordnung und die erneuerte Verordnung über die amtliche Vermessung erarbeitet.

Der Regierungsrat hat in seiner Sitzung vom 7. August 2012 beschlossen, die neue und die geänderte Verordnung zusammen mit dem Kantonalen Geoinformationsgesetz auf den 1.September 2012 in Kraft zu setzen. Die Neuerungen führen zu harmonisierten Geoinformationen und schaffen die Voraussetzungen für eine gesamtschweizerisch einheitliche Nutzung von Geodaten. Mit dem gleichzeitigen Verzicht auf Nutzungsgebühren fördert der Kanton Basel-Stadt zusätzlich die einfache Nutzung seiner Geodaten gemäss den Grundsätzen von „Open Government Data“.

Der Kanton Basel-Stadt ist einer der ersten Kantone, der sich im Bereich der Geodaten zum Prinzip "Open Government Data" (OGD) bekennt. Open Government Data bezeichnet die offene und maschinenlesbare Zugänglichkeit sowie die freie Wiederverwendung von Behördendaten, soweit dem nicht Datenschutz-, Urheberrechts- und Informationsschutzbestimmungen entgegenstehen. Eine vor wenigen Wochen veröffentlichte Studie der Fachhochschule Bern zeigt, dass Open Government Data ein grosses wirtschaftliches und gesellschaftliches Potenzial aufweist. Die Staatskanzlei Basel-Stadt bearbeitet das Prinzip Open Government Data gesamtkantonal mit dem Ziel, ein OGD-Portal für den Kanton Basel-Stadt zu schaffen.

Das neue Geoinformationsrecht ermöglicht, dass die von der Verwaltung erfassten und bearbeiteten Geodaten ausreichend dokumentiert, nach aktuellen und schweizweit koordinierten Standards strukturiert, austauschbar und damit vielfältig nutzbar sind. Im Anhang der Geoinformationsverordnung werden die insgesamt 163 vorhandenen oder noch zu erstellenden Geodatensätze mit der jeweiligen Rechtsgrundlage, der zuständigen Fachstelle und der Zugangsberechtigungsstufe abschliessend aufgelistet. Rund ein Drittel dieser Geodatensätze ist bereits verfügbar und kann künftig direkt mittels Downloaddienst elektronisch bezogen werden.

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